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Brandenburg/Havel Servicepaket für die Hinterbliebenen
Lokales Brandenburg/Havel Servicepaket für die Hinterbliebenen
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14:36 28.05.2014
Dreierteam: Marcus Franck, Thomas Franz, Martin Mitrenga (von links). Quelle: J. Steiner
Brandenburg an der Havel

Auch Friedhöfe stehen im Wettbewerb. Der Neustädtische Friedhof ist der Gottesacker der evangelischen Gemeinde Sankt Katharinen, längst geöffnet auch für Nicht-Christen. Friedhofsleiter Martin Mitrenga hat den zuständigen Ausschuss der Gemeinde von seiner Idee überzeugt: „Wir bieten Doppel-Urnenstellen mit Stele und Bepflanzung plus Pflege über den gesamten Nutzungszeitraum zum Komplettpreis an.“ Es habe in jüngster Vergangenheit zunehmend Nachfragen nach Partnerstellen gegeben, bei denen die Pflege eingeschlossen ist. Zwar gebe es ähnliche Stellen im Rasen, aber wegen des Mähens keine Möglichkeit, Blumensträuße oder Grabgaben abzulegen. Nicht zuletzt trage die „Muster“-Fläche für 14 Urnen nahe der Kapelle zum Aufwerten des Hauptweges bei.

Mitrenga suchte Mitstreiter – Pfarrer Jonas Börsel, Bestatter, Gärtner, Steinmetze. „Es war das erste Mal, dass sich alle einig waren, eine faire Lösung gefunden wurde“, sagt Marcus Franck vom Steinmetzbetrieb Schlägel. Er gestaltet die 60 bis 115 Zentimeter hohen Granit-Stelen, die er in Vorleistung aufgestellt hat. Beim nächsten Gräberfeld ist ein Kollege dran, dann der nächste. Die Grünabteilung der Fliedner-Werkstätten hat einen Generalvertrag für den Friedhof, Thomas Franz lässt seine Beschäftigten die Grabstellen so bepflanzen und pflegen, wie es Mitrenga mit den Angehörigen abgesprochen hat.

Das angebotene Paket erscheint auf den ersten Blick nicht ganz preiswert: 2600 statt 500 Euro für die Doppel-Urnenstelle für 20 Jahre. „Rechnet man es um, so schlägt die Pflege mit rund 100 Euro im Jahr zu Buche. Das sind allein 25 Hin- und Rückfahrten mit den Öffentlichen, vom Gießkannenschleppen gar nicht zu reden“, veranschaulicht Mitrenga. Alleine das Gießen und Unkrautjäten koste – separat gebucht – 88 Euro im Jahr, in „seinem“ Paket sind auch Ersatzbepflanzungen enthalten.

Separat bezahlt werden ohnehin die Stelen – aufgesetzte Schrift, Grabgaben, Plaketten Ornamentik – alles ist möglich. In der Regel seien die Stelen preiswerter als Grabsteine mit Einfassung.
„Es sind gut kalkulierbare Kosten für die Familien. Für viele ist es eine Erleichterung, weil die Kinder oft nicht mehr in der Stadt wohnen. Man muss den Menschen aber das Angebot erläutern“, sagt Bestatterin Verena Arnold. Ihr Kollege Andreas Dieckmann stimmt zu: „Der Bedarf ist da. Der Trend zur anonymen Bestattung wird zum Glück langsam wieder umgekehrt.“
Mitrenga will im Spätherbst eine ähnliche Grabstelle für Sargbestattungen vorstellen. 

Von André Wirsing

Mehr Infos unter:
[www: www.nf-brb.de]

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