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Autofahrer beschimpfen Feuerwehren

Briest: Unfälle auf der Umleitung Autofahrer beschimpfen Feuerwehren

Sie machen nur ihren Job. Doch dafür mussten sich Feuerwehrleute aus dem Amt Beetzsee beschimpfen lassen. Nach einem Unfall auf der Umleitungsstrecke bei Briest sperrten sie die Landesstraße für kurze Zeit. Dafür hatten nicht alle Autofahrer Verständnis.

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Glimpflich ging dieser Unfall am Freitag bei Briest aus.

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Briest. Auf der Umleitungsstrecke zwischen Plaue und Fohrde haben nicht alle Kraftfahrer ihre Autos im Griff. Innerhalb weniger Tage ereigneten sich auf der Landesstraße 962 drei Unfälle. Dabei sind drei Personen verletzt worden. Es gab erheblichen Blechschaden.

Glück im Unglück beim jüngsten Crash hatte eine Brandenburgerin am Freitagfrüh. Sie war offenbar wegen unangepasster Geschwindigkeit in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen, wie die Brandenburger Polizei mitteilte. In Sichtweite vor der Briester Ortseinfahrt landete sie mit ihrem VW in einem Getreidefeld. Die Fahrerin blieb unverletzt, ihr Auto musste abgeschleppt werden. Rettungswagen und Polizei waren an der Unfallstelle im Einsatz. Bereits am Vorabend mussten die Feuerwehren aus Briest, Fohrde und Pritzerbe zu ihrem zweiten Unfalleinsatz auf die Umleitungsstrecke ausrücken. Ebenfalls zwischen Plaue und Briest hatte am Donnerstagabend gegen 21 Uhr eine 22-jährige Ford-Fahrerin die Kontrolle über ihren Wagen verloren. Sie und ihr dreijähriges Kind müssen einen Schutzengel gehabt haben. Denn das Auto überschlug sich nach dem Abkommen von der Straße. Wie durch ein Wunder erlitten Mutter und Kind nur leichte Verletzungen. Sie wurden im Klinikum behandelt.

Schwer verletzt wurde der Insasse dieses VW, der zwischen Krahnepuhl und Briest von der Straße abgekommen war

Schwer verletzt wurde der Insasse dieses VW, der zwischen Krahnepuhl und Briest von der Straße abgekommen war.

Quelle: Christian Griebel

Die Einsatzkräfte mussten sich wegen einer kurzen Vollsperrung der Straße den Frust von anderen Autofahrern anhören. „Einige hatten kein Verständnis für die Sicherungsmaßnahmen“, sagte Beetzsee-Amtsbrandmeister Jan Lehnhardt der MAZ. Genervt von der 15 Kilometer langen Umleitung forderten ungehaltene Verkehrsteilnehmer freie Fahrt. „Doch auf die gereizte Stimmung können unsere Kameraden keine Rücksicht nehmen. Die Sicherung der Unfallstelle steht an erster Stelle. Solange sollten alle Kraftfahrer Ruhe bewahren“, sagte Lehnhardt. Feuerwehrleute verschaffen mit der Sperrung Rettungswagen und Polizei freien Zugang zur Unfallstelle. Auch die eintreffenden Wehren brauchen mit ihren Fahrzeugen Platz, um sich zu organisieren.

Die Unfallserie begann bereits am Sonntag, als ein VW-Fahrer aus dem Bördekreis in der Gegenrichtung zwischen Krahnepuhl und Briest von der Straße schleuderte und gegen einen Baum krachte. Schon dort waren Briest, Fohrde und Pritzerbe im Einsatz. Offensichtlich unterschätzen Kraftfahrer, die sonst nicht auf der Strecke unterwegs sind, die Kurven der Landesstraße 962 zwischen den Ortslagen. Bis zum 12. Mai wird die voll gesperrte B 1 über Fohrde umgeleitet. Amtsbrandmeister Lehnhardt: „Nach drei Unfällen stehen unsere Feuerwehren in Habachtstellung.“

Von Frank Bürstenbinder

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