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Brandenburg/Havel BBV bereitet Erweiterung in Kirchmöser vor
Lokales Brandenburg/Havel BBV bereitet Erweiterung in Kirchmöser vor
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02:15 15.04.2017
Platz wäre in Kirchmöser vorhanden für die Erweiterung der BBV-Gruppe und der hinter ihr stehenden Gesellschafter. Quelle: foto: Jürgen Lauterbach
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Brandenburg/H

Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) verhandelt mit der BBV-Unternehmengruppe in Kirchmöser über eine mögliche Erweiterung. Dabei geht es nicht um die zusätzliche Produktion von Leitplanken, sondern um „kleine und feine Technologie“, wie BBV-Geschäftsführer Bernd Wilmsmann sagt.

In der Bürgerversammlung am Montagabend in Kirchmöser kündigte die Rathauschefin eine wirtschaftlich erfreuliche Entwicklung an, nämlich die Absicht der BBV-Unternehmensgruppe, im Industriegebiet Kirchmöser-Süd weiter zu wachsen. Firmenchef Bernd Wilmsmann bestätigt das „weitere Bekenntnis zum Standort“.

Dabei spricht er nicht allein für die Unternehmen, die in der Tradition der Brandenburger Stahlherstellung und -verarbeitung stehen und bereits seit 1994 Stahlschutzplanken unter anderem in der BBV Feuerverzinkerei mit Korrosionsschutz veredeln. Statt um die klassische Produktion geht es bei der vorgesehenen Erweiterung um Technologie, um Themen der künftigen Verkehrsorganisation. Wilmsmann charakterisiert das Vorhaben als „Innovationsfeld“.

Unter verschiedenen Gesichtspunkten möchte sich die hinter der BBV stehende Volkmann-&-RossbachGruppe aus dem rheinland-pfälzischen Montabaur an ihrem Brandenburger Standort engagieren. Volkmann & Rossmann sind auf Verkehrssicherungsysteme spezialisiert und dabei breiter aufgestellt als die Produktionsstätte Am Lokwerk in Kirchmöser.

Sollte sich das Vorhaben im Einvernehmen mit der Stadt Brandenburg/Havel verwirklichen lassen, wird es insgesamt darum gehen, die Straßen sicherer zu machen angesichts aktuelle rund künftiger Entwicklungen wie dem autonomen Fahren, den Elektrofahrzeugen, dem veränderten Verkehrsaufkommen, Problemstellungen wie Lärm- und Umweltbelastungen.

Die BBV-Manager wissen natürlich, dass in ihrer Nachbarschaft und der näheren Umgebung in Kirchmöser insgesamt Freiflächen zur Verfügung stehen, etwa die einst für die Dihag-Gießereigruppe hergerichteten Flächen, die wie die BBV-Produktion in Kirchmöser-Süd liegen.

Die Gießerei wollte sich vor zehn Jahren dort ansiedeln, doch das Vorhaben ließ sich unter anderem aus bautechnischen Gründen nicht verwirklichen. Die hinter der BBV stehende Gruppe ist aber nicht auf dieses Gelände festegelegt, sondern zeigt sich offen auch für andere Vorschläge der Verwaltung. Die Rathausspitze begegnet den Plänen offen.

Über den Umfang der Investition, die benötigte Fläche und künftige Arbeitsplätze werd in diesem Stadium noch nicht öffentlich gesprochen. Die zeitliche Perspektive hängt davon ab, wie zügig das Genehmigungsverfahren laufen wird. Die Frage, ob die Erweiterung organisatorisch unter dem Dach der BBV vonstatten gehen wird, steht derzeit nicht im Vordergrund.

Die bestehende auf Stahlschutzplanken spezialisierte BBV-Gruppe mit rund 150 Beschäftigten hatte in der jüngeren Vergangenheit eine positive Entwicklung genommen mit 10 bis 20 Prozent Zusatztonnage im vergangenen Jahr und entsprechenden Steigerungen bei Umsatz und Mitarbeiterzahl. Die aktuelle Lage auf dem klassischen Geschäftsfeld beschreibt der Firmenchef als „vernünftig“. Ergänzungsflächen hatte die Gruppe bereits im vergangenen Jahr gekauft.

Von Jürgen Lauterbach

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