Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
BWB: Die Fabrik mit den schwersten Aufträgen

Brandenburg an der Havel BWB: Die Fabrik mit den schwersten Aufträgen

Im Bewusstsein vieler Menschen in Brandenburg an der Havel ist es das „alte Plattenwerk“. Doch die heutigen Betonwerke Brandenburg (BWB) am Silokanal in der Havelstadt sind immer noch da – und wie: 50.000 Tonnen Betonfertigteile werden pro Jahr im Werk an der August-Bebel-Straße produziert. Die Auftragsbücher sind voll.

Voriger Artikel
4000-Euro-Bild fürs Jugendtheater versteigert
Nächster Artikel
30 junge Leute drehen ihr Happy End in Europa

Hier wird der Beton für ein Wandelement in die Form gegossen, die die eigene Tischlerei hergestellt hat.

Quelle: Jürgen Lauterbach

Brandenburg/H. Gelegentlich passiert ein Fahrgastschiff auf dem Silokanal den Arbeitsplatz von Jörg Rißling (55). Dann hört der BWB-Geschäftsführer, wie der Kapitän den Gästen erzählt, dass „hier das alte Plattenwerk“ war. „Wir sind immer noch da“, protestiert Rißling. Die Betonbaufirma steht sogar sehr gut da: 50 000 Tonnen Betonfertigteile werden in diesem Jahr im Werk an der August-Bebel-Straße produziert. Die Auftragsbücher sind voll.

0443e63c-d6b2-11e7-abb6-7a91d2f45c4a

Im Bewusstsein vieler Menschen in Brandenburg an der Havel ist es das „alte Plattenwerk“. Doch die heutigen Betonwerke Brandenburg (BWB) am Silokanal in der Havelstadt sind immer noch da – und wie: 50.000 Tonnen Betonfertigteile werden pro Jahr im Werk an der August-Bebel-Straße produziert. Die Auftragsbücher sind voll.

Zur Bildergalerie

Alles im Werk ist groß, sogar der Geschäftsführer. Die BWB Betonwerke Berlin-Brandenburg arbeiten auf einer Produktionsfläche von 45 000 Quadratmetern. Das größte Fertigteil, ein sogenannter Dachbinder, misst 38 Meter und ist 40 Tonnen schwer. Bei derartigen Schwergewichten verwundert es wenig, dass bis zu zwanzig Schwerlasttransporte in der Woche den Hof verlassen. Erst nach 22 Uhr dürfen sie sich in Bewegung setzen.

Drei große Industriehallen am Silokanal

Riesengroß sind auch die drei Industriehallen, in denen Stahlbeton- und die noch höher belastbaren Spannbetonfertigteile produziert und montiert werden. Die dafür benötigten Formen und Aussparungen werden in der eigenen Tischlerei angefertigt. Geplant, gebaut und montiert wird für Industriebauten, Logistikzentren, Sporthallen und Einkaufszentren.

Jörg Rißling (55) führt das Unternehmen seit zwei Jahren

Jörg Rißling (55) führt das Unternehmen seit zwei Jahren.

Quelle: Jürgen Lauterbach

Betonbau ist weiterhin Schwerstarbeit. Alles muss schnell gehen, etwa wenn der Beton aufgebracht wird für ein Wandelement. „Ein Ponyhof ist das hier nicht, Fertigteilbauen ist schnelles Bauen – heute zeichnen, morgen schon montieren“, erklärt Bernd Pause (57), der seit 1980 im Betrieb ist.

Hervorgegangen ist das Unternehmen aus der VEB Märkische Bauunion

Die BWB ist nach der Wende aus dem Plattenwerk der VEB Märkische Bauunion hervorgegangen. Sie gehört inzwischen zu der MFW-Gruppe mit drei Produktionsstandorten. 50 der mehr als 90 Beschäftigten sind in der Produktion tätig, hinzu kommen 25 Montagemitarbeiter und 14 Angestellte – Ingenieure und Kaufleute. Jörg Rißling, diplomierter Bauingenieur, führt den Laden seit zwei Jahren. Da er BVB-Fan ist, lag der Sprung zur BWB vielleicht irgendwie nahe.

Dachbinder, Stützen, Wände und Balken vornehmlich für Auftraggeber in Berlin und Umgebung, das ist das Geschäft des BWB Betonwerks. Der Geschäftsführer kann über mangelnde Arbeit nicht klagen. Zuletzt wurde gelegentlich sogar samstags gearbeitet. Der Ikea-Auftrag in Bielefeld ist gerade abgeschlossen. Nun liegt ein dicker Brocken vor den Brandenburger Betonbauern. Die Messehalle 23 in Berlin, ein echter Großauftrag.

Aufträge in der ganzen Republik – aktuell in der Waldbühne

Ein paar Nummern kleiner, aber gleichwohl interessant ist das neue Backstage-Gebäude der berühmten Berliner Waldbühne, wo die großen Stars auftreten und hinter der Bühne doch noch sehr bescheidene Umkleiden und Aufenthaltsräume vorfinden.

Bernd Pause (57), Mitarbeiter seit 1980

Bernd Pause (57), Mitarbeiter seit 1980.

Quelle: Jürgen Lauterbach

Für das neue Parkhaus am Hauptbahnhof Brandenburg liefert das neue Plattenwerk das Treppenhaus und die Treppenhaustürme. Für das neue Marienkrankenhaus hat BWB ebenso produziert wie für Logistikzentren in Ludwigsfelde und Spandau (BMW). An der Sporthalle in Nauen war das Werk beteiligt und am Sport- und Freizeitbad in Potsdam.

„Der Markt brummt, noch vor drei Jahren haben wir 31 000 Tonnen produziert, in den vergangenen beiden Jahren sind es jeweils 50 000 Tonnen“, berichtet der BWB-Geschäftsführer. „Sie sehen also: Wir können noch Platte.“

Ein aktuelles Bauvorhaben der Firma BWB ist das Parkhaus am ehemaligen Güterbahnhof, das Foto entstand am vergangenen  Freitag

Ein aktuelles Bauvorhaben der Firma BWB ist das Parkhaus am ehemaligen Güterbahnhof, das Foto entstand am vergangenen Freitag.

Quelle: BWB

Von Jürgen Lauterbach

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg