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Bach macht sanierte Prützker Orgel munter

Instrumentweihe in Kloster Lehnin Bach macht sanierte Prützker Orgel munter

Nach und nach investieren die Christen der Kirchengemeinde Netzen in ihre vier Kirchen. Jetzt war die Orgel im Prützker Gotteshaus an der Reihe. Sie spielt wieder. Doch die Freude darüber ist getrübt.

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Sie klingt wieder: Organist Dieter Staemmler und Pfarrer Anselm Babin mit der restaurierten Prützker Schuke-Orgel.

Quelle: Christine Lummert

Prützke. Zehn Jahre lang war der Orgel in der Prützker Kirche (Kloster Lehnin) kein einziger Ton zu entlocken. Deshalb war die Neueinweihung des Instruments am Wochenende ein großes Ereignis für die evangelische Kirchengemeinde Netzen, zu der Prützke gehört. Auf vollen Kirchenbänken hörten über 60 Gottesdienstbesucher aus Prützke und den umliegenden Orten gespannt zu, als das Organistenehepaar Christiane und Dieter Staemmler aus Lehnin die sogenannte Königin der Instrumente mit verschiedenen Werken, unter anderem von Johann Sebastian Bach, wieder zum Klingen brachte. Danach wurde bei Kaffee und Kuchen unter den Bäumen neben der Kirche ein bisschen gefeiert.

Pfarrer Anselm Babin hob hervor, dass materiell und ideell viel von den Prützkern in das Instrument investiert wurde. „Am Ende hat die Restaurierung etwa 23.000 Euro gekostet“, erläuterte der Pfarrer, der neben dem Gotteshaus in Prützke auch die Kirchen in Netzen, Grebs und Nahmitz betreut. Ein Stück davon waren Spendengelder, den größten Teil musste die Kirchengemeinde aber aus eigener Tasche bezahlen.

Orgel wurde 1955 von Schuke gebaut

Die Reparaturarbeiten wurden von der bekannten Orgelbauerfirma Schuke ausgeführt, die das Instrument im Jahr 1955 hergestellt hatte. Die Schwierigkeiten bei der Bespielbarkeit der Prützker Orgel, die sich vor über zehn Jahren einstellten, waren nicht vorhersehbar. „Vor allem weil eine Orgel, die erst 60 Jahre zuvor gebaut und in dieser Zeit schon einmal generalüberholt wurde, eigentlich keine großen Probleme machen sollte“, erinnerte sich Babin.

Bei einer genaueren Suche nach der Ursache für die Beschädigung, wurde der Schaden am Dach der Kirche als Grund ausgemacht. Die Orgel auf der Empore über dem Altarraum wurde durch Wasser und Schmutz jahrelang in Mitleidenschaft gezogen. „Die Restaurierung der Orgel konnte sozusagen nur der abschließende Punkt auf dem I sein, denn die Sanierung des Kirchengebäudes hatte erst einmal Vorrang“, sagte Babin.

Schritt für Schritt geht es weiter

Seit dem Jahre 2004 wurde in verschiedenen Bauabschnitten immer wieder an dem Gotteshaus mitten im Dorf gearbeitet. Angefangen beim Dach gingen die Reparaturen dann beim Turm weiter und nach der Fassade wurde auch im Innenraum gewerkelt. „Jedes Jahr ging es ein Stückchen weiter“, erinnerte sich Babin.

Der Gottesdienst zur Orgeleinweihung am Samstag war aber trotzdem noch nicht der Schlusspunkt. Die Prützker Kirche leidet unter feuchten Wänden und deshalb beginnt der Putz der Außenfassade an manchen Stellen schon wieder zu bröckeln. „Außerdem sammeln wir mit unseren Kollekten auch für weitere Bauprojekte, den im Prützke soll als nächstes auch der Fußboden auf der Empore über dem Kirchenschiff in Angriff genommen werden“, sagt Babin. Außerdem müssen in allen vier Kirchen, die Pfarrer Anselm Babin betreut, die Glockengeläute überholt werden, berichtete der Pfarrer.

Von Christine Lummert

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