Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Auweia: Ungeprobt auf der Bühne
Lokales Brandenburg/Havel Auweia: Ungeprobt auf der Bühne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 13.01.2016
Auch ohne Probe wusste die Schauspieler zu überzeugen. Quelle: Foto: Malo
Anzeige
Brandenburg/H

Na die trauen sich was! Hank Teufer und Steffan Drotleff haben sich am Samstagabend im Fontane Klub dem Publikum präsentiert, obwohl sie für das Programm nicht geprobt hatten. Das konnten sie auch nicht, denn sie hatten keins. Stattdessen haben sie Michelle Schmidt mitgebracht. Die hatte ihre CD-Sammlung dabei, um notfalls mit Musik für Stimmung zu sorgen.

Unvorbereitet kamen die beiden Mimen allerdings nicht. Sie hatten nämlich einen Plan. Sie wollten das Publikum zu Komplizen zu machen. Warum? Schauspieler seien faul, erklärte Hank Teufer. Deshalb waren die Zuhörer aufgefordert, selbst Texte mitzubringen, die Drotleff und Teufer auf der Bühne vorlesen wollten - ungeprobt. „Wer übt ist feige“, so Teufer.

Wer hat einen Text mit?

Doch was tun, wenn niemand einen Text dabei hätte? Der kluge Mann sorgt vor. Und wenn sich zwei kluge Männer auf der Bühne treffen, dann haben sie genügend Lesestoff dabei, um auch ohne Textspenden aus dem Publikum den Abend mit Programm zu füllen. Mit einer Sammlung von mehr oder weniger klugen Sprüchen beispielsweise. „Wer ernsthaft erwartet, dass ihm das Arbeitsamt einen Job vermittelt, der rechnet auch damit, dass das Ordnungsamt seine Küche aufräumt.“ Oder ein Zitat von Woody Allen: „Wir saßen zu unchristlicher Zeit in der Notaufnahme, als ein Assistenzarzt erklärte: Ihr Knutschfleck ist gutartig.“

Leicht haben es die Zuhörer Drotleff und Teufer nicht gemacht. Ein Mann fragte verschämt, ob selbst geschriebene Weihnachtslyrik okay wäre. Drotleff und Teufer stimmten zu, schließlich sei es ja schon in elf Monaten und ein paar Tagen wieder so weit. Glücklicherweise hatte der Dichter Humor und konnte gut schreiben. Auch der Text, der von einer Japanischen Weihnachtskerze handelte, erinnerte ans Fest. „Auspack und Freud“ - die Übersetzung der Gebrauchsanweisung aus dem Japanischen war herrlich skurril und weitgehend unverständlich. Das Publikum amüsierte sich köstlich. Keineswegs verständlicher war eine Verlautbarung der Deutschen Post, in der erklärt wurde, wie durch Versacken ein Wertsack zum Wertbeutel wird. Oder war es umgekehrt?

Die Kollegen gequält

Wenn Michelle Schmidt „Spiel mir das Lied vom Tod“ auflegt und Drotleff dazu den Text entsprechend unheilschwanger deklamiert, dann kann auch ein Knöllchen vom Ordnungsamt zur tödlichen Bedrohung werden. Die Zuhörer waren begeistert. Wenig später rettete Schmidt mit ihrer Musik Rezitator und Publikum aus tödlicher Langeweile. „Das ist die Hölle“, ließ sie in voller Lautstärke den Song von Matthias Reim erklingen, als Teufer sich durch einen fünfseitigen Text quälte, der an einem Sonntag in einem geschlossenen Postamt irgendwo in Ostpreußen spielte.

Doch Schmidt konnte auch ziemlich gemein sein. „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“, ´deklamierte Drotleff als Mephisto die bekannte Szene aus Goethes Faust. Dazu spielte die Lady Zorbas Lied, das ja erst ganz langsam anfängt. Doch schließlich wurde der Sirtaki so schnell, dass das Publikum mit dem Klatschen nicht mehr mitkam und Drotleff seinen Vortrag atemlos abbrechen musste.

Von Ann Brünink

Alle Jahre wieder: Kaum hat das neue Jahr begonnen, rufen die Liberalen der Stadt Brandenburg zum Neujahrsempfang ins Axxon-Hotel. Am Sonntagmittag trafen sich dort etwa zehn FDP-Mitglieder und ein gutes Dutzend Vertreter anderer Parteien um das Jahr 2015 Revue passieren zu lassen und auf das neue Jahr zu blicken.

11.01.2016

Der Baubeigeordnete hatte es bereits angekündigt: Nach den vielen Baustellenjahren bis zur Buga kommt nun eine Planungsphase. Deshalb baut vor allem der Bund, die Stadt darf sich daran beteiligen und ausgerechnet die Entlastungsstrecke Zentrumsring wird 2016 die größte Staustelle sein.

13.01.2016
Brandenburg/Havel Vakante Stellen in Brandenburg/Havel - Bei der Feuerwehr brennt die Luft

Brandenburg an der Havel steht vor einem großen Problem. Bei der Feuerwehr brennt es intern. Nicht nur, dass sich insgesamt fünf Feuerwehrleute versetzen ließen – bisher ohne jeden Ersatz. Jetzt musste der Leiter des Rettungsdienstes auch noch gegen seinen Willen in den Ruhestand gehen. Doch das Personalproblem findet damit noch kein Ende.

09.01.2016
Anzeige