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Brandenburg/Havel Ausstellung über Katharinenbaumeister Heinrich Brunsberg
Lokales Brandenburg/Havel Ausstellung über Katharinenbaumeister Heinrich Brunsberg
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14:12 28.01.2019
Die St. Katharinenkirche ist die Pfarrkirche der Neustadt Brandenburg und wurde im Jahre 1401 errichtet. Quelle: Stefan Melchior
Brandenburg/H

Heinrich Brunsberg war ein deutscher Architekt, der die mittelalterliche Backsteingotik im östlichen Norddeutschland prägte. Er wurde um 1350 im baltischen Raum geboren. Es wird vermutet, dass er aus der Stadt Braunsberg stammt. 1372 erwarb er das Bürgerrecht in Danzig, wo für 1378 ein Grundbesitz auf seinem Namen nachweisbar ist. Um 1400 wurde er erstmals im „liber qurelarum“ der Stadt Stettin erwähnt.

Mit der Jahreszahl 1401 nennt eine Inschrift an der Nordkapelle der Katharinenkirche in der Neustadt Brandenburg ihn als Baumeister des Kirchenbaus. Aus dem Jahr 1428 stammt die letzte Erwähnung in den geistlichen Verlassungsbüchern Stettins. Vermutlich ist er bald danach dort verstorben, spätestens aber 1435 nach der Fertigstellung der Marienkapelle an der St. Katharinenkirche in Brandenburg.

Rekonstruktion aus nachgebrannten Formsteinen des 20. Jahrhunderts und den Originalfiguren der Heiligen Amalberga und Katharina - hier in der Ausstellung über Kaiser Karl IV. in Potsdam 2016. Quelle: Heiko Hesse

Heinrich Brunsberg ist neben den Parlern, einer aus Schwäbisch Gmünd stammenden Familie von Steinmetzen, Bildhauern und Baumeistern, einer der bedeutendsten und auf dem Gebiet der Backsteinarchitektur einer der wenigen namentlich bekannten mittelalterlichen Baumeister im südlichen Ostseeraum. Er wirkte um 1400 vor allem in Pommern und in der Mark Brandenburg.

Deutsch-polnische Ausstellung

Die zweisprachige (polnisch-deutsch) Fotoausstellung „Innovation und Tradition – Hinrich Brunsberg und die spätgotische Backsteinarchitektur in Pommern und der Mark Brandenburg“ beleuchtet das Werk Brunsbergs, einem der bedeutendsten spätgotischen Baumeister.

Anhand von Kirchen, Rathäusern und Stadttoren in Pommern, Brandenburg und der Neumark wird die für Brunsberg typische bauliche Gestaltung einer aufwendigen und dekorativen Zierarchitektur vorgestellt, die in der Regel mit modernen Bau- und Raumformen der Zeit verbunden wurde. Sie zeigt, dass Pommern und Brandenburg um 1400 einem einheitlichen Kulturraum angehörten.

Ergänzt wird die Schau durch originale Bauelemente, darunter ein erstmalig präsentiertes, bei den Sanierungsarbeiten gefundenes Fenstermaßwerk des Pauliklosters.

Eine weitere Besonderheit der Ausstellung sind die von der ursprünglichen Fassadengestaltung der Katharinenkirche einzig im Original erhaltenen beiden Figuren der heiligen Katharina und der Amalberga, die 2016 für die Ausstellung „Karl IV. “ in Potsdam restauriert worden sind. Die Skulpturen selbst befanden sich zuletzt an der nördlichen Chorfassade und wurden vor Jahren dem Historischen Verein für das Stadtmuseum übergeben.

Die Ausstellung ist ein Projekt des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Kooperation mit dem Nationalmuseum in Stettin und der Erzdiözese Stettin-Cammin, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, kuratiert von Dirk Schumann.

Die öffentliche Vernissage ist am 7. Februar um 17.30 Uhr im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg an der Havel. Der Kurator führt durch die Ausstellung. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 28. April, täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr.

Die mit seinem Namen verbundenen Bauwerke gehören zur Blütephase der Spätgotik in der Region. Die Ausstellung stellt an Hand der Kirchen, Rathäuser und Stadttore in Pommern, Brandenburg und der Neumark die für Brunsberg typische bauliche Gestaltung einer aufwendigen und dekorativen Zierarchitektur vor, die in der Regel mit modernen Bau- und Raumformen der Zeit verbunden ist. Auch will sie zeigen, dass die Mark Brandenburg und Pommern um 1400 einem einheitlichen Kulturraum angehörten.

Mehr über die Katharinenkirche erfährt man hier

Eine Inschrift an der Nordkapelle der Katharinenkirche in Brandenburg besagt, dass der Meister Hinrich Brunsberg von Stettin die Kirche 1401 errichtet habe. Diese Inschrift bildet den Ausgangspunkt, eine charakteristische Architekturgestaltung mit seinem Namen zu verbinden.

Der markante Giebel der Nordkapelle der St. Katharinenkirche in Brandenburg an der Havel gehört zu den prägenden Bauten der norddeutschen Backsteingotik. Quelle: Heiko Hesse

Über das Leben Hinrich Brunsbergs ist wenig überliefert. Erstmals greifbar wird sein charakteristischer Dekor aus aufwendigen Formsteinprofilen, feingliedrigen Maßwerkfüllungen und Ziergiebeln an dem um 1389 fertiggestellten Chor der Marienkirche im pommerschen Stargard. Bauwerke mit vergleichbarer Gestaltung finden sich in Stettin, Königsberg in der Neumark, Prenzlau, Gartz und Tangermünde.

Hinrich Brunsberg war nicht allein in leitender Position auf diesen Baustellen tätig. 1411 sind in Brandenburg der Stettiner Baumeister Nikolaus Craft und 1412 in Prenzlau der ebenfalls aus Stettin stammende und sicher mit Hinrich verwandte Claus Brunsberg nachweisbar, die für die moderne Technologie sowie den charakteristischen Dekor verantwortlich zeichneten.

Die St. Katharinenkirche gehört heute noch zu den besonderen Sakralbauten im Land Brandenburg. Quelle: Heiko Hesse

Die von Dirk Schumann im Auftrag des Deutschen Kulturforums östliches Europa konzipierte zweisprachige Fotoausstellung mit Fotografien des Berliner Fotografen Thomas Voßbeck wurde in Kooperation mit dem Nationalmuseum in Stettin und dem Erzdiözese Stettin-Cammin realisiert.

St. Katharinen verfügte über viele Jahrhunderte über eine der wichtigsten Kirchenbibliotheken Norddeutschlands.

Von Michael Schneider

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