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Brandenburg/Havel Auf ein Selfie mit Landesvater Woidke
Lokales Brandenburg/Havel Auf ein Selfie mit Landesvater Woidke
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11:56 09.10.2015
Recht freundlich, bitte: Tobias Willems (links) reiste auf Einladung des Landes zu den Einheitsfeiern in Frankfurt am Main. Quelle: privat
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Brandenburg an der Havel

Einmal den Großen der Republik ganz nah sein, in Krawatte und Anzug dazugehören – diesen Traum konnte sich Tobias Willems am vergangenen Wochenende erfüllen. Auf Einladung der Landesregierung weilte der 18-jährige Brandenburger ein Wochenende lang in Frankfurt am Main, um dort hochoffiziell die Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit hautnah mitzuerleben.

Tobias war Teil der „9. Delegation“, zu der insgesamt 15 zumeist junge Brandenburger gehörten. Jedes Bundesland entsandte als Dank für ihre ehrenamtliche Arbeit eine Gruppe von gesellschaftlich engagierten Menschen nach Hessen.

Vorgeschlagen von Band-Mitglied

Wie Tobias zu der Ehre kam, kann er gar nicht mehr so recht beantworten. „Über drei Ecken“ hätte ihn ein Mitglied seiner Band, der Bigband der hiesigen Musikschule, bei der Landesregierung in Potsdam vorgeschlagen. Schnell folgten ein telefonischer Check, die schriftliche Zusage und schon saß der 18-Jährige im ICE gen Mainmetropole.

Etwas unscharf, aber dennoch gut zu erkennen: Tobias und die anderen Mitglieder der Brandenburger Delegation hautnah neben Bundespräsident Gauck (vorn rechts). Quelle: privat

„Die Eindrücke dort waren gigantisch“, strahlt der junge Mann noch Tage später von den Erlebnissen und meint damit nicht nur die Frankfurter Skyline. Immerhin sei der am Einheitstag live aus der Alten Oper im Fernsehen übertragene Festakt der Höhepunkt der Reise gewesen. Die Honoratioren gaben sich zur 25-Jahr-Feier die Klinke in die Hand – Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Joachim Gauck nebst Lebenspartnerin und Brandenburgs Landeschef Dietmar Woidke ließen sich die Teilnahme an den Feierlichkeiten selbstredend nicht nehmen.

Plötzlich zwischen den großen Persönlichkeiten

Dabei stets mittendrin statt nur am Rand: Tobias Willems. „Die Zeremonie ging unter die Haut“, sagt er rückblickend zu der von einem Live-Orchester begleiteten Veranstaltung. „Es wurde auch ein filmischer Rückblick der letzten 25 Jahre Deutschland gezeigt, das ging mir sehr unter die Haut – auch wenn ich erst sieben Jahre nach der Wiedervereinigung geboren bin.“

Natürlich wurde die Einheitsfeier von vielen Sicherheitsleuten beschützt. Für ein Selfie mit Tobias Willems nahmen sich diese Polizisten aber dennoch Zeit. Quelle: privat

Überhaupt bedeute ihm die friedliche Revolution in Deutschland ab 1989 eine ganze Menge, sagt der 18-Jährige. „Unser Leben würde heute ganz anders aussehen, würde die Mauer noch stehen“, ist er überzeugt.

Ehrenamtliches Engagement am Altsaxophon

Natürlich ist er auch ein bisschen stolz darauf, einer der Handverlesenen gewesen zu sein, die in Frankfurt dabei sein durften. Verdient hat sich Tobias den Dank für sein Engagement vor allem durch ungezählte Auftritte. Seit acht Jahren spielt er Altsaxophon, ist seit einiger Zeit Mitglied der Bigband und hat dadurch viele Kontakte knüpfen können. Nicht von ungefähr begleitet er regelmäßig Veranstaltungen musikalisch, so zum Beispiel der Euthanasie-Gedenkstätte. „Ich tue das gern“, bleibt Tobias bescheiden. Auch wenn es für den oft enormen Zeitaufwand keine Vergütung gibt.

Die Brandenburger Delegation um Tobias Willems (3.v.l.) am Mainufer. Quelle: privat

Auch bei den Einheitsfeierlichkeiten gab es einen straffen Zeitplan, doch den empfand Tobias nicht als Stress. Im Gegenteil: „Nach dem offiziellen Akt lud die Bundesregierung noch zu einem lockeren Zusammenkommen, bei dem es fast keine Berührungsängste gab“, berichtet Tobias. Vor allem Dietmar Woidke und Joachim Gauck hinterließen bei ihm einen positiven Eindruck, „auch wenn Gauck leider keine Zeit für ein Selfie hatte.“ Immerhin gelang ihm eines mit Woidke, der sich als Quasi-Chef der Brandenburger Delegation viel Zeit für „seine“ Gäste nahm.

Dass er am späten Abend beim Feiern in einem eigens angemieteten Edel-Club dann nicht mehr dabei war, ließ sich aber doch verschmerzen, scherzt Tobias Willems. „Es war cool, dass sich die Organisatoren Gedanken gemacht haben, wie sie uns jungen Leuten etwas Gutes tun können“, sagt er rückblickend. Auch durch unzählige Fotos wird Tobias den Zweitagestrip immer in guter Erinnerung behalten – „auch wenn es mit dem Präsidenten-Selfie nicht ganz geklappt hat.“

Von Philip Rißling

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