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Brandenburg/Havel Auf Wiedersehen an der Angel!
Lokales Brandenburg/Havel Auf Wiedersehen an der Angel!
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15:53 18.10.2017
Von der Fischfarm in den Schlossteich: Für Golzow nehmen Hans-Joachim Dichte (l.) und Gerhard Schuckert 50 Kilo Karpfen in Empfang. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Wusterwitz

Noch etwas benommen sind die neuen Bewohner im Woltersdorfer Altkanal. Kein Wunder, nach mehrstündiger Anfahrt machen die in einer Farm aufgewachsenen Karpfen zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem offenen Gewässer. Doch die Orientierungsphase dauert nur kurz. Dann ziehen sich die Schuppis aus der knietiefen Uferzone in die sichere Deckung der Seerosen zurück. Rund 100 Kilo der beliebten Speisefische haben Enrico Baumgart und Benito Schöneberg vom Sportfischerverein Wusterwitz am Mittwoch in den Hausrevieren ausgesetzt. Neben dem Alten Kanal gehören die Wusterwitzer Erdelöcher dazu.

Von der Havel bis zu den Erdelöchern

Der Landesanglerverband Brandenburg (LAV) sichert einen jährlichen Fischbesatz im Wert von rund 650 000 Euro. Insgesamt bietet der LAV über seine 1400 Vereine etwa 14 500 Hektar fischreiche Vereinsgewässer mit 20 Hauptfischarten.

Zu den Mitgliedern des Landesanglerverbandes zählt der Kreisanglerverband Brandenburg unter dem Dach des Deutschen Angelfischerverbandes (DAFV). Zum Kreisverband zählen 33 Angelvereine aus dem ehemaligen Landkreis Brandenburg.

Der Kreisanglerverband Brandenburg betreut rund 380 Hektar Gewässerfläche. Die Angelreviere reichen von der Havel und ihren Seen bis zu den zahlreichen Erdelöchern, die im 19. Jahrhundert durch den Abbau von Ton entstanden sind.

An Land zurückkehren sollen die jetzt zweijährigen Karpfen erst wieder am Haken einer Angel. So jedenfalls die Hoffnung der organisierten Sportfischer. Etwa 1,5 Tonnen zweijährige Spiegelkarpfen hat der Landesanglerverband in dieser Woche an den Kreisanglerverband Brandenburg und seine Vereine ausgeliefert. „Die regelmäßigen Besatzmaßnahmen werden aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert“, erklärte Ralf Schmidt vom Kreisanglerverband, der die Verteilung moderierte. Lieferant der Karpfen ist der zur Fischereigenossenschaft Schlaubefisch gehörende Fischereihof Falkenhagen. Dort wurden die Fische ausgebrütet und aufgezogen.

Reiner Heiert (l.) und Torsten Meer holen neue Karpfen nach Briest. Quelle: Frank Bürstenbinder

Zur Drehscheibe des Karpfenumschlages wurde ein Parkplatz an der Bundesstraße 1 bei Götz. Vom Lkw des Fischereihofes wurden die Fische per Kescher auf die mit Wasser gefüllten Hälterbecken und Fässer der Vereinsvertreter verladen. Reiner Heiert und Torsten Meer aus Briest machten sich mit 80 Kilo Karpfen in ihrem Kombi auf den Heimweg. Ziel war die Flugplatzkute, die zu den Vereinsgewässern der Briester Angler gehört. Für den Besatz mit Karpfennachwuchs im Marzahner Pastorenloch sorgten Hans-Jürgen Preuß und Detlef Krüger. Schmerzke, Roskow, Jeserig und Reckahn hatten ebenfalls Verstärkung für ihre Angelgewässer geordert.

Mit 50 Kilo Fisch beluden Hans-Joachim Dichte und Gerhard Schuckert aus Golzow den Wasserbehälter auf ihrem Pkw-Anhänger. „Die Karpfen sind für den Schlossteich bestimmt. In der Plane ist ja nicht mehr viel los. Fischreiher und Fischotter machen uns Anglern Konkurrenz“, berichtet Hans-Joachim Dichte, der seit seinem neunten Lebensjahr zu den aktiven Anglern zählt. In Golzow schrumpft zudem die Mitgliederzahl. Von einst über 100 organisierten Petrijüngern gibt es noch 54. In der Nachwuchsgruppe sind vier von früher über 20 Kinder übrig geblieben.

Benito Schöneberg (l.) und Enrico Baumgart setzen Karpfen am Alten Kanal bei Woltersdorf aus. Quelle: Frank Bürstenbinder

Über den meisten Karpfenbesatz können sich die Deetzer Angler freuen. Rund 400 Kilo Fisch lieferte der Produzent direkt zu den Erdelöchern, die immerhin eine Fläche von 60 Hektar einnehmen. „Es gibt noch genügend Angler, die sich auf Karpfen spezialisiert haben“, berichtet Martin Uckermann vom Anglerverein Deetz. So mancher Berliner weiß den Fischreichtum der Deetzer Erdelöcher zu schätzen.

Wie viele von den ausgesetzten Bartelträgern tatsächlich einmal auf einen Köder hereinfallen, ist ungewiss. Erfahrene Angler kennen die besten Futterplätze in ihren Vereinsgewässern. Andere Sportfischer wie Enrico Baumgart von den Wusterwitzer Anglern helfen zwar wie in dieser Woche beim Besatz, machen sich jedoch selbst nichts aus Karpfen. „Ich konzentriere mich auf die klassischen Friedfische wie Plötze, Blei und Rotfeder.“

Von Frank Bürstenbinder

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