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Brandenburg/Havel Autonomes Fahren wider Willen in der Klosterstraße
Lokales Brandenburg/Havel Autonomes Fahren wider Willen in der Klosterstraße
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17:35 29.11.2018
Die autonome Fahrt durch die Klosterstraße endete nach einigen Meter an der Hauswand. Quelle: Privat
Brandenburg/H

Geisterfahrer sind das eine, von Geisterhand gesteuerte Autos ein anderes Kaliber. Vor einigen Tagen erlebte ein kleines erlesenes Publikum in den Straßen der Brandenburger Altstadt einen Slapstick-Unfall. Genauer gesagt, in der Klosterstraße.

Einer Autofahrerin aus Potsdam-Mittelmark ist etwas geschehen, was im Grunde jedem passieren könnte. Die Frau ist an jenem Vormittag in Eile, will schnell etwas abholen aus der Stadtverwaltung und dann gleich weiterfahren.

Sie stellt ihr Auto rasch am Rand der Klosterstraße ab, an der in Richtung Plaue Straße linken Seite, und steigt aus. Nur eine Sache vergisst sie im Eifer des Gefechts: die Handbremse anzuziehen. Ihr Citroën versteht dies prompt als Aufforderung, das autonome Fahren zu üben.

Langsam, aber beständig rollt der fahrerlose Wagen im Leerlauf schräg rückwärts in Richtung Plauer Straße. Ein entgegen kommender Autofahrer sieht das Gefährt auf sich zukommen und bremst. In dem Moment hat der Citroën die andere Straßenseite erreicht. Er überwindet den Bordstein, überquert den Bürgersteig und „küsst“ die Wand des neugebauten Wohnhauses von Martina Marx und Ralf Krombholz an der .

„Wir hatten gerade Gäste in der Wohnung und plötzlich sagt ein Besucher: ,Ich glaube, da ist gerade jemand gegen euer Haus gefahren’“, erzählt Ralf Krombholz auf Anfrage. Man geht nach draußen und findet die Vermutung bestätigt.

So wie der entgegen kommende Autofahrer, der bereits die Polizei verständigt hat, wundert sich die kleine Menschenmenge, die sich vor dem Haus versammelt: Warum sitzt niemand am Steuer? Wo ist der Fahrer? Wenig später löst sich alles in Wohlgefallen auf. Die Besitzerin des Citroëns denkt im ersten Moment, als sie zurück auf die Straße kommt: Mein Auto ist weg, gestohlen. Doch im nächsten Augenblick erblickt sie ihren Wagen ein paar Meter weiter an besagter Hauswand.

Endstation Hauswand. Quelle: Privat

Schnell verständigen sich die Beteiligten. Die Frau entschuldigt sich freundlich. Der Sachschaden ist gering, liegt unter 200 Euro, versichert Ralf Krombholz. Und die Versicherung hat den Schaden bereits reguliert.

Am Haus ist lediglich eine Zinkblechabdeckung etwas verbogen und etwas Lackfarbe ist an der Fassade haften geblieben. Die Eigentümer haben noch etwas Außenwandfarbe und können die fremden Farbspuren daher selbst beseitigen.

Die Polizei ist zwar gekommen, sie muss aber nicht tätig werden, weil sich die Unfallgegner schon längst geeinigt haben.

Von Jürgen Lauterbach

Plötzlich versagten die Bremsen. Der Pkw krachte in einen Laden im Einkaufszentrum am Brandenburger Veilchenweg.

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