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Ausstellung in Brandenburg huldigt Anne Frank

Ausstellung in der Johanniskirche Ausstellung in Brandenburg huldigt Anne Frank

Im Juni wird eine aufwendig gestaltete Wanderausstellung über das kurze Leben der von den Nazis ermordeten Anne Frank in Brandenburg an der Havel zu sehen sein. Veranstalter ist die Begegnungsstätte Gollwitz. Die Schau richtet sich vor allem an Jugendliche. Ein Zeitzeugengespräch wird wohl der emotionale Höhepunkt der Ausstellung sein.

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Quelle: Anne rank Fonds

Brandenburg/H. Es ist der Jahreshöhepunkt im Wirken der Begegnungsstätte Schloss Gollwitz, so nennt es deren Geschäftsführer Niels Haberlandt: die Ausstellung über Anne Frank vom 1. Juni an bis zum 28. Juni in der Sankt Johanniskirche in Brandenburg. Betitelt ist die Schau mit „Deine Anne – Ein Mädchen schreibt Geschichte“. Emotionaler Höhepunkt wird dabei sicher der Besuch von Anne Franks Schulfreundin Jacqueline van Maarsen sein, die für ein Zeitzeugengespräch aus Holland zur Begegnungsstätte Gollwitz anreisen wird.

Anne Frank ist mit ihrem Tagebuch weltberühmt geworden. Sie starb, ermordet von den Nationalsozialisten, mit 15 Jahren. Anne Frank wurde zum Symbol des Holocaust. Das jüdische Mädchen, das 1929 in Frankfurt am Main geboren wurde und im Konzentrationslager Bergen-Belsen bei Celle starb, war mit seinen Eltern und der Schwester 1934 in die Niederlande geflohen. Von 1942 an bis zu ihrer Verhaftung am 4. August 1944 lebte die Familie in einem Versteck in einem Hinterhaus in Amsterdam.

Anne Frank wurde mit ihrem Tagebuch berühmt

Nach dem Verrat des Verstecks an die Gestapo wurde die Familie verhaftet und vier Wochen später mit dem letzten Zug mit 1000 Juden nach Auschwitz gebracht. Annes Mutter starb in Auschwitz-Birkenau. Anne und ihre Schwester Margot vermutlich an Fleckfieber aufgrund der katastrophalen Zustände in Bergen-Belsen. Annes Vater überlebte als einziger. Er veröffentlichte nach dem Krieg Annes Tagebuch, das sie in den zwei Jahren im Versteck geschrieben hatte. Otto Frank starb 1980 in der Schweiz.

„Die Vorbereitungen für die Ausstellung laufen auf Hochtouren“, sagt Haberlandt. Zielgruppe der Wanderausstellung des Anne-Frank-Zentrums in Berlin sind insbesondere Jugendliche ab zwölf Jahren. Eine Besonderheit geht speziell darauf ein, denn es werden auch junge Brandenburger sein, die Schülern die Ausstellung erläutern werden. „Jugendliche begleiten Jugendliche“ heißt dieses Konzept. In einem Seminar lernen die Jugendlichen alles Wichtige, um als kompetente Ansprechpartner den Ausstellungsbesuchern zur Seite zu stehen. „Im Mai werden die Jugendlichen in der Begegnungsstätte ausgebildet werden“, kündigt Haberlandt an.

Schulklassen können Projekttage abhalten

Für Schulklassen gibt es zudem vom 15. bis 17. Juni oder vom 22. bis 24. Juni die kostenlose Möglichkeit für Projekttage in der Begegnungsstätte Schloss Gollwitz. „Schicksale von Jüdinnen und Juden in der Stadt Brandenburg und Umgebung“ lautet der Titel.

Schon am 19. Mai eröffnet die Fotoausstellung „Anne Frank und ihre Familie“ mit Bildern, die Annes Vater Otto Frank gemacht hat. Erwartet wird am 2. Juni im Gotischen Haus Gideon Botsch vom Moses Mendelsohn Zentrum Potsdam mit einem Vortrag über die Antisemismusforschung. Es gibt Vorführungen des gerade erst angelaufenen Films „Das Tagebuch der Anne Frank“ für Schulklassen. Im Fontane-Club läuft der Film am 10. Juni auch öffentlich. Ein besonderer Film ist „Die Kinder von Chabannes – Zum Schicksal der Rabbinerfamilie Rosenzweig aus der Stadt Brandenburg an der Havel“ im Gotischen Haus am 23. Juni.

Auch die Euthanasie-Gedenkstätte wirkt am Begleitprogramm der Anne-Frank-Ausstellung mit. Veranstalter ist neben dem Hauptakteur Begegnunggstätte Gollwitz die Stadt Brandenburg. Weitere Infos und Anmeldungen unter 03381/213860, bildung@stiftunggollwitz.de und www.stiftunggollwitz.de.

Von Marion von Imhoff

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