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Brandenburg/Havel Ausländische Informatiker für Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel Ausländische Informatiker für Brandenburg
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19:09 18.03.2016
Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit Moslem Sorkhmayd, Mbatchou Elvice, Annette Strauß (AWW) und Burghilde Wieneke-Toutaoui. Quelle: J. Lauterbach
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Brandenburg/H

Wenn ein Iraner und ein Kameruner den deutschen Außenminister treffen, dann muss es gar nicht um diffizile diplomatische Probleme gehen. Der Anlass kann erfreulich sein. So wie am Freitagnachmittag in der Technischen Hochschule Brandenburg (THB). Dort erlebte Frank Walter Steinmeier den Start des Projekts „IQ Brandenburg – Brückenkurse für Akademiker“. Die THB möchte Informatiker aus fremden Ländern für den Arbeitsmarkt der Region fit machen.

In der Stadt und der Region Brandenburg leben Ausländer, die in ihrer Heimat erfolgreich studiert haben, zum Beispiel Informatik. Zu dieser Gruppe gehören Moslem Sorkhmayd aus dem Iran und Mbatchou Elvice Didie aus dem Kamerun. Die beiden 29 Jahre alten Männer sind in ihrem Fach zu Hause, aber noch nicht ganz in Deutschland. Beide sprechen schon ganz gut deutsch, aber noch nicht gut genug, um sich an einem anspruchsvollen Arbeitsplatz komplett zurechtzufinden.

Erfolgreiche Informatik-Studenten

Die beiden Informatiker leben schon eine Weile in Brandenburg, der Asylbewerber aus dem Kamerun hat bereits als Gasthörer Seminare an der THB gemacht. Doch die Wissenschaftler sind noch nicht vertraut mit den Sitten und Gebräuchen der Deutschen. Der Staat möchte solche Akademiker gern für den deutschen Arbeitsmarkt gewinnen und daher fördert er „Integration durch Qualifizierung (IQ)“.

Die THB ist mit einem Teilprojekt an diesem Förderprogramm beteiligt, das im Mai richtig anfangen soll. Das Startsignal, neudeutsch Kick-off, gaben am Freitag der Wahlkreisabgeordnete Minister Steinmeier und THB-Präsidentin Burghilde Wieneke-Toutaoui.

Ausländer, die schon länger hier leben, aber auch relativ frisch angekommene Flüchtlinge erhalten die Chance, an der Qualifizierung teilzunehmen, die an der THB läuft, von der Agentur für wissenschaftliche Weiterbildung und Wissenstransfer (AWW) und Partnern organisiert wird und die Brücke in den regionalen Arbeitsmarkt sein will.

Ein Jahr lang intensiver Sprachunterricht

Ein Jahr lang erhalten die ersten zwanzig Teilnehmer intensiven Sprachunterricht, durchlaufen ein Praktikum in einem Betrieb der Region und lernen, was es mit der deutschen Gesellschaft, ihrer Kultur und ihrem Rechtssystem auf sich hat. Im zweiten Halbjahr steht die fachliche und praktische Fortbildung im Vordergrund.

Nicht jeder ist für das Projekt geeignet. Teilnehmer müssen einen Hochschulabschluss in Informatik mitbringen, Grundkenntnisse in Deutsch haben und einen gesicherten Aufenthaltsstatus in Deutschland. Das kann neu ankommende Flüchtlinge einschließen.

„Mit diesem Projekt tragen wir dazu bei, die Fachkräfte gemeinsam mit unseren Partnern fit zu machen für den Arbeitsmarkt“, sagt die THB-Präsidentin. Sie verwies beim Projektstart darauf, dass jedes dritte Unternehmen im Land nach Fachkräften suche. Im Blick hat Wieneke-Toutaoui dabei die mittleren und kleinen Unternehmen in der Region.

Die Förderung läuft bis 2018. Im besten Fall könnten also 60 Teilnehmer am Ende Arbeit in der Informatikbranche gefunden haben.

Von Jürgen Lauterbach

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