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Brandenburg/Havel Auf dem Sprung bis zur perfekten Welle
Lokales Brandenburg/Havel Auf dem Sprung bis zur perfekten Welle
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11:55 05.09.2016
Gekonnte Sprünge auf dem Beetzsee, wo sich am Wochenende Wakeboarder aus ganz Deutschland trafen. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

Am Wochenende fand an der Regattastrecke die zweite Vodafone German Wakeboard Open statt. Die Sportler hinter den Booten zeigten in Qualifikation und Finals ihr Können und wurden von einem sportlichen Rahmenprogramm begleitet.

Die jungen Teilnehmer auf dem See

Die Tribüne an der Regattastrecke füllt sich nur langsam an diesem zweiten Tag der Open. Es ist Samstagmittag und die jüngeren Teilnehmer unter 14 Jahren fahren ihre Qualifikation. Über einen Lautsprecher ertönt in einem ununterbrochenen Redeschwall die Stimme eines Kommentators, begleitet von Popmusik.

Dominik Lindemann (36), Vorsitzender des WakeCubs Deutschland, Organisator der Open Wakeboard Opern Meisterschaft auf dem Beetzsee. Quelle: Annika Jensen

Dominik Lindemann (36), Vorsitzender des WakeClub Deutschland und Organisator der Veranstaltung, ist begeistert von der Regattastrecke. „Es ist der ideale Austragungsort“, sagt er. „Ich muss ein riesiges Dankeschön an die Stadt richten, mit der die Zusammenarbeit so unkompliziert war. Die Infrastruktur der Regattastrecke ist top. Sie bietet alles, was der Wakeboard-Sport am Boot braucht.“

Begeistert vom großen Bildschirm

Besonders begeistert ist Lindemann von dem großen Bildschirm im Wasser. Eine Drohne fliegt den Surfern hinterher und nimmt alles auf. „Gleichzeitig werden die Fahrten der Teilnehmer live ins Internet gestreamt. So können Familie, Freunde und Interessierte auf der ganzen Welt zuschauen.“

Lindemann betreibt neben dem Verein eine Wakeboard-Schule in Potsdam. Er wolle den Sport bekannter machen. „Egal ob jung oder alt, jeder kann sich ausprobieren“, so Lindemann. „Wenn man einmal aufs Wasser geht und die ersten Meter auf dem Board hinter sich gelassen hat, lässt einen der Sport nicht mehr los“, behauptet der durchtrainierte Mann.

Meister und Vizemeister

Viele Schüler seien im Verein aktiv. Ein dreimaliger deutscher Meister ist Mitglied im Verein, Lindemann selbst wurde einmal deutscher Meister und einmal deutscher Vizemeister.

Wanley Fendrich (11) aus Hünxe in NRW, amtierender Vize deutscher Meister in seiner Altersgruppe, erstplatzierter in den Qualis, rechts: Finn Andrezak (10) aus Potsdam Quelle: Annika Jensen

Einer, der auf dem besten Weg ist, einer der Großen in der Szene zu werden, ist der elfjährige Wanley. Er ist mit seinen Eltern Sabine und Markus Fendrich aus Hünxe im Ruhrgebiet angereist und hat gute Chance, den Wettbewerb in seiner Altersgruppe zu gewinnen. Sie sitzen in den Zuschauerrängen und erzählen.

Gerade hat Wanley seine Quali-Fahrt hinter sich gebracht und ist wieder in T-Shirt und Hose geschlüpft. Im vergangenen Jahr hat er die deutsche Meisterschaft in Leipzig gewonnen. In Köln ist er dieses Jahr Vize-Meister geworden. Und in Brandenburg? Im vergangenen Jahr hat er die Open gewonnen. „Die Quali-Fahrt heute hätte besser sein können. Die Rolle hat nicht komplett geklappt. Ich bin zweimal gestürzt“, sagt Wanley.

Toller Seitwärtssalto

Gerade kommt sein Freund Finn Andrezak (10) auf einem Roller angefahren. Er hat die Ergebnisse der Quali-Fahrten im Gepäck. Wanley hat die höchste Punktzahl von allen erreicht und kann vom besten, also dem letzten Startplatz loslegen.

„So kann ich die anderen vorher beobachten und meine Fahrt entsprechend ausführen. Das ist ein großer Vorteil.“ Die Eltern sind stolz. „Er fährt, seit er acht Jahre alt ist. Für sein Alter ist er schon sehr weit“, berichtet sein Vater und fügt stolz hinzu: „Wanley war heute der einzige in seiner Gruppe, der einen Seitwärtssalto gemacht hat.“

Zufrieden mit dem Ergebnis

Durch die Eltern, die den Sport selbst seit 15 Jahren aktiv betreiben, wurde der Elfjährige zum Wakeborader. „Ich mag den Sport sehr, weil ich beim Fahren vollkommen abschalten kann“, erzählt das Talent. Auch sein Potsdamer Freund Finn konnte sich einen guten Starterplatz erfahren. „Ich bin super zufrieden mit dem zweiten Platz“, sagt er und fährt mit seinem Roller nervös auf und ab.

Von Annika Jensen

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