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Brandenburg/Havel Auf der Schwelle in die Erwachsenen-Welt
Lokales Brandenburg/Havel Auf der Schwelle in die Erwachsenen-Welt
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15:19 29.04.2018
Der große Tag ist da: Die Jugendfeier 2018 im Brandenburger Audimax. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Aufgeregt standen vor dem Audimax der Technischen Hochschule am Sonnabend viele Jungen und Mädchen in festlicher Kleidung. Die Eltern und Großeltern, mit Blumensträußen in der Hand, waren nicht weniger nervös. Der Humanistische Regionalverband Brandenburg/Belzig hatte auch 2018 wieder die Achtklässler aus den Schulen der Havelstadt zu den Jugendfeiern eingeladen.

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Hunderte von Jugendlichen lauschten am 28. April gebannt den Worten der Festrednerin Anke Domscheit-Berg. Und genossen ihren großen Tag.

Offensichtlich überzeugt das Programm des Verbandes, den Schritt ins Erwachsenenleben feierlich und inhaltlich gut vorbereitet zu begehen. Waren es 2017 noch 360 Schüler, hatten sich 2018 bereits 420 angemeldet. Axel Krause, Leiter des Regionalverbandes, verwies darauf, dass nach den drei Veranstaltungen am Sonnabend kommendes Wochenende drei weitere folgten.

Das Bild gleicht dem vom vorigen Jahr, ähnelt dem vor fünf bis zehn Jahren, und lässt Erinnerungen der Erwachsenen an die Jugendweihe wach werden. Die kunstvollen Locken der Mädchen, die unsicheren Schritte in den hohen Schuhen, die Jungs ein wenig steif in ihren schicken Hemden und Hosen. Chelsea Neidel aus der Klasse 8c der Oberschule Nord gesteht, dass sie mächtig aufgeregt sei. „Im Mittelpunkt stehen, wo so viele Leute sind, ist nicht alltäglich.“ Nach dem Festakt wird gefeiert, gutes Essen, fröhlich in der Familie zusammensitzen.

Prominente Festredner

Die Jugendfeiern sind ein Familienfest, es soll eine schöne Party werden, der Tag unvergesslich. „Aber“, so betont Axel Krause, „der politische Aspekt der Veranstaltung ist gewollt“. Der Regionalleiter ist stolz darauf, die Tradition der Jugendweihen nach 1990 fortsetzen zu können. Der politische Inhalt hat sich geändert, aber die Ermunterung zur Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft ist wichtiger als je zuvor. Deshalb ist es zu würdigen, dass die Festredner sorgfältig ausgesucht wurden, in Hinsicht darauf, den jungen Menschen wirklich etwas zu sagen, sie anzuregen zum Nachdenken.

Am Samstag waren es Ralf Holzschuher, Steffen Scheller und Anke Domscheit-Berg, die parteilose Politikerin, die im Bundestag für die Linken sitzt. Sie sagte gegenüber der MAZ, dass sie in ihrer Festrede nicht über Alltagspolitik polemisieren werde. „Ich will den Jugendlichen die Angst vor der Zukunft nehmen, ihnen Chancen und Möglichkeiten erklären und ihnen Mut machen, Träume anzunehmen.“

„Wer lernen möchte, der kriegt das auch hin!“

Sympathisch erzählt die 1968 in der DDR Geborene anhand von Episoden, plädiert für Offenheit und Neugier. Ihr Traum sei Wohlstand für alle. Ihre Vision eine Gesellschaft, in der alle einen kostenlosen Zugang zur Bildung hätten. „Wer lernen möchte“, gab sie den Jungen und Mädchen mit auf den Weg, „der kriegt das auch hin.“

Man hätte sich gewünscht, dass so manch ein Vater, der übereifrig bemüht war, fotografisch alles festzuhalten, was im Audimax geschah, genauso zugehört hätte. Überhaupt seien die Eltern an diesem Tag oft lauter als ihre Kinder, sagt Moderator Tobias Borchers, der das nun schon vier Jahre lang beobachtet.

Eine schöne Idee ist die Bildpräsentation mit den Jungen und Mädchen, die sich mit offenen Gesichtern zeigen. Ein letztes Mal sehen die Eltern so auf der Leinwand ihre Kinder als Kinder…“Ich beneide Euch“, sagte die Festrednerin, „es ist eine aufregende Zeit, in der Ihr erwachsen werdet.“

Von Brigitte Einbrodt

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