Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Auf sie mit Gebrüll - Angriff der Wikinger
Lokales Brandenburg/Havel Auf sie mit Gebrüll - Angriff der Wikinger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:30 28.03.2016
Nordische Krieger stürzen sich ins Kampfgetümmel. Verletzt wurde niemand. Quelle: Jürgen Krumnow
Anzeige
Brandenburg/H.

An drei Tagen bestimmten sie das Geschehen im Slawendorf. Erst am Montagabend brachen die 135 Händler, Handwerker und Krieger im bekannten Brandenburger Freilichtmuseum ihre Zelte ab, in denen sie nach Art der Wikinger genächtigt hatten. Und sie waren zufrieden mit der Aufmerksamkeit, die ihnen von den vielen Besuchern entgegen gebracht worden war. Das sagte jedenfalls Uwe Schirm, der Organisator dieses zweiten frühmittelalterlichen Geschehens.

Ohne sich auch nur einen Augenblick zu langweilen, brachten die Besucher in der Regel gleich mehrere Stunden dort zu. Die Töpfer, Waffenschmiede, Weber, Drechsler, Schnitzer, Hersteller von Schuhen und Schmuck und anderen Gegenständen für den Gebrauch im Haushalt, für die Jagd oder den Kampf gegen Feinde hielten viel Sehenswertes bereit.

„Mit allem was wir zeigen, herstellen oder vorführen, bemühen wir uns so authentisch wie möglich zu sein“, sagte Uwe Schirm, der seit zehn Jahren solche Märkte organisiert und sich als Berufswikinger bezeichnet. „Wir haben uns mit dem Mittelalter und insbesondere mit dem Leben der Wikinger befasst“, erklärte der 59-Jährige, der von der Kopfbedeckung über den Perlenschmuck, den Kittel, die Hosen und die Schuhe wie ein nordischer Krieger gewandet ist.

Bogenmacher Lars bei der Arbeit. Quelle: Jürgen Krumnow

Wer neugierig war, und das waren offensichtlich nicht wenige Besucher, begegnete belesenen Leuten. Während der in der slawischen Hochburg Bautzen geborene Bogen- und Pfeilschnitzer Lars ein langes Holzstück bearbeitete, erfuhr man, dass man sich für die Herstellung eines Bogens Zeit nehmen muss. „Bogen und Pfeil sind anspruchsvolle Präzisionswerkzeuge“, sagt Lars, der sein Geld als Kunststoffbearbeiter im Flugzeugbau verdient.

Beruf? Wikinger! Uwe Schirm organisierte das Mittelalterspektakel im Slawendorf. Quelle: Jürgen Krumnow

Während der Bogenschnitzer einem Jungen erklärte, dass man außer aus Pappel und Nadelholz aus jedem Holz Bogen fertigen kann, erklärte nebenan ein Wikinger einem Besucher, was Rus-Wikinger waren. Wikinger nämlich, die Russland ihren Namen gaben und Nowgorod und Kiew gründeten. „Sie waren vor allem Händler und Seefahrer“, erklärte er. Doch Kämpfer offenbar auch, wie sich bei den Waffen- und Kampfvorführungen inmitten der von vielen Zuschauern besetzten Wälle zeigen sollte.

Zuvor wurden Waffen und die unterschiedliche Gewandung der Kämpfer und die Kampfweise erklärt. „Wie heute die Größe des Autos waren zu dieser Zeit Waffen und Gewandung Spiegelbild des sozialen Status des Betreffenden“, erklärte der Moderator. In Hörweite des Getümmels saß seelenruhig die Heilerin und Schamanin Ananda. Sie wusste genau, Verwundete werden den Weg zu ihr finden. „Und wer verliert, dem vertreibe ich die Depressionen“, sagte sie.

Von Jürgen Krumnow

Brandenburg/Havel Osterfest im Naturschutzzentrum - Krugpark öffnete Hasenbäckerei

Augen auf beim Osterspaziergang: Für die Kleinen gab es im Naturschutzzentrum Krugpark so einige Überraschungen zu entdecken. Dafür hatten die Mitarbeiter gesorgt. Beim traditionellen Osterfest waren hunderte Familien mit ihren Kindern dabei. Kinder konnten sich ihre Osterhasen selbst backen.

28.03.2016
Brandenburg/Havel Birgit Fischer in der Kunstmühle Mötzow - Fotokunst mit frischem Spargel

Wasser, Sonne, Beetzsee – das sind die Leidenschaften von Birgit Fischer. Mit 50 neuen Aufnahmen überrascht die einstige Kanuweltklasse-Athletin bei einer Ausstellung, die in der Kunstmühle auf dem Domstiftsgut in Mötzow eröffnet wurde. Ihre Fotos kommen ganz ohne technische Raffinessen aus.

28.03.2016

Tausende besuchten am Wochenende die Osterfeuer rund um Brandenburg. Längst nicht alle Veranstalter können auf ein massenwirksames Spektakel wie in Trechwitz verweisen. Beim Sportverein in Rogäsen ging es dafür gemütlich zu. Sogar der Osterhase war da.

28.03.2016
Anzeige