Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel B 102: Komfortabler Umsteigepunkt für Pendler
Lokales Brandenburg/Havel B 102: Komfortabler Umsteigepunkt für Pendler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:31 04.11.2016
Der erste mittelmärkische Pendlerparkplatz in Rotscherlinde an der Bundesstraße 102 ist eröffnet. Die Stellplätze sind kostenlos. Quelle: Volkmar Maloszyk
Anzeige
Rotscherlinde

Der neue Pendlerparkplatz an der Bundesstraße 102 bedeutet bis zu 48 Autos weniger auf der Autobahn. So jedenfalls rechnet Frank Schmidt. Der Planungschef in der Niederlassung West des Landesbetriebes Straßenwesen gab am Freitag zusammen mit Vize-Landrat Christian Stein und Kommunalpolitikern ein Pilotprojekt in Potsdam-Mittelmark zur Nutzung frei.

Fahrgemeinschaften können die asphaltierte Fläche in Rotscherlinde ab sofort als Umsteigeplatz nutzen. Ausgewiesen sind 46 Pkw-Stellplätze, dazu kommen zwei behindertengerechte Parkflächen. Damit das nach zweimonatiger Bauzeit von der Firma Matthäi fertiggestellte Areal nicht als Abstellfläche für Lkw missbraucht wird, sind die beiden Einfahrten mit Höhenbegrenzungen versehen. Es gibt außerdem fünf in den Boden eingelassene Bügel an denen Fahrräder angeschlossen werden können. Rotscherlinde ist auch Umsteigeplatz für Schüler, die mit dem Bus weiterfahren.

Keine Papierkörbe und Ladesäulen

Nebeneffekt des neuen Parkplatzes ist ein schöneres Ortsbild für das zu Krahne gehörende Rotscherlinde. Vor dem Ausbau wurde auf Waldwegen wild geparkt wie es in Paterdamm nördlich der A 2 immer noch zu sehen ist.

Den Bau angeregt hatte vor zwei Jahren die Gemeinde Kloster Lehnin noch unter Bürgermeister Bernd Kreykenbohm. Der im Juni in den Ruhestand verabschiedete Kreykenbohm nahm ebenfalls an der feierlichen Übergabe des Parkplatzes teil.

Die Infrastruktur des Pendlerparkplatzes ist noch ausbaufähig. Über das Anbringen von Papierkörben wird diskutiert. Es besteht die Sorge wegen illegaler Müllablagerungen. Es gibt keine Ladesäulen für Elektroautos.

Vize-Landrat Stein verwies auf das Bundesprogramm für Pendlerparkplätze aus dem seit 2012 diese und ähnliche Projekte finanziert werden. Die Anlage in Rotscherlinde, die 2000 Meter von der Autobahnanschlussstelle Brandenburg entfernt ist, hat insgesamt 188 000 Euro gekostet. „Immer mehr Menschen müssen zur Arbeit pendeln. Doch nicht jeder muss mit dem eigenen Auto fahren. Es ist deshalb wichtig beim Ausbau der Infrastruktur auch an solche Anlagen zu denken“, sagte Stein zur Eröffnung des Parkplatzes. Autos können dort kostenlos abgestellt werden.

Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner: „Um die Pflege des Parkplatzes kümmert sich der kommunale Bauhof.“ Quelle: Volkmar Maloszyk

Auch Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner hält es für zeitgemäß Mitfahrerparkplätze vorzuhalten. Für die nächsten 15 Jahre übernimmt die Kommune die Pflege des Areals durch den Bauhof. Vor dem Ausbau zum regulären Parkplatz wurde in dem ehemaligen Waldstück wild geparkt.

Die Rotscherlinder Eigentümerfamilie Baier machte den Weg für eine geordnete Entwicklung frei. Der Bund konnte die rund 1500 Quadratmeter große Fläche von den privaten Besitzern erwerben. Nach der Schlussvermessung wechselt der Parkplatz endgültig n Bundeseigentum. Rotscherlinde soll Vorbild für ähnliche Projekte entlang mittelmärkischer Autobahnen werden. Bedarf gibt es zum Beispiel auch in der Höhe der Autobahnanschlussstelle Glindow an der A 10.

Krahnes Ortsvorsteher Reinhard Siegel: „Die Zeit der wilden Parkerei ist endlich vorbei.“ Quelle: Volkmar Maloszyk

Inzwischen laufen die Vorbereitungen des Landesbetriebes Straßenwesen für die nächste Baumaßnahme an der B 102 auf Hochtouren. Bekanntlich steht der dreistreifige Ausbau der Fahrbahn zwischen dem Schmerzker Gewerbegebiet und Paterdamm bevor. Nach dem bevorstehenden Jahreswechsel beginnen die Baumfällungen für den Straßenausbau. „Für die Bauausführung ist eine europaweite Ausschreibung nötig. Der Baubeginn dürfte deshalb in den Sommer 2017 fallen“, kündigte Planungschef Schmidt am Rande der Parkplatzübergabe an.

Von Frank Bürstenbinder

Der Schulhof der Curie-Schule wurde aufwendig saniert. Der Grundriss der ehemaligen Synagoge wurde in das Konzept mit aufgenommen. Bevor die Arbeiter anrückten, durften Archäologen ans Werk. Nun haben die Kinder ihren Schulhof zurück.

04.11.2016

Die Jahrhunderte alten Malereien an der Wand der Johanniskirche in Brandenburg an der Havel konnten wegen der Bundesgartenschau im vergangenen Jahr nicht komplett freigelegt werden. Nun erstrahlen sie endlich in vollem Glanz und können besichtigt werden.

03.11.2016

Weil die Katze nicht mehr vom Baum herunter kam und die Feuerwehr gerufen werden musste, erlitt ihr Frauchen eine akute gefährliche Herzschwäche und musste längere Zeit ins Brandenburger Klinikum. „Ihr Herz stand unter Stress“, erklärt der Chefkardiologe zum Auftakt der Herzwoche – und erklärt, was es mit dem Taku-Tsubo-Syndrom auf sich hat.

04.11.2016
Anzeige