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Brandenburg/Havel Auf den Katerspuren von Werner Klemke
Lokales Brandenburg/Havel Auf den Katerspuren von Werner Klemke
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19:40 14.03.2016
Am Grab von Werner Klemke und seiner Frau Gertrud. Quelle: privat
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Brandenburg/H

Werner Klemke (1917-1994) hatte es mit den Katern. Immer und immer wieder setzte sie der Berliner Grafiker für Titelblätter der Zeitschrift „Das Magazin“ in den Mittelpunkt. Einige dieser Bilder dienen jetzt den Brandenburger Bücherkindern als Inspiration. Jedes Kind wählte eines dieser Klemke-Bilder und verfasste dazu eine passende Kurzgeschichte. Daraus soll in diesem Jahr ein Buch entstehen – so sind die Bücherkinder.

Zuletzt hatten die Kinder „Till Eulenspiegel“ am Wickel und ersannen neue Streiche. Mit Armin Schubert und Dietmar Block schufen sie Stück für Stück zwei Dutzend Bücher. So soll es nun mit den Kater-Geschichten und Werner Klemke gehen.

Armin Schubert, langjähriger Leiter der Galerie Sonnensegel und Initiator des Bücherkinder-Projektes, hatte den Grafiker Klemke schon lange im Blick. „Er ist so vielseitig“, schwärmt Schubert. Als Buchgestalter und Illustrator, Gebrauchsgrafiker und Hochschullehrer in der DDR hinterließ Klemke viele Spuren. Dass man ihm erst jetzt und gerade noch rechtzeitig vor dem 100. Geburtstag ein Ehrengrab in Berlin gewährt, sei eine späte Genugtuung, sagt Schubert. „Das wollte man diesem Mann so viele Jahre vewähren.“

Am Wochenende waren die Bücherkinder nach Berlin gefahren. Sie besuchten das Grab von Werner Klemke und seiner Frau Gertrud. Und sie schauten in dem Haus vorbei, in dem der Künstler all die Kater- und anderen Bilder geschaffen. Das Original-Atelier dient Christine Klemke, die jüngste Tochter, zwar inzwischen als Küche. Doch bei Nudeln mit Tomatensauce lauschten die jungen Brandenburger gespannt, was es über Klemke zu berichten gab.

Die Geschichten, etwa vom Kater, der mit einer Rakete ins All geschossen wird, „setzen wir nun in langer Kleinarbeit in unserem Gutenberg-Druckladen mit der Hand“, berichtet Schubert. Künstler Dietmar Block leitet die Kinder an, eigene Illustrationen zu schaffen – „in der alten Technik mit dem Schabkarton“, sagt Schubert.

20 Bücher sollen so entstehen, für jedes Kind eines und für Förderer und Mitstreiter. Noch allerdings gebe es keine Förderung für das Projekt. Doch Armin Schubert wäre nicht er selbst, wenn nicht auch die Klippe umschiffen würde.

Von Heiko Hesse

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