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Aug’ in Aug’ mit Gasturbine Marion

MAZ-Schulreporter 2.0 in Brandenburg Aug’ in Aug’ mit Gasturbine Marion

Neuntklässler der Oberschule Nord haben als MAZ-Schulreporter das Heizkraftwerk der Stadtwerke Brandenburg in der Upstallstraße besichtigt. Was das Heizkraftwerk mit einem Airbus A 320 gemeinsam hat, wissen die 14-Jährigen jetzt genau und weitere spannende Details.

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Neuntklässler der Oberschule Nord besichtigen als MAZ-Schulreporter das Heizkraftwerk der Stadtwerke Brandenburg in der Upstallstraße.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Der Deutsch-Leistungskurs der neunten Klassen hat mit seiner Lehrerin Gabriele Freyer von der Oberschule Nord das Heizkraftwerk der Stadtwerke Brandenburg in der Upstallstraße besichtigt. Ronald Peters, Leiter des Heizkraftwerkes seit 2013, gelang es mit spannenden technischen Daten, die Jugendlichen in den Bann zu ziehen. Denn wer steht schon neben einer Gasturbine namens Marion im Wert von 12 Millionen Euro?

Auch deswegen führt Gabriele Freyer, die seit Jahren mit ihren Schülern am MAZ-Schulreporter-Projekt teilnimmt, ihren Deutschkurs immer wieder zu den Exkursionen ins Heizkraftwerk. Möglich machen das die Stadtwerke (StWB), die Kooperationspartner des medienpädagogischen vierwöchigen Projektes sind. Im elften Jahr des Schulprojektes, das für die Schulen kostenlos ist, nehmen noch bis zum 9. Dezember 1444 Jugendliche der 7. bis 10. Klassen in der Stadt Brandenburg, in Potsdam und in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Havelland teil.

Das Heizkraftwerk entstand in zwei Bauabschnitten 1996 und 1997. „Das Kraftwerk, wie es hier steht, hat einmal 72 Millionen D-Mark gekostet – also mit Blumen und allem drum und dran“, berichtet Ronald Peters. Es ersetzte drei ältere Heizwerke. Von der Upstallstraße aus werden die Wohngebiete in Nord und Hohenstücken, die Technische Hochschule, die Automeile, die Feuerwehr-Leitstelle und die Stadtverwaltung versorgt. Im Schichtdienst arbeiten die zehn Mitarbeiter dort an 365 Tagen im Jahr, um die Versorgung der Haushalte abzusichern. In der Netzwerkstelle arbeitet ein weiterer Kollege, „der macht den Bereich Strom und Gas“.

Das Gaswerk hat vier Kessel, die mit Gas oder im Notfall über Öl betrieben werden können und zwei Brenner.

Die beiden Gasturbinen kommen aus der Flugzeugtechnik. „Solche hängen auch unter dem Airbus A 320.“ Staunende Blicke. Eine Turbine braucht 5200 Kubikmeter pro Stunde Gas. „Da geht schon richtig was zur Sache“, so Peters.

Für den Fall, dass Öl nötig ist, gibt es einen Tank, der 4 Millionen Liter fasst. „Das ist unser Ersatzbrennstoff für den Ernstfall.“ Zusätzlich ist das Heizkraftwerk über ein Notstromaggregat abgesichert.

Was nun kommt, könnte auch die Arbeitsbeschreibung eines Kfz-Monteurs sein. „Sichtkontrollen, mal ein Ölwechsel, Kühlwasser nachfüllen und Schrauben nachziehen, das wird durch die Kollegen selbst gemacht.“

Die so genannte Warte in der Upstallstraße kontrolliert alle Erzeugeranlagen, dazu zählt neben dem Heizkraftwerk, das Heizwerk in der Caasmannstraße und zwei Blockheizkraftwerke in der Zauche- und Warschauer Straße. „Von hier aus wird auch unsere Kälteanlage im Klinikum überwacht, dort machen wir aus Wärme Kälte.“ Ein solche Kälteanlage betreiben die Stadtwerke zudem im Gesundheitszentrum am Bahnhof.

Auch der Physikkurs der Oberschule Nord wäre auf seine Kosten gekommen bei der Schilderung des Prinzips Kraft- Wärme-Koppelung, nach dem das Heizkraftwerk arbeitet. „Unsere Turbinen können Strom erzeugen, wenn sie auch die Wärme loswerden.“ Täglich wird anhand der Wetterstation auf dem Gelände und anderer Daten der Bedarf der Haushalte an Wärme berechnet. „Wir planen danach, wie lange welche Maschine eingesetzt wird“, berichtet Peters.„Das Wasser für die Fernwärme wird hier aufbereitet und landete in den Wohnungen. Wir versorgen bis in den Heizkörper mit Wasser.“ Jeder mit einem leuchtend blauen Helm auf dem Kopf zu ihrer Sicherheit, besichtigen die Schüler dann die Heizkraftanlage.

Von den Stadtwerken sind die Oberschüler angetan. Einer der Höhepunkte in diesen vier Wochen des Projektes MAZ-Schulreporter 2.0 war das Fahren mit den StWB-Elektrorädern, berichtet die 14-jährige Carmen Haase. „Einfach klasse!“

Von Marion von Imhoff

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