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Brandenburg/Havel Auszeichnung für elf engagierte Ehrenamtler
Lokales Brandenburg/Havel Auszeichnung für elf engagierte Ehrenamtler
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17:09 04.12.2018
Dienst im Sinne der Gemeinschaft: Elf Ehrenamtler werden für ihre besonderes Engagement gewürdigt. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Insgesamt etwa 15 Millionen Menschen engagieren sich bundesweit in einer ehrenamtlichen Tätigkeit und helfen mit ihrem einfallsreichen Engagement, aktuelle gesellschaftliche Probleme anzugehen und zu bearbeiten.

Sie helfen im Naturschutz, als Sporttrainer, kümmern sich um Nachbarn, sind Lesepaten an Schulen oder in der Feuerwehr aktiv. Und das, ohne einen Cent für ihre Bemühungen zu erhalten.

Anlässlich des Weltbehindertentages am 3. Dezember sowie des Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember fand am Montagabend im Theater in Brandenburg an der Havel eine Festveranstaltung statt, bei der insgesamt elf dieser Ehrenamtler der Havelstadt für ihre Arbeit in den verschiedensten Vereinen, Verbänden und Institutionen ausgezeichnet wurden.

„Dieser Tag hat durchaus seine Berechtigung“, sagt Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU), der in seiner Begrüßung das Ehrenamt vor zahlreichen Gästen würdigte. „Allerdings ist es falsch, diese Menschen einmal im Jahr zu loben und dann zu vergessen - der Respekt gebührt Ehrenamtlern zu jedem Tag.“ Denn diese tragen mit ihrem freiwilligen Einsatz und ihrer Kreativität zum Fortschritt und Zusammenhalt der Stadt bei. „Die Arbeit ist solidaritätsstiftend, wie es der Staat nie organisieren könne“, so Scheller. „Dieser ehrenamtliche Einsatz gibt unserer Gesellschaft ein menschliches Gesicht.“

Elf Ehrenamtler der Havelstadt wurden im Theater für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet.

Und diese Gesichter sind so verschieden, wie die Arbeit, die sie verrichten. „Für mich ist Ehrenamtliche Tätigkeit selbstverständlich“, sagt beispielsweise Kerstin Neitzel, die als stellvertretende Vereinsvorsitzende des Stadtmarketingvereins den jährlichen Brandenburger Türmetag organisiert. „Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich mittlerweile die Türme an der Backe habe“, so Neitzel. „So zehn Jahre dürften das schon sein.“

Zwar sei ihre Tätigkeit keiner Rede wert, aber es sei zumindest schön, dass man sich mal in dieser Runde treffen könne um zu plaudern. Eine Bescheidenheit, die viele der ebenfalls Geehrten teilen.

„Diese Ehrung gilt nicht nur mir, sondern allen, die im Havelgarten tätig sind“, sagt Monika Böhling-Fießinger, Ehrenamtlerin in der Brandenburgischen katholischen Gemeinde seit 2006. Sie organisiert Treffen von einheimischen und zugewanderten Mitbürgern und unterstützt und begleitet ausländische Familien. Die Ehrenamtlerin führt zudem den Interkulturellen Garten im Stadtteil Nord. „Hier hören wir spannenden und traurige Geschichten bei arabischen Tee und Brötchen mit Kräutern aus dem Garten“, berichtet Böhling-Fießinger. „Diese Arbeit ist ein Geben und Nehmen.“

Dieses gelte ebenfalls für alle weiteren Ausgezeichneten: Bernd Großstück, der seit 2012 in der Schwimmgruppe der Lebenshilfe Brandenburg-Potsdam im Marienbad tätig ist, Birgit Christensen, Regionalsprecherin der Deutschen Selbsthilfevereinigung für Menschen mit Darmkrebs, und Waldemar Bauer, 1. Vorsitzender des Vereins Neue Zeiten, dessen Mitglieder eine schnellstmögliche berufliche soziale Integration erreichen sollen.

Ebenso Erika Karge, seit 1964 Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Göttin, Gerhard Noack vom Bürgerverein pro Kirchmöser, Heinrich Fait vom KGV Landheim, Nancy Petsch von der Kleiderbörse und Volkhard Rädel vom Diakonischen Werk.

Eine ganz besondere Überraschung bot sich Ehrenamtler Wolfgang Link zusätzlich bereits vor der Festveranstaltung. Link ist seit über 30 Jahren in der Havelstadt freiwillig aktiv und erzieht unter anderem Nachwuchssportler im Judo-Verein Budokan zu fairen und verantwortungsvollem Verhalten.

Zwölf seiner Schützlinge besuchten unangekündigt im kompletten Sportdress die Veranstaltung. „Nicht jeder wird bei mir zum Weltmeister, aber wenn sich die Sportler nach Jahren noch bedanken und grüßen, dann geht das runter wie Öl“, sagt Link. „Diese Anteilnahme heute gibt Kraft, als Ehrenamtler weiter zu machen.“

Von Tobias Wagner

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