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B 102 wird ausgebaut: vier Jahre Dauerstau

Brandenburg an der Havel B 102 wird ausgebaut: vier Jahre Dauerstau

Start für den Baustellenmarathon quer durch die Stadt Brandenburg, ab jetzt wird die Bundesstraße 102 quer durch die Stadt gebaut. Vor allem in den ersten Monaten müssen sich Autofahrer auf Stau einstellen. Wir geben einen Überblick zu den Bauarbeiten.

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Spatenstecher: Referent Axel Schmohl, Ministerin Katrin Schneider, Bürgermeister Steffen Scheller (von links). Daneben MdL Ralf Holzschuher und Albrecht Klein (LS).

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg an der Havel. Von nun an mehr als vier Jahre Bauzeit an der Bundesstraße 102 quer durchs Stadtgebiet: „Das ist der Start für einen umfassenden Ausbau der B 102 in den Jahren 2017 bis 2021“, sagt Landesverkehrsministerin Katrin Schneider (SPD) am Montag zum feierlichen Spatenstich am nördlichen Ortseingang. In vier Abschnitten wird die 2,6 Kilometer lange Etappe hin zur Gördenbrücke bis September 2018 realisiert.

Vor allem in den ersten Monaten ist dabei mit Stau zu rechnen – im ersten Abschnitt auf der zweispurigen Fahrbahn bis zum Knoten Upstallstraße/Rosa-Luxemburg-Allee kann nur unter halbseitiger Sperrung und Ampelregelung gearbeitet werden, im zweiten nur unter Vollsperrung. Man müsse es nun aber unbedingt machen, schließlich habe die B 102 nicht nur für die Brandenburger Bedeutung, sondern für die Premnitzer und Rathenower, auch müssten die anliegenden Gewerbegebiete erschlossen bleiben. Ebenfalls bald in Angriff genommen werde die Verbindung zur Autobahn. Ministerin Schneider schlägt sogar den weiten Bogen zu dem vorige Woche in Potsdam geschlossenen Bündnis fürs Wohnen – Brandenburg an der Havel sei nicht weit von Berlin und Potsdam weg, passabel erschlossen über die halbstündlich verkehrende RE1-Linie. Die Stadt müsse aber über alle Verkehrswege gut erreichbar sein.

Daten zur ersten Bau-Etappe

2,6 Kilometer Gesamtlänge.

30.000 Quadratmeter Asphaltoberbau in verschiedenen Bitumenklassen.

7000 Quadratmeter Geh- und Radwege.

500 Meter Regenwasserkanal.

Ausbau zwei Knoten mit Mittelinseln und Querungsstellen.

Neubau drei Bushaltestellen.

Der Landesbetrieb Straßenwesen LS habe in diesem Jahr ein Budget von 450 Millionen Euro, 50 Millionen mehr als im Vorjahr. Das zeige, dass es Bund und Land ernst meinten mit ihrer Offensive für eine bessere Infrastruktur.

Axel Schmohl ist Referent im Bundesverkehrsministerium, er bedauert, dass Minister Alexander Dobrindt (CSU) den Termin nicht wahrnehmen konnte. „Er wäre gern gekommen, damit nicht immer nur alle sagen, er würde Projekte in Bayern vorziehen“. Schmohl erinnert daran, dass die Bundesstraße 102 mit einer Länge von 213 Kilometern die längste im Land Brandenburg sei, von Luckau bis nach Neustadt (Dosse) reicht und vor allem die ländlichen Gebiete außerhalb der Metropole und des Speckgürtels erschließt.

„In dem vorherigen Bundesverkehrswegeplan hatten wir noch die große Ortsumfahrung für Brandenburg an der Havel geplant, sind aber an den immens hohen Kosten und an der sensiblen Havelniederung gescheitert. Dieser sehr wichtige Abschnitt der Ortsdurchfahrt fügt sich ein in ein größeres Gesamtwerk. nämlich einer Erschließung des Westens von Brandenburg.“

Von den 3,5 Millionen Euro Baukosten für den nun begonnenen Abschnitt beteiligt sich der Bund mit knapp 2,7 Millionen Euro.

Noch gibt es auf der Fahrbahn lange Abschnitte mit Betondecke, die Platten kippeln und brechen – sie werden komplett ersetzt durch Asphaltbeläge. Sämtliche Knotenpunkte werden sicherer und übersichtlicher gemacht, indem separate Linksabbiegerstreifen eingebaut werden. Am Ortseingang entsteht eine größere verschwenkte Verkehrsinsel, um die Autofahrer einzubremsen. Der westlich abseits der Fahrbahn gelegene Geh- und Radweg wird ebenfalls komplett erneuert. Drei Bushaltestellen sind neu zu errichten mit separaten Haltestellenbuchten, um den fließenden Verkehr nicht zu behindern. Ebenfalls erneuert werden alle Beleuchtungsanlagen und Ampeln.

Wie berichtet wird es vier Teilabschnitte in den kommenden 16 Monaten geben.
1. BA: vom Ortseingang aus Richtung Rathenow kommend bis Knoten Heidelberger-/Sophienstraße unter halbseitiger Sperrung.
2. BA: Knoten Heidelberger-/Sophienstraße bis Knoten Upstallstraße/Rosa-Luxemburg-Allee unter Vollsperrung. Umleitung über Friedrichshafener Straße, Brielower Landstraße und Upstallstraße.
3./4. BA: Richtungsfahrbahn B 102 stadteinwärts bis Gördenbrücke, die stadtauswärts führenden beiden Richtungsfahrbahnen werden im Gegenverkehr genutzt. Der Abschnitt wird noch einmal in zwei Unterabschnitte geteilt.

Von André Wirsing

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