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Aufladen für die Energiewende

Neues Kompetenzzentrum in Götz Aufladen für die Energiewende

Wie lässt sich die Energiewende praktisch realisieren? Mit diesen Fragen wird sich das Zentrum für Gewebeförderung in Götz in Zukunft verstärkt beschäftigen. In einem bundesweit einmaligen Projekt will die Einrichtung Kompetenzen für die Speicherung von Energie und das Management von Energiesystemen bündeln.

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Das Zentrum für Gewerbeförderung in Götz steht vor einer neuen Herausforderung. Technologien für die Energiewende werden zu einem wichtigen Betätigungsfeld.

Quelle: Heike Schulze

Götz. Mit dem eigenen Haus oder in der eigenen Firma Strom erzeugen - und dann verbrauchen, wenn er gebraucht wird. So soll die Zukunft aussehen. Doch ohne Hightech-Batterien funktioniert die dezentrale Energieversorgung nicht. Nun will das Zentrum für Gewerbeförderung in Götz bei der Einführung neuester Technologien für die intelligente Steuerung von Energiesystemen ganz vorn mitspielen.

Schwerpunkt Weiterbildung

Die Handwerkskammer Potsdam bietet in ihrem Zentrum für Gewerbeförderung in Götz umfangreiche Angebote für die Weiterbildung im westbrandenburgischen Handwerk. In den Lehrwerkstätten findet auch die überbetriebliche Lehrunterweisung statt.

Als Selbstverwaltungseinrichtung ist die Handwerkskammer Potsdam zuständige für die Landkreise Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark, Prignitz, Teltow-Fläming und die Städte Potsdam und Brandenburg.

Es gibt 17 300 Mitgliedsbetriebe mit mehr als 70 000 Beschäftigten. Vertreten sind alle Branchen. Vor allem aus dem Bau- und Ausbaugewerbe, Elektro und Metall, Holz, Bekleidung und Textiel, Reinigung und Nahrungsmittel.

„Speichertechnik wird zum Massenprodukt“, ist René Hönig überzeugt. Der Ingenieur ist dabei ein bundesweit einmaliges Projekt in der von der Handwerkskammer Potsdam getragenen Einrichtung umzusetzen. Für rund 3,7 Millionen Euro soll unter dem Dach der Ausbildungsstätte ein Kompetenzzentrum für Energiespeicherung und Energiesystemmanagement (KomZet ESM) aufgebaut werden. Die Götzer hatten sich zuvor im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbes durchgesetzt. Das besondere Schulungsprojekt wird mit Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg unterstützt.

Projektleiter René Hönig

Projektleiter René Hönig.

Quelle: Rüdiger Böhme

„Zu den Hauptzielen unseres aufzubauenden Kompetenzzentrums gehört unter anderem die frühzeitige Fachkräftesicherung für diesen Markt, dem enorme Wachstumsprognosen vorausgesagt werden“, sagte Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam in dieser Woche beim Start des Projektes. Mit ins Boot geholt werden sollen führende Hersteller von Energiespeichern und Steuerungssystemen, um selbst zwei Versuchsflächen aufbauen zu können. Energetisch autark sollen sowohl das Praxishaus als auch die Metallwerkstatt als Beispiel für eine mittelständische Firma werden.

Neben der praktischen Erprobung neuer Technologien soll das Zusammenspiel von Theorie und Praxis einer neuen Ausbildungsrichtung dienen. Dabei handelt es sich um den bislang unbekannten Fachwirt für Energiespeicherung und Energiesystemmanagement. Im Kern geht es dabei um eine Zusatzqualifikation für Beschäftigte aus Handwerk und Industrie. Nach dem Vorbild von Gebäudeenergieberatern sollen diese in Zukunft das Rüstzeug bekommen, um private und gewerbliche Anwender vor einer Installation beraten zu können. So werden praxisorientierte Lehrgänge zu einem Schwerpunkt der Arbeit im Kompetenzzentrum werden.

Das Praxishaus des Gewerbezentrums wird in das Projekt einbezogen

Das Praxishaus des Gewerbezentrums wird in das Projekt einbezogen.

Quelle: Heike Schulze

Zur Vorstellung des geplanten Kompetenzzentrums war auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) nach Götz gereist. Er nannte den Netzausbau und brauchbare Speichertechnologien als die wirklichen Herausforderungen der Energiewende. „Ich erwarte, dass Götz dabei zu einem Aushängeschild wird. Nur mit praktischen Lösungen für den Alltag werden sich künftige Nutzer von den neuen Technologien überzeugen lassen.“ Projektleiter Hönig geht davon aus, dass Anfang 2017 die erste Energietechnik im neuen Kompetenzzentrum installiert wird.

 

Von Frank Bürstenbinder

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