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Bahnhofsgebäude mit Wartehalle ist wieder in Betrieb

Bäcker und Verkehrsbetriebe öffnen ihre Räume am Hauptbahnhof Bahnhofsgebäude mit Wartehalle ist wieder in Betrieb

Zwei Jahre nach Beginn der Bauarbeiten ist das umgebaute und von der Wobra ansprechend sanierte Bahnhofsgebäude wieder öffentlich zugänglich. Am Dienstag eröffnete die Bäckerei Thonke und die Verkehrsbetriebe. Doch viel Leerraum, ungeöffnete Läden und verschlossene Toiletten ist der erste Anblick für Zug reisende.

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Quelle: J. Steiner

Brandenburg an der Havel. Wie soll man es nennen, was am Dienstag im Brandenburger Hauptbahnhofsgebäude geschah? Teileröffnung oder Holperstart? Zwei Jahre nach Beginn der Bauarbeiten ist das umgebaute und von der Wobra ansprechend sanierte Bahnhofsgebäude wieder öffentlich zugänglich. Das ist die gute Nachricht, zumal die Verkehrsbetriebe Brandenburg gestern den Durchgang in der Mitte des Gebäudes als Wartehalle zur Verfügung stellen und guten Service bieten: großen Anzeigetafeln, die übersichtlich über das Wetter und vor allem über die Abfahrtszeiten und die Pünktlichkeit der Züge, Straßenbahnen und Busse am Bahnhof informieren.
Doch neben den positiven Eindrücken, zu denen die helle und im Prinzip einladende Passage beiträgt, bleiben manche Erwartungen unerfüllt: viel Leerraum, ungeöffnete Läden und verschlossene Toiletten – außerdem der für Zug reisende weit entfernte Zugang, den sie erst erreichen, wenn sie den Bauzaun abgelaufen sind.

Die Verkehrsbetriebe und die Bäckerei Thonke waren am Dienstag die ersten. Am Mittwoch soll ein asiatisches Imbisslokal folgen. Auch die Deutsche Bahn will ihre Verkaufsstelle im Gebäude beziehen und öffnen. Zu einer gemeinsamen Eröffnung ist es nicht gekommen. Nachdem Unternehmer Olaf Thonke seit September auf den Termin gewartet hatte, machte er nun Nägel mit Köpfen und öffnete seine 55. Bäckereifiliale mit mehreren Tischen. Er bedauere, dass zuvor ins Auge gefasste Eröffnungstermine platzten. Als die Auskunft vor 14 Tagen „schwammig“ blieb, habe er sich entschieden, nicht länger zu warten. „Unsere Ladeneinrichtung steht schon seit zehn Wochen“, berichtet Olaf Thonke, der sich gleichwohl gutes Mutes zeigt und seine bestehende Bäckerei-Filiale gegenüber ebenfalls weiterbetreiben will. Unzufrieden ist der Firmenchef darüber, dass das große Ladenlokal mit der Tür zu den Bahngleisen leer geblieben ist und somit dieseVerbindung zwischen Bahnsteig und Ladenpassage verschlossen bleibt. Dort habe doch ein Zeitungs- und Bücherladen hin gesollt. „Wir wurden mit falschen Versprechungen in die Passage gelockt“, bedauert Thonke. Die eigene Erfahrung mit den Bahnhöfen in Stendal und Rathenow lehre, dass Bäckerei und Zeitungsladen einander wechselseitig Kundschaft bringen.

Nach Auskunft von Wobra-Chef Klaus Deschner ist der Zeitungsladen kurzfristig abgesprungen. Er will erst eröffnen, wenn sein Pavillon bezugsfertig ist Die Bauarbeiten für diesen und den geplanten Buga-Pavillon sollen Ende August/Anfang September abgeschlossen sein, sagte Deschner gestern. Dann haben Bahnreisende einen praktischeren Zugang in die Ladenpassage.
Weiteres Leben soll schon in den nächsten Tagen einziehen, wenn links neben dem Durchgang in der Mitte des Gebäudes der früher am Bahnhof aktive Imbissbetreiber sein Geschäft eröffnet. Im nächsten Jahr zur Buga wollen außerdem ein Fahrrad- und ein Autoverleih ihre Dienste anbieten.

Von Jürgen Lauterbach

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