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„Attraktiv in allen Sparten“

Neuer BSRK-Chef Thomas Krüger „Attraktiv in allen Sparten“

Der Brandenburger Sport- und Ruder-Klub, der größte Sportverein der Stadt Brandenburg an der Havel, stellt sich neu auf. So wurde jüngst Thomas Krüger, Chef der hiesigen Stadtmarketing-Gesellschaft, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Im MAZ-Interview spricht er über seine Pläne mit dem Verein, der 14 Sportarten unter einem Dach vereint.

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Thomas Krüger führt nun den BSRK 1883 e.V.

Quelle: J. Steiner

MAZ: Herr Krüger, warum tun Sie sich auch noch den BSRK an, sind Sie mit dem Geschäftsführerposten in der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft, mit dem Stadtverordnetenmandat, Aufsichtsratsposten und diversen Ehrenämtern nicht ausgelastet?
Thomas Krüger: Das ist genau die Frage, die ich in den vergangenen vier Wochen am häufigsten gehört habe. Tatsächlich bin ich dem größten Sportverein der Stadt mit mehr als 630 Mitgliedern und 14 Sparten seit nunmehr zehn Jahren verbunden, weil meine Söhne hier Hockey gespielt haben.

Und es gab auch keinen anderen Bewerber...
Krüger: Das ist so. Andreas Zillkes war mehr als acht Jahre lang erfolgreich 1. Vorsitzender und wendet sich nunmehr seiner Trainertätigkeit zu. Er hatte mich angesprochen. Ich habe dann aus Idealismus heraus zugesagt, weil ich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen festigen und ausbauen will.

Wie soll das geschehen, haben Sie bereits erste Ideen?
Krüger: Ja, mir schwebt beispielsweise ein gemeinsames Vereinsfest aller Sparten vor. Es sollte mehr Tage der offenen Türen geben und wir sollten unser Angebot an Möglichkeiten für Probe- oder Schnuppertrainings ausweiten. Wir wollen ein offener Verein sein, der sich aktiv um Mitglieder bemüht.

Gibt es da Problemsparten, die dringend frisches Blut brauchen?
Krüger: Problemsparten nicht wirklich, nur wenn das jüngste Mitglied der Abteilung Segeln mit fast 28 Jahren als „Nachwuchsabteilung“ gilt, so sehe ich Potentiale in der Kinder- und Jugendarbeit.

Aber der BSRK ist doch eher bekannt für seine Aushängeschilder wie Hockey und Bowling.
Krüger: In der Tat, beim Hockey sieht es gut aus. Von 166 Mitgliedern sind etwa 125 Kinder und Jugendliche. Auch beim Turnen und im Kinderturnclub sind wir gut aufgestellt. Doch warum soll beispielsweise den Eltern, die ihre Kinder zum Handball schicken wollen, immer nur der SV 63 einfallen oder beim Fußball Stahl oder Süd? Ich denke, wir sollten stets eine attraktive Alternative in den von uns angebotenen Sparten sein.

Welche Baustellen für Ihre Arbeit haben Sie noch für sich ausgemacht?
Krüger: Es sind häufig Kleinigkeiten. Aber wir müssen versuchen, noch mehr Sponsoren zu gewinnen, um unsere Arbeit besser finanzieren zu können.

Warum ist das bisher nicht in entsprechendem Rahmen verfolgt worden?
Krüger: Na beispielsweise kursierten „Informationen“, dass Spielfeld-Werbeschilder möglicherweise von der Stadtführung nicht gewollt sind.

14 Sportarten

Die Wurzeln des Brandenburger Sport- und Ruder-Klubs liegen in dem im September 1883 gegründeten Brandenburger Ruder-Klub und der BSG Aufbau, gegründet 1950.
1992 kam es zur BSRK Gründung aus BSV Havel 50 e.V. und dem Brandenburger Ruder-Klub.
Sparten sind Bogensport, Bowling, Bowling Breitensport, Fußball, Handball, Hockey, Kinderturnclub, Motorwassersport, Rudern, Segeln, Tennis
Tischtennis, Turnen und Freizeitsport-Hallenfußball.

Und, stimmt das?
Krüger: Das kann ich so nicht feststellen. Kommunalpolitik und Verwaltung haben doch ein Interesse daran, dass Vereine den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein ordentliches Angebot machen. Wenn sie dazu nicht dauernd nach öffentlichem Geld fragen müssen, ist das umso besser. Wir haben mit Delta-Bowling seit Jahren einen starken Partner, aber es sollte für einen spartenreichen Verein nicht einziger Premiumpartner bleiben.

Den Verein können Sie jetzt aber nicht im Alleingang für neue Mitglieder und neue Sponsoren attraktiv machen. Wer unterstützt Sie dabei?
Krüger: Der 1. Vorsitzende ist selbstverständlich kein Einzelkämpfer. Alle neuen Aktivitäten werden im Vorstand und gemeinsam mit der Geschäftsstelle besprochen. Insofern bin ich sehr froh, dass mit Eberhard Görn und Jürgen Wagner sehr erfahrene Mitstreiter neben Dan Hindorf wieder in den Vorstand gewählt wurden. Mit mir neu dazugekommen ist Mayk Reunig als Jugendwart.

Welche Themen werden Sie als nächstes angehen?
Krüger: Mir schwebt beispielsweise eine gemeinsame Vereinszeitung oder ein regelmäßiger Mitglieder-infobrief vor, über den sich alle Mitglieder austauschen können. Zunächst heißt es aber alle Details kennen zu lernen.

Werden Sie auch die Auslastung der Sportstätten verbessern, um mehr Geld in die Kasse zu bekommen?
Krüger: Wenn beispielsweise unser Fußballplatz nur wenig in der Woche genutzt wird, muss man darüber nachdenken, auch weitere Nutzungen möglicherweise Externen anzubieten. Darüber wird zu diskutieren sein.

Interview: André Wirsing

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