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Brandenburg/Havel B 1-Brücke wird komplett neu gebaut
Lokales Brandenburg/Havel B 1-Brücke wird komplett neu gebaut
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10:11 21.03.2018
Die Brücke der Potsdamer Straße über der Regionalbahnstrecke ist definitiv nicht mehr zu retten. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Jetzt gibt es Gewissheit: Die Brücke Potsdamer Straße für die B 1/102 ist nicht mehr zu retten und muss durch einen Neubau ersetzt werden. Das sagt Frank Schmidt, der für Planung zuständige Dezernatsleiter im Landesbetrieb Straßenwesen, der die Bundesstraßen im Auftrag der Bundesregierung baut und unterhält.

„Ein Neubau wird in frühestens zwei Jahren realisiert, wir müssen uns mit dem Partner Deutsche Bahn AG ins Benehmen setzen, weil wir die Hauptstrecke Berlin-Hannover überqueren.“ Dazu bedarf es eines so genannten Planfeststellungsverfahrens und einer Kreuzungsvereinbarung mit der DB AG.

Noch immer laufen derzeit komplizierte Untersuchungen, die gleichzeitig mit Reparaturen verbunden sind. „Im Mai werden wir Klarheit darüber haben, ob wir die Tonnen-Beschränkung von derzeit maximal 16 Tonnen pro Fahrzeug etwas lockern können für die Zeit bis zum Neubau“, sagt Schmidt. Im Gespräch ist eine Freigabe auf 30 Tonnen pro Fahrzeug, damit nur noch die schweren 40-Tonner den weiten Umweg über die Autobahn nehmen müssen.

Doch auch jetzt betreiben die Firmen erheblichen Aufwand, damit das Bauwerk irgendwie noch zwei Jahre durchhält. Die Brücke besteht aus vier parallel liegenden stählernen Brückenkästen, die innen durch aufrecht verschweißte Stahlplatten verstärkt werden, damit es auch eine gleichmäßigere Lastverteilung auf der Oberfläche gibt. Einige dieser Platten sind nach Schilderung von Experten nicht nur gebrochen, sondern regelrecht umgefallen. Sie müssen nun aufgestellt, verstärkt und neu geschweißt werden, damit sie ihren Zweck wieder erfüllen.

Solche Arbeiten sind kaum durch die 70 mal 70 Zentimeter großen Revisions-Luken, von denen mehrere hintereinander liegen, zu erledigen. Deshalb werden Teile der Fahrbahn vorsichtig geöffnet, um an die Schadstellen heranzukommen. Dann gibt es Platz für Material, Werkzeuge und Arbeiter.

Die 1969 gebaute Brücke ist ziemlich marode für ihr verhältnismäßig junges Alter. Zudem wird auch ein Neubau zur Herausforderung für die Planer und vor allem für die Prüfstatiker wegen der Topographie. Das Bauwerk hat eine lichte Weite von 28,85 Metern – das ist der passierbare Freiraum unter der Brücke. Weil die Fahrbahn aber nicht im rechten, sondern im schiefen Winkel zur darunter liegenden Bahntrasse steht, bedarf es eine Stützweite von 47 Metern – das ist der Abstand zwischen den äußeren Widerlagern. Die Brücke hat eine Breite von 24,25 Metern – jeweils acht Meter nehmen die beiden Richtungsfahrbahnen mit wiederum jeweils zwei Fahrspuren ein.

Als wahrscheinlich gilt, dass neben der alten Brücke ein Behelfsbauwerk errichtet wird, über das während der Bauzeit der Verkehr geführt wird. Der Neubau wird auch logistisch eine Herausforderung sein: Die Bahnstrecke wird höchstens stundenweise in einigen Nächten unterbrochen, weil auf den Schienen die am stärksten frequentierte Regionalbahnstrecke im Land – die RE/RB-Linie 1 – verkehrt. Für Bauarbeiten muss zudem der ganze Streckenabschnitt stromlos gemacht werden.

Da werden große Teile des Bauwerks bereits vorgefertigt und -montiert, um sie in kurzer Zeit einheben und befestigen zu können.

Von André Wirsing

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