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Brandenburg/Havel Autobahn lässt Dorf nicht zur Ruhe kommen
Lokales Brandenburg/Havel Autobahn lässt Dorf nicht zur Ruhe kommen
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18:03 03.11.2016
Ohren zu gegen den Dauerlärm an der A 2: Da muss auch Mendy Bliedtner, die Leiterin der Grebsker Kita Haus Sonnenkäfer, verblüfft lachen, wie deutlich ihre Schützlinge den Unmut über den Verkehrslärm zeigen. Im Bildhintergrund: Die als zu niedrig bemängelte Lärmschutzwand der Autobahn. Quelle: Marion von Imhoff
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Grebs

Der Verkehr auf der Autobahn 2 donnert so nah an der Grebser Kita vorbei, dass sich die Kinder die Ohren zuhalten, um ihren Unmut über den Krach deutlich zu machen. „Der Lärm ist doof“, schimpft Emma (5). Die Kita Haus Sonnenkäfer mit 37 Kindern zwischen einem und sechs Jahren liegt fast nur einen Steinwurf von der Autobahn entfernt. Vom Außengelände des Kindergartens ist die Lärmschutzwand deutlich zu sehen.

„Es gibt Grebser, die durch den Lärm Gesundheitsprobleme haben. Aber dass das an der Autobahn liegt, ist den meisten noch gar nicht bewusst“, sagt Ortsvorsteher Willi Insel. Für ihn und seinen Vize Harry Grunert ist der Kampf um besseren Lärmschutz an einer der viel befahrensten deutschen Autobahnen nach mehr als 20 Jahren längst zur Lebensaufgabe geworden. „Wir sind als 620 Grebser einfach zu wenige, in Berlin gäbe es höhere Lärmschutzwände“, sagt Insel. Die Lärmschutzwand anderswo an der A 2 sei hoch wie eine Stadtmauer und in Grebs eher ein Gartenzaun. Nun lässt der Ort erneut messen, wie laut der Schall der täglich über 70 000 Laster und Autos ist.

Alle Versuche sind bisher gescheitert

Doch die Sprecherin des Landesamtes für Straßenwesen, Angelika Mitschka, winkt ab. Die Geräuschimmissionen der Autobahn würden nicht gemessen, sondern berechnet. Und die dabei ermittelten Werte seien zu niedrig und begründeten keinen Handlungsbedarf. „Es gibt keine gesetzliche Grundlage und finanziellen Mittel, um den Grebsern den Gefallen zu tun, dass die Lärmschutzwand erhöht wird. Es ist aussichtslos.“ Auch der Vorschlag, wenigstens nachts eine Tempobegrenzung auf 80 Stundenkilometer einzuführen, „ist schon mehrfach gefordert und abgelehnt worden“.

Hartmut Radtke (l.) ist erst vor wenigen Jahren nach Grebs gezogen. Auch er ist vom Autobahnlärm betroffen. Die Kommunalpolitiker Harry Grunert (M.) und Willi Insel appellieren seit Jahren vergeblich an die Behörden, die Lärmschutzmaßnahmen nachzubessern. Quelle: Marion von Imhoff

Die beiden ehrenamtlichen Kommunalpolitiker Insel und Grunert berichten von Auflagen, die bei Neubauten als passiver Lärmschutz von den Eigentümern zu erfüllen sind. Es könne nicht sein, dass der Bürger immer mehr aufgebürdet bekommt und am Grundübel nichts geändert wird. Es gehe zudem um die Feinstaubbelastung. Insel: „Alle reden vom Lärm des künftigen Flughafens BER, aber der Krach an der A 2 interessiert niemanden.“

Von Marion von Imhoff

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