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Außenminister überbringt 10 000-Euro-Scheck

Brandenburg an der Havel Außenminister überbringt 10 000-Euro-Scheck

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) stiftet der ehrenamtlichen Initiative des Flüchtlingsnetzwerks in Brandenburg an der Havel satte 10 000 Euro Preisgeld. Zudem zeichnet er das Projekt als „Ehrenamt des Monats“. aus.

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Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch im Wichernhaus am Dienstag. Pfarrer Jens Meiburg (links daneben) nahm den Preis entgegen.

Quelle: MALO

Brandenburg/H. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag dem Flüchtlingsnetzwerk Brandenburg an der Havel 10 000 Euro gespendet. Es ist das Geld, das der hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete für seine Auszeichnung mit dem Ökumenischen Preis 2016 der Katholischen Akademie in Bayern erhalten hat. Zugleich ehrte er das Projekt als „Ehrenamt des Monats“. Im Flüchtlingsnetzwerk engagieren sich nach Angaben der hauptamtlichen Koordinatorin Bärbel Böer 150 Brandenburger. Ziel sei es, den rund 1000 Flüchtlingen in der Havelstadt Kontakt zu Deutschen zu vermitteln und zu helfen, die deutsche Sprache zu lernen. Steinmeier erhielt den Preis mit der Begründung der Akademie, sein politisches Handeln zeige, welche Kraft christliche Überzeugung innewohnt. So formulierte es im Juli Akademiedirektor Florian Schüller.

Steinmeier betonte am Dienstag, er habe mit seinem Preisgeld unbedingt ein ökumenisches Projekt auszeichnen wollen. Im Flüchtlingsnetzwerk arbeiten Protestanten, Katholiken und Konfessionslose in ihrer Freizeit zusammen. Zudem gehe es ihm auch darum, das Ehrenamt zu würdigen, betonte Steinmeier. „Die Politiker in Berlin können so gut oder schlecht sein, wie sie wollen: Das Leben vor Ort wird dadurch bestimmt, dass sich Menschen über ihren Beruf hinaus ehrenamtlich um den Nächsten kümmern.“

Pfarrer Jens Meiburg nahm den Preis entgegen. Er gehört zu den Mitbegründern, die im Dezember 2014 das Flüchtlingsnetzwerk aufbauten. Dieses fasst die vielen ehrenamtlichen Projekte für die Menschen aus Krisen- und Kriegsregionen in der Stadt zusammen.

Eines davon ist etwa der Havelgarten, eine Initiative, die im Sommer auch den Umweltpreis der Stadt Brandenburg erhalten hat. 2500 Quadratmeter Brache sind dabei von Flüchtlingen und Brandenburgern in einen Garten umgewandelt worden. Auch Zelte aus Weidenhölzern sind entstanden, „in denen auch schon gebetet worden ist“, berichtete Bärbel Bröer Außenminister Steinmeier in den Räumen des Wichernhauses des Christlichen Vereins Junger Menschen.

Dort bietet das Flüchtlingsnetzwerk jeden Mittwoch von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr das Begegnungstreffen „Café Melting Pot“ an, der Begriff steht für „Schmelztiegel“. Zehn bis 30 Menschen, Einheimische und Flüchtlinge, kommen dort jede Woche in Kontakt. „Wir können mit der Spende ehrenamtliches Engagement voranbringen“, sagte Pfarrer Meiburg auch im Hinblick auf diese Arbeit.

Eine Fahrradwerkstatt soll nun ins Leben gerufen werden, in der Geflüchtete und Ehrenamtliche gespendete Fahrräder reparieren können. Die meisten der Flüchtlingen geschenkten Fahrräder seien leider defekt und nicht fahrtüchtig, sagte Boer. Im Aufbau ist zudem ein Dolmetscher-Verein.

Das Flüchtlingsnetzwerk arbeitet auch über Patenschaften. „Wir brauchen Menschen, die über Patenschaften bereit sind, Beziehungen zu den Menschen aufzubauen“, sagte Meiburg am Rande der Festveranstaltung.

Von Marion von Imhoff

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