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Brandenburg/Havel Auf den lokalen Spuren von Loriot
Lokales Brandenburg/Havel Auf den lokalen Spuren von Loriot
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18:51 13.03.2018
Mit Nordic-Walking-Trainerin Sylke Rossek (re.) und MAZ-Redakteur Heiko Hesse (m.) ging es „Fit und gesund“ durch Brandenburg. Quelle: Sally-Charell Delin
Brandenburg/H

Ein großes Gebäude aus rotem Backsteingemäuer, das Landesbehördenhaus. Dass dieses Haus mal ein Wohnhaus war, kann man sich heute noch schwer vorstellen. Doch genau hier, in der Magdeburger Straße 51 in Brandenburg an der Havel wird Bernhard-Victor (Vicco) von Bülow – später als Loriot berühmt worden – am 12. November 1923 geboren.

An diesem Montag fast 95 Jahre später ist der Himmel über dem Gebäude von dunklen Wolken durchzogen, es fallen dicke Tropfen herab. Und dort, wo damals das Leben dieses großen Künstlers begann, startet auch an diesem Tag etwas: Hier haben sich zehn Frauen und Männer zusammengefunden, um gemeinsam auf Loriots Spuren durch Brandenburg zu walken.

Besuch beim Waldmops auf dem Altstädtischen Markt. Quelle: Sally-Charell Delin

Obwohl Loriot schon mit vier Jahren nach Berlin-Wilmersdorf zog und später viele Jahre am Starnberger See lebte, ist er immer ein Brandenburger geblieben. Zahlreiche Orte in der Stadt erinnern auch heute noch an den 2011 verstorbenen Humoristen.

In der „Fit und gesund in den Frühling“-Woche der MAZ begeben sich MAZ-Redakteur Heiko Hesse und Nordic-Walking-Trainerin Sylke Rossek auf diese Spuren Loriots. Zehn motivierte Walker ließen sich nicht von dem tristen Wetter abschrecken und kamen zu Loriots Geburtshaus, wo die Tour der Gesundheits-Woche startete.

Rauskommen aus dem Alltag

Mit dabei Läufer, die gerade morgens erst den letzten Lauf hinter sich hatten, aber auch Walking-Neulinge. „Ich wollte mal etwas für meine Gesundheit tun und auch mal etwas rauskommen aus dem Alltag“, erzählt eine der Teilnehmerinnen. Trotz des Regens sind über die Hälfte der Teilnehmer mit Walking-Stöcken unterwegs, die bunten Kapuzen tief in die Gesichter gezogen. Wer möchte, kann zum Regenschirm ausweichen.

Auf der knapp fünf Kilometer langen Tour stoppt die Gruppe an neun Orten: Vor dem Dom, in dessen Museum 1985 eine Loriot-Ausstellung 1985 zu sehen war, und auch vor dem Altstädischen Rathaus, vor dem ein kleiner Waldmops zu sehen ist.

Ehrenbürgerwürde seiner Geburtsstadt

Der Waldmops war immer wieder Thema im Werk von Vicco von Bülow, dem 1983 im Altstädtischen Rathaus die Ehrenbürgerwürde seiner Geburtsstadt verliehen worden ist. Zwei Dutzend dieser Möpse finden sich in der Innenstadt, ein paar sollen noch dazu kommen. Schöpferin dieser Erinnerung ist die Bildhauerin Clara Walter, die im Jahr 2014 den entsprechenden Wettbewerb gewonnen hatte.

Im Brandenburger Dom zeigte Loriot 1985 viele seiner Werke. Quelle: Sally-Charell Delin

Während der rund zweistündigen Tour regnet es zwar ununterbrochen, doch MAZ-Redakteur Heiko Hesse hat an vielen Orten kleine Geschichten parat, die den Teilnehmern ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern. Denn der Redakteur, der nebenher Stadtführungen gibt, hat sich nicht nur den typischen Geschichtsstoff zu Loriot angelesen, sondern vor allem mit Zeitzeugen gesprochen und verleiht der ganzen Tour dadurch ein authentisches Gefühl.

Zwar hat Loriot nur die ersten Jahre seines Lebens hier verbracht, trotzdem war Brandenburg immer wieder auch Thema in seinen Reden und Texten.

Männchen mit der berühmten Knollnase

Sein Erfolg begann mit dem Männchen mit der berühmten Knollnase: Es war eine der ersten Karikaturen von Loriot. Und diese ist auch das letzte, das Loriot der Stadt zeichnete.

Als er im Jahr 2009 zum letzten Mal nach Brandenburg kam, hinterließ ein solches Männchen im Gästebuch der Stadt – ins Goldene Buch hatte er sich schon 1996 eingetragen. Und auch die vielen schönen Geschichten um Loriot werden der Stadt immer erhalten bleiben.

Von Sally-Charell Delin

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