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B 1-Brücke bis zu sechs Monate lang gesperrt

Brandenburg an der Havel B 1-Brücke bis zu sechs Monate lang gesperrt

Die am Dienstagabend angekündigte Teilsperrung der B 1 und B 102 in Brandenburg/Havel könnte ein halbes Jahr andauern, erfuhr die MAZ am Mittwoch. Wie berichtet darf der Schwerlastverkehr die Brücke auf der Potsdamer Straße über die Bahngleise nicht mehr passieren und wird weiträumig umgeleitet. Die Polizei kontrolliert und leitet bereits um.

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Um die Mittagszeit winkt die Polizei schwere Lkws bereits aus dem Verkehr, weil sie ab 16 Tonnen Gewicht die Brücke auf der B 1 nicht mehr passieren dürfen.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Die am Dienstagabend angekündigte Teilsperrung der B 1 und B 102 in Brandenburg/Havel könnte ein halbes Jahr andauern, erfuhr die MAZ am Mittwoch. Wie berichtet darf der Schwerlastverkehr die Brücke auf der Potsdamer Straße über die Bahngleise nicht mehr passieren und wird weiträumig umgeleitet. Die Polizei kontrolliert und leitet bereits um.

Innerhalb eines halben Jahres sind im Stadtzentrum von Brandenburg/Havel etwa 2,4 Millionen Pkw und mehr als 100 000 Lastwagen auf der B 1 beziehungsweise B 102 unterwegs. sie alle sind seit spätestens heute Vormittag betroffen von der jüngsten Anordnung des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg.

Brandenburger Polizisten winken den Schwerlastverkehr raus

Inzwischen stehen die Verkehrsschilder, die verheißen, dass kein Schwerlastverkehr die nach behördlicher Auskunft an der Tragwerkskonstruktion stark beschädigte Brücke auf der Potsdamer Straße nahe der Essotankstelle benutzen darf.

Brandenburger Polizisten winken an der Kreuzung  B1/ B102 (Einmündung Wust) die ersten vermutlich noch ahnungslosen Lkw-Fahrer heraus, damit sie wenden und den weiten Umweg über Ziesar nach Brandenburg/Havel antreten.

Wie viel sind 16 Tonnen? Zum Vergleich: Die kleineren Linienbusse der Brandenburger Verkehrsbetriebe wiegen etwa 18 Tonnen, die Gelenkbusse bis zu 28 Tonnen. Sämtliche Linien- und Reisebusse dürfen trotz ihres Übergewichts die heikle Stelle befahren, teilt Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) mit. Amtlich ist das bisher nicht, wie das Erstaunen von Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer der Regiobus Bad Belzig zeigt.

Busse und Versorgungsfahrzeuge erhalten Sondergenehmigung

„Unsere Fahrer berichten, dass sie rausgewunken würden, sonst wüsste ich davon gar nichts“, sagt Hennig. Das Landesamt haben sein Unternehmen nicht wie vorgeschrieben angehört und nicht einmal informiert. „Das ist ein Unding, man erwischt uns auf dem völlig falschen Fuß.

Eine Ausnahmegenehmigung wie Verkehrsunternehmen sollen auch Einsatz- und Versorgungsfahrzeuge, also etwa die Müllfahrzeuge der Mebra, erhalten, teilt Scheller mit. Andere Unternehmen stünden jedoch vor Transportproblemen. Das betrifft, nach seinen Worten nicht nur die Industriebetriebe, sondern beispielsweise auch Baumärkte und den Lebensmitteleinzelhandel.

Das ZF-Getriebewerk in der Caasmannstraße ist bereits damit beschäftigt, die Ladepläne neu zu organisieren. Denn die eng getakteten Lastzüge – etwa 12 bis 15 am Tag – können die bisher geplanten Zeiten wegen der Sperrung nicht mehr einhalten.

Holzschuher fordert Behelfsbrücke

Als offizielle Umfahrungsstrecke weist die Landesbehörde den Weg über die Autobahn-Anschlussstelle Ziesar (A 2), die Landesstraße von Ziesar, Rogäsen und Bensdorf sowie von dort die B 1 nach Brandenburg/Havel aus. Ortskundige werden aber vermutlich alternativ Wege über Reckahn und Göttin oder vielleicht noch Grüningen und Wilhelmsdorf suchen werden.

Der Landtagsabgeordnete Ralf Holzschuher (SPD) fordert, dass der Landesbetrieb Straßenwesen nun schnellstmöglich die Brücken prüfen müsse und auch Sofortmaßnahmen, um die Verkehrseinschränkungen zu beheben. Holzschuher nennt eine schwerlasttaugliche Behelfsbrücke als Option.

Nach nicht bestätigten Informationen der MAZ soll die marode Brücke eher saniert als neu gebaut werden. Doch auch dann wäre mit einer Bauzeit von mindestens vier, eher sechs Monaten zu rechnen. Den genauen Schaden hat das Landesamt noch nicht beschrieben.

Steffen Scheller zufolge wurde die Brücke zuletzt 2013 überprüft worden, ohne dass ein Schaden vom derzeitigen Ausmaß festgestellt worden wäre.

Von Jürgen Lauterbach

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