Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Aus der Leere danach

Kurzfilm „Sexgeschichten“ erzählt wahre Begebenheit Aus der Leere danach

Christoph Ziehl und Sven Pinke, zwei Filmemacher aus Brandenburg an der Havel, haben erst kürzlich ihr neuestes Werk veröffentlicht. In dem zwölfminütigen Film "Sexgeschichten", dessen Inhalt Pinke nach eigenen Worten in ähnlicher Weise selbst erlebt hat, geht er erstmals mit einem erschütternden Teil seiner eigenen Geschichte an die Öffentlichkeit.

Voriger Artikel
„Attraktiv in allen Sparten“
Nächster Artikel
Studentin (22) ringt weiter mit dem Tod

Christoph Ziehl (v.) und Sven Pinke (r.) beim Dreh zu „Sexgeschichten“.

Quelle: Aiek Kinowski

Brandenburg an der Havel. Sven Pinke und Christoph Ziehl sind überzeugt davon, dass das Leben die besten Geschichten schreibt. Die beiden Filmemacher sind sich einig: Sie liegen förmlich auf der Straße. „Man muss nur mit offenen Augen durch die Welt laufen“, sagen sie.

Kurzfilme sind ihr Metier, „Pink Target“ das Label, unter dem sie ihre Werke veröffentlichen. „Call Girl“ und „Wald der Toten“ heißen ihre bisherigen Kurzfilme, jeweils filmische Ausflüge ins Fiktive. Nun haben sich die beiden Freunde auf die Fahnen geschrieben, die wirklich echten Geschichten zu adaptieren und auf die Leinwand zu bringen. „Wir finden es absolut spannend, wirklich Erlebtes zu verfilmen“, sagt Ziehl. „Jeder hat doch im Laufe seines Lebens verrückte, absurde, traurige oder sehr persönliche Situationen erlebt, die es Wert wären, filmisch festgehalten zu werden“, fügt Pinke an.

Genau das versuchen die beiden gelernten Mediengestalter, mit ihrem neuen Film „Sexgeschichten“ umzusetzen. Dass sie schon allein mit dem Titel die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist den beiden bewusst.

Wer den Film sieht, wird in seiner Erwartung zunächst auch zu einhundert Prozent bestätigt. In Nahaufnahme zu sehen ist ein junges Paar, das sich offensichtlich gerade erst auf einer Party kennen gelernt hat und sich spontan in einem schäbigen Lager in schummrigem Licht seinen Gelüsten hingibt. Es sind wenige Minuten der Ekstase – leidenschaftlich, aber auch flüchtig und vergänglich.

Info

Wer „Sexgeschichten“ sehen will, surft auf youtube.com/user/pinktargetfilms

Äußerst realistisch gelingt es Pinke und Ziehl, die dann folgenden Momente einzufangen. „Die Leere danach“, wie Sven Pinke es formuliert. „Die Leidenschaft ist verflogen, man bewegt sich am Rande der peinlichen Stille, weiß nicht, was man sagen oder tun soll.“

Die beiden Protagonisten, Jugendtheater-Schauspieler Bella Wedjelek und Lucas Weißbach, sinken zu Boden, rauchen eine Tüte Marihuana, teilen sich ein Bier. Es entfaltet sich ein Gespräch, das eine plötzliche und hochgradig persönliche Wendung nimmt. Eine zufällige Begegnung, ein ergreifender Moment, ehrlich und schmerzhaft. Wie dieser aussieht, kann an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden.

Pinke selbst hat das Geschehen nach eigener Aussage in ganz ähnlicher Form erlebt. Für ihn war es an der Zeit, das zu erzählen – einen ganz persönlichen Teil seiner ganz persönlichen Geschichte. Er ist froh, dass er das gemeinsam mit seinem Freund realisieren konnte.

Am vergangenen Freitag lief „Sexgeschichten“, zunächst einmalig, als Vorfilm im Kino. Sehr zufrieden mit Resonanz und Reaktionen zeigt sich Christoph Ziehl, der glaubt: „Wir haben die Leute mit dieser Geschichte scheinbar wirklich gerührt.“

Von Philip Rißling

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg