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Brandenburg/Havel Autodieb rast gegen Stromkasten – Wagen steht unter Strom
Lokales Brandenburg/Havel Autodieb rast gegen Stromkasten – Wagen steht unter Strom
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13:46 23.09.2016
Zwei Polizeibeamte nehmen den Autodieb am Freitagvormittag in Lehnin fest. Quelle: Marion von Imhoff
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Lehnin

Ein mutmaßlicher Autodieb hat in Lehnin am Freitagvormittag einen spektakulären Unfall gebaut. Der 34 Jahre alte Mann raste mit einem in der Nacht zuvor im Raum Düsseldorf gestohlenen silbernen Audi A 6 auf der Flucht vor der Polizei durch Lehnin. In einer 90 Grad-Kurve der Damsdorfer Chaussee verlor er die Kontrolle, schleuderte durch einen Gartenzaun gegen ein Haus und rammte dabei einen Stromkasten. Wie durch ein Wunder wurde der Mann nicht verletzt. Da sein Auto aber die Stromleitungen durchtrennt hatte, war die Lage hochgefährlich. Der Autodieb saß buchstäblich in der Falle.

Lebensgefahr für Polizisten und den Täter

„Kurzschlüsse am Auto sorgten für Funkenflug und qualmende Technik“, sagte Polizeisprecher Oliver Bergholz. Der Täter musste länger als eine halbe Stunde im Fahrzeug ausharren, bis Feuerwehr und Einsatzkräfte den Strom abschalten konnten. Kaum ausgestiegen, nahmen ihn Beamte der Autobahnpolizei fest. „Als wir an das Auto herankamen, hat alles gefunkt und gequalmt. Das Auto stand komplett unter Strom“, sagte Sebastian Seeger, Dienstgruppenleiter der Autobahnpolizei. Das bestätigten die Messungen der Feuerwehrleute an der Karosserie.

Der Autodieb prallte mit dem gestohlenen neun Jahre alten Audi gegen ein Haus in der Damsdorfer Chaussee in Lehnin. Quelle: Marion von Imhoff

Aufgefallen war der Mann Beamten der Autobahnpolizei auf der A 2 in Richtung Frankfurt (Oder). In Höhe der Abfahrt Brandenburg versuchten sie, den Audi zu kontrollieren und dafür den Fahrer mit Blaulicht und Sondersignal zu stoppen. Doch der gab Gas und bretterte mit Tempo 200 über die Autobahn. 120 Stundenkilometer sind dort erlaubt. Der Pole nahm die nahe Abfahrt Lehnin, um seiner Verfolger abzuschütteln.

Waghalsige Überholmanöver auf der Flucht vor der Polizei

Rasend schnell und waghalsig überholte der mutmaßliche Autodieb einen Lastwagen und einen Pkw. Entgegenkommende Autofahrer konnten gerade noch abbremsen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Als sich Audi und Polizeiwagen Lehnin näherten, drosselten die Beamten scharf ihr Tempo. „Das war alles sehr gefährlich auch für die Bevölkerung, hier gibt es Schulen und Kitas“, sagte Seeger. „Wir ließen uns schon in der Nacheile zurückfallen, damit er langsamer fährt. Wir hätten ihn auch zur Not entkommen lassen, um kein Menschenleben zu gefährden.“ Doch dann krachte es auch schon.

Der völlig zerstörte Verteilerkasten, der den Audi unter Strom gesetzt hatte. Quelle: Mairon von Imhoff

Zum Unfallort eilten Rettungskräfte und Feuerwehr aus Lehnin. Ein Mitarbeiter der Edis konnte mit Hilfe der Feuerwehr den Strom abstellen. Vier Streifenwagen, Feuerwehreinsatzfahrzeuge, Krankenwagen und Abschleppdienst waren vor Ort. Schnell bildete sich eine Menschentraube von Schaulustigen an der Unfallstelle.

Die Autobahn-Polizisten haben ihren Einsatzwagen direkt vor der Fahrertür platziert, damit der Autodieb nicht aussteigen und entkommen konnte. Doch daran hinderte ihn zunächst auch der Funkenflug der komplett unter Strom stehenden Karosserie des Audis. Quelle: Marion von Imhoff

Polizisten führten den Polen ab, nachdem dieser aus seiner misslichen Lage befreit war. Der Mann, der keinen festen Wohnsitz hat, wurde in die Polizeiinspektion Brandenburg gebracht und ins Gewahrsam genommen. Eine halbe Stunde später wurde der Audi abgeschleppt. Polizeisprecher Bergholz beziffert den Sachschaden auf 25 000 Euro. Am Audi entstand Totalschaden.

Ein Mitarbeiter der Edis stellte den lebensgefährlichen Strom ab. Eine halbe Stunde musste der Autodieb im Fahrzeug ausharren. Dann konnte er befreit und festgenommen werden. Quelle: Marion von Imhoff

Von Marion von Imhoff

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