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Brandenburg/Havel Auf Du und Du mit der Romantik
Lokales Brandenburg/Havel Auf Du und Du mit der Romantik
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12:44 29.04.2018
Marlies Wieser (Klarinette) und Andreas Willwohl (Bratsche) machten das Konzert unter der leitung von Conrad van Alphen zum Erlebnis. Quelle: Foto: Jast
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Brandenburg/H

Alexandra Zabegaeva stellte am Wochenende nicht das erste Mal eine ihrer Kompositionen in Brandenburg vor. Schon 2011 musizierten die Brandenburger Symphoniker bereits ihr Orchesterwerk „Echo of Byzantium“, das einen da-capo-Preis der Brandenburger Biennale erhielt. Der vom Förderverein der Symphoniker initiierte Wettbewerb gilt als wichtiges Forum für zeitgenössische Musik.

Die aus Wladiwostok gebürtige Alexandra Zabegaewa, die in Nishni Nowgorod und in Würzburg studierte, hat nun als „Composer in residence“ im 7. Sinfoniekonzert der Brandenburger Symphoniker ihr Orchesterwerk „Lethe – ein Fluss des Vergessens“ präsentiert. Das Publikum stand der Komposition aufgeschlossen gegenüber und spendete für ein emotional bewegendes Klangerlebnis herzlichen Beifall. In den Dank waren auch die Symphoniker und der Dirigent Conrad van Alphen einbeschlossen.

Der Fluss des Vergessens

In Lethe, der in der antiken Mytholgie als Fluss des Vergessens galt, wird von dem inneren Spannungszustand des Menschen zwischen dem Versuch, sich dem Vergessen zu entziehen und der Möglichkeit, sich ihm hinzugeben, erzählt. Stilistisch legt sich Alexandra Zabegaeva nicht fest, vielmehr schöpft sie aus dem Materialfundus der Musikgeschichte. Freudig spielt sie mit den Farben des Orchesters und ist immer auf Transparenz bedacht.

Inbegriffliche Romantik widerfuhr dem Publikum dann mit einem Werk von Max Bruch. Nicht sein Violinkonzert in g-Moll erklang, der ewige Reißer, den der Komponist gegen Ende seines Lebens verdammen wollte. Seine anderen Werke, die er fast alle für besser befand, wurden nämlich ignoriert. Schön, dass die Symphoniker sich Bruchs Doppelkonzert für Klarinette, Viola und Orchester annahmen.

Romantische Klangteppiche

Mit der Klarinettistin Marlies Wieser und dem Bratscher Andreas Willwohl konnte man Solisten gewinnen, die sich in die Sehnsüchte und romantischen Süßigkeiten der Partitur hörbar mit Wonne hineingaben. Das von Conrad van Alphen geschickt geführte Orchester scheute sich nicht, die dicken romantisierten Klangteppiche auszurollen. Das saftige, ohrenschmeichelnde Ergebnis, auch dank der Hingabe der beiden Solisten war bestens umgesetzt und durchaus schlüssig musiziert.

Als eines Tages 16 Schwäne über den Tuusula-See nahe Jean Sibelius’ Villa im finnischen Järvenpää flogen, fiel dem Komponisten eine wunderschöne, weit geschwungene Melodie ein, die er zum Hauptthema des letzten Satzes seiner Sinfonie Nr. 5 in Es-Dur op. 82 machte. Es entstand eine gewaltige Hymne an das Mysterium der Natur. Sibelius hatte als Komponist einst schlechte Karten.

Den Kritikern zum Trotz

Musiktheoretiker, Komponistenkollegen und Dirigenten ließen kein gutes Haar an seinen Werken. Doch nun gibt es eine Sibelius-Renaissance, die deutlich macht, welch einen musikalischen Schatz dieser finnische Komponist bereithält. Mit der 5. Sinfonie hat Sibelius schwer gerungen. Es gab immer wieder Umarbeitungen.

Im April 1919 legte er die endgültige Fassung vor. Conrad van Alphen, der zwar an manchen Stellen zu viel hektisches Treiben ins Dirigat legte, erfüllte mit den Symphonikern die Partitur des romantischen Werkes mit einer reichhaltigen Detailpalette, ohne dass der große Bogen verloren ging. Den verträumten und hymnischen, spritzigen, vor allem den instrumentatorischen Finessen begegnete das differenziert spielende Orchester mit feiner Eleganz.

Von Klaus Büstrin

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