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Aus Brandruine entsteht neue Gaststätte

Wiederaufbau am Wusterwitzer See Aus Brandruine entsteht neue Gaststätte

Bis Mitte Oktober soll der Wiederaufbau der Weihnachten 2013 bis auf die Mauern niedergebrannten Gaststätte am Wusterwitzer See abgeschlossen sein. Den Termin bestätigte Planer und Überwacher Rüdiger Reißig vom Berliner Architekturbüro Civitas am Mittwoch der MAZ.

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Für die neue Gaststätte gab es im April das Richtfest. Der Wusterwitzer Zimmerer Christian Güssow sagte den Spruch auf, Bürgermeister Ronald Melchert hörte zu.

Quelle: Amt Wusterwitz

Wusterwitz. Allerdings fand dieser Baurapport zwar mit Firmenchefs, aber ohne Bauarbeiter statt. Derzeit, so der Eindruck des Laien, stag niert es ein bisschen.  „Die neuen Fenster und Türen kommen in der 27. Kalenderwoche“, erklärt Bauelemente-Chef Dirk Winkelmann aus Plaue. Sie seien im Werk bestellt, die Lieferzeit liege Minimum nun mal bei acht Wochen.

„Erst wenn die Holzisolierglasfenster eingebaut sind, kann es mit Fassade, Metalldacheindeckung und Innenausbau weitergehen“, so Reißig, der im Auftrag der Kommune bereits 2008 die Sanierung und Umgestaltung des ehemaligen Sportlerheims zur Gaststätte begleitete. Mit dem Wiederaufbau, an dem sieben Firmen der Region beteiligt sind, sei im März begonnen worden. Der Rohbau durch Deichsel-Bau aus Rathenow und die hölzerne Dachkonstruktion sind fertig. Richtfest wurde Ende April gefeiert.

„Die Bedingungen für die Gastronomie werden verbessert und der benachbarte Bereich für die Kanuten verkleinert“, erklärt der Planer. Der Gastraum ist um 15 auf 110 Quadratmeter vergrößert worden. Auch die jetzt 30 Quadratmeter umfassende Küche ist geräumiger und bietet Lagerfläche. Personalräume, die vorher fehlten, und eine barrierefreie Toilette seien nun vorhanden.

„Innerhalb der bestehenden Grundfläche haben wir eine Neuordnung vorgenommen“, sagt Reißig. Die Bausumme liegt laut Amtsdirektorin Gudrun Liebener bei 503.000 Euro. Weitere 63.000 Euro hatte die vor einem Jahr im Auftrag der Versicherung erfolgte Beseitigung der verkohlten Rückstände nebst Entkernung gekostet. Bis auf 81.000 Euro für die Wertverbesserung, welche die Gemeinde Wusterwitz bestreitet, wird alles andere über die Gebäudeversicherung finanziert. „Was wir genau kriegen, steht erst seit kurzem fest“, so Liebener.

Der Wiederaufbau wird auf ausdrücklichen Wunsch der Gemeinderatsfraktionen von einer Arbeitsgruppe begleitet. Das Objekt in direkter Seelage bleibt in Hand der Kommune und wird wie bisher von der Wohnungsbaugesellschaft Ziesar verwaltet. „Trotz zweimaliger Ausschreibung gibt es leider noch keinen Mietinteressenten für die Gaststätte“, bedauert Liebener. Der griechische Restaurantbetreiber hatte nach dem Brand das Handtuch geworfen.

Selbst fast anderthalb Jahre nach dem Feuer ist noch immer unklar, ob die Ursache ein technischer Defekt oder Brandstiftung war. Offenbar gibt es einen Gutachterstreit. Wie Christoph Lange von der Staatsanwaltschaft Potsdam auf MAZ-Anfrage sagte, seien sich Brandsachverständiger und Landeskriminalamt nicht einig. Ein ausländerfeindlicher Hintergrund ist nach bisheriger Erkenntnis auszuschließen.

Von Claudia Nack

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