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Brandenburg/Havel Auf den Spuren der Brandenburger Altstädter
Lokales Brandenburg/Havel Auf den Spuren der Brandenburger Altstädter
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16:20 23.12.2015
Historische Aufnahme der Lehmann-Fabrik in Brandenburg an der Havel. Quelle: Repro: Marcus Alert
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Brandenburg/H

Die Kaufhäuser, die Gaststätten, die Hinterhöfe und die Bäder waren bereits in den vergangenen zwei Jahrzehnten Themen des Silvesterspazierganges. In diesem Jahr präsentiert die Stadtführerin Gabriele Gobi „Die Altstädter und ihre Geschichten“.

Einer der Altstädter, der den Namen Brandenburg in die weite Welt trug, war der Spielzeugfabrikant Ernst Paul Lehmann, seines Zeichens auch Kommerzienrat. Er exportiere sein mechanisches Blechspielzeug in die weite Welt. Jeden Morgen soll er aus dem kleinen Erkerfenster seiner Jugendstil-Villa in der Plauer Straße heraus beobachtet haben, wer etwa zu spät zur Arbeit kommt. Da konnte er den Überlieferungen zu Folge sehr garstig werden. Auf der anderen Seite war Lehmann aber auch wieder sehr großzügig. Er schenkte der Stadt sein Haus in der Ritterstraße, um dort ein Museum einzurichten, finanzierte das Denkmal Friedrichs des Großen auf dem Nicolaiplatz, die Kurfürsten-Tafel am Plauer Torturm oder auch den Aufgang zum Marienberg.

Stationen des Spaziergangs

Ein Brandenburger, dem für so viel Großzügigkeit das nötige Kleingeld fehlte, war Fritze Bollmann. Trotzdem stimmt fast jede Reisegruppe, egal woher sie kommt, am Brunnen in der Hauptstraße das Lied über den berühmten Angler an. Der wohnte nicht nur in der Altstadt, sondern starb dort auch. Der Barbier war im Jahre 1901 einer der letzten Patienten des alten Krankenhauses im ehemaligen Syndikatshaus.

Die Stadtführerin Gabriele Gobi. Quelle: Marcus Alert

Das steht in Nachbarschaft zum Roland, der viel zu erzählen hätte. Obwohl er eigentlich ein Neustädter ist, wird natürlich auch er Thema sein. Einige Schritte weiter sind die Köpfe von vier Altstädtern in einem 1911/12 geschaffenen Portal verewigt, die sich bereits im Mittelalter verdient um die Altstadt gemacht haben: der Bürgermeister Simon Roter, der Dichter Nikolaus Upslacht, der Bürgermeister Johann von Bensdorf und der Stadtschreiber Zacharias Garcäus. Wieder einige Meter weiter treffen die Spaziergänger dann auf die Spuren einer Frau, auf die von Gertrud von Saldern. Diese ist, weil sie der Altstadt den Bischofshof als Schulgebäude geschenkt hat, die Namensgeberin des von Saldern-Gymnasiums.

Treffpunkt ist am Gotischen Haus

Start ist wie gewohnt um 13.30 Uhr vorm Gotischen Haus in der Ritterstraße, das bereits ab 12.30 Uhr zur Besichtigung offensteht. Sogar in den Keller kommt man dank des Kulturmanagers Tim Freudenberg, der alle nötigen Schlüssel dabei hat. Traditionell gibt es vom Tourismusverein zu Beginn einen Bollmannschnaps und die Stadtwerke spendieren wieder einen Kalender. Nach der Begrüßung und dem obligatorischen Foto durch Hans-Uwe Salge, geht es mit drei Stadtführern durch die Brandenburger Altstadt. Ziel ist wie immer der Brandenburger Dom, wo man dann ab 16 Uhr mit dem Silvesterkonzert den Nachmittag ausklingen lassen kann. Voranmeldungen sind für den Spaziergang nicht nötig.

Von Marcus Alert

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