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Auf dem Breiten Weg leuchten die Sterne

Adventszeit in Ziesar Auf dem Breiten Weg leuchten die Sterne

In Ziesar kann die Adventszeit kommen. Elektrische Weihnachtssterne schmücken die Straßenlaternen auf dem Breiten Weg. Vor dem Rathaus hat eine über zehn Meter hohe Fichte ihren Platz gefunden, die von einer Lichterkette mit 200 Lampen angeleuchtet wird. Die Fällung des Baums war eine Meisterleistung.

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Roland Krone von der Elektrofirma Kreissl baut einen Weihnachtsstern an einen Laternenmast an.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Ziesar. Die Blütezeit des Breiten Weges als die Bummelmeile Ziesars ist lange her. Doch zum 1.Advent kehrt etwas Glanz in die Altstadt zurück. Immer wenn es dunkel wird, gehen 31 Sterne auf. Ihr Licht fällt auf die altehrwürdige Adler Apotheke, beleuchtet den Eingang zur Sparkasse, erhellt die Schaufenster des Ludwigschen Spielzeuggeschäftes und vom Geschenkwarenladen, den Susann Elster betreibt. Ziesars immer noch wichtigste Straße verwandelt sich dank weihnachtlicher Illumination in einen heimeligen Boulevard; gekrönt von einer mit 200 Lampen geschmückten Fichte, hinter der sich der neogotische Schmuckgiebel des Rathauses versteckt.

Auch vor dem Pfarrhaus hat Marc Kreissl einen Stern angebracht

Auch vor dem Pfarrhaus hat Marc Kreissl einen Stern angebracht.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Dass in Ziesar die Lichter angehen ist kein Verdienst einer Werbeagentur. Die Bürgerschaft selbst macht es sich in ihrer Stadt schön. So ist es für Elektromeister Thomas Kreissl und seine Mitarbeiter selbstverständlich die Straßenlaternen zwischen Frauentor und Bahnhofstraße mit Weihnachtsternen aufzurüsten ohne der Stadt eine Rechnung zu stellen. „Für unsere Firma ein jährlicher Höhepunkt. Es ist schön zu erleben wie sich die Menschen über die leuchtenden Sterne freuen“, meint Kreissl. Zum Beispiel Gemeindepädagoge Matthias Kopp: „Mir gefällt’s. Gut, dass es diese Tradition gibt.“ Ein mit 20 Lampen bestücktes Exemplar bescheint genau sein Arbeitszimmer im Pfarrhaus.

Die im alten Schulgarten gefällte Fichte wird mit einem Teleskoplader durch die Gartenstraße zum Breiten Weg transportiert

Die im alten Schulgarten gefällte Fichte wird mit einem Teleskoplader durch die Gartenstraße zum Breiten Weg transportiert.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Den Laternenschmuck hatten vor etlichen Jahren Handwerker und Gewerbetreibende ihrer Stadt gestiftet. Der Aufwand für die Installation ist überschaubar. Die Laternenmasten sind bereits mit zwei Schellen und einer Steckdose ausgestattet. Deshalb reicht den Elektrikern eine Stehleiter und ein 13er-Schlüssel. Nach dem Anschrauben des Gestells wird der Stern per Stecker mit dem Stromnetz für die Straßenbeleuchtung verbunden. Allerdings schaltet sich der Lichtschmuck zwischen 23 und 5 Uhr komplett ab, während die Helligkeit der Straßenlampen in tiefer Nacht künstlich gedimmt wird.

Auch sicherer Entfernung verfolgten diese Grundschüler die Fällung des Weihnachtsbaums

Auch sicherer Entfernung verfolgten diese Grundschüler die Fällung des Weihnachtsbaums.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Wie bereits bei etlichen Laternen in Ziesar geht auch die Weihnachtsbeleuchtung mit der Zeit. LED-Lampen verdrängen die klassischen Glühbirnen. „Das spart Strom. Außerdem halten die neuen Modelle länger. Das ist vor allem im Außenbereich wichtig“, erklärt Elektromeister Kreissl. Statt sieben Watt pro Glühfadenbirne begnügt sich ein mit mehreren LED bestücktes Leuchtmittel mit 0,7 Watt für weihnachtliche Zwecke. Um die über zehn Meter hohe Fichte vor dem Rathaus richtig in Szene zu setzen, kam eine rund 100 Meter lange Lichterkette zum Einsatz, die von einer Hubarbeitsbühne aus um den Baum gelegt wurde.

Die Weihnachtsfichte ist vor dem Rathaus angekommen

Die Weihnachtsfichte ist vor dem Rathaus angekommen.

Quelle: Silvia Zimmermann

Eine Meisterleistung vollbrachten zuvor die Stadtarbeiter Paul Heinrich und Manfred Hoffmann zusammen mit Teleskoplader-Fahrer Uwe Strübing von der Fiener Agrargenossenschaft. Unterstützt von Helfern des Arbeits- und Ausbildungsförderungsvereins (AAfV) gelang es den Männern die im ehemaligen Schulgarten hochgewachsene Fichte unter nicht einfachen Bedingungen zu fällen und ohne großen Flurschaden an ihren Aufstellungsort zu transportieren. In Ziesar kann Weihnachten kommen.

 

Von Frank Bürstenbinder

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