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Bagger gegen Biber

Dämme im Lietzenbach beseitigt Bagger gegen Biber

Weil Gefahr im Verzug ist, hat der Wasser- und Bodenverband Plane-Buckau am Dienstag mehrere Biberdämme im Lietzenbach unweit der ehemaligen Molkerei Steinberg-Glienecke beseitigt. Das Wasser war bereits über die Ufer getreten. Doch die Biber bauen einfach weiter.

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Ein ausgebaggerter Biberdamm am Lietzenbach.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Glienecke. Weil Gefahr im Verzug ist, hat der Wasser- und Bodenverband Plane-Buckau am Dienstag mehrere Biberdämme im Lietzenbach unweit der ehemaligen Molkerei Steinberg-Glienecke beseitigt. Durch die Stauwirkung der tierischen Bauwerke war das Wasser des Flämingfließes, der unterhalb der Eulenmühle in die Buckau mündet, bereits über die Ufer getreten. Eine Vernässung des benachbarten Ackers hatte bereits eingesetzt. Außerdem drückte das Wasser unterirdisch auf die andere Seite der parallel verlaufenden Landesstraße.

Mit einem Bagger wurde das eingebaute Baum- und Pflanzenmaterial abgetragen. Sofort bekannt der Wasserstand wieder zu sinken. Die mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmten Arbeiten müssen möglicherweise wiederholt werden. „Wir versuchen die Biber zu vergrämen. Am Ende gewinnt der mit der längsten Geduld“, berichtet Ronald Hoffmann, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes. Dem Biber selbst darf aus Naturschutzgründen nicht nachgestellt werden. Denkbar ist auch der Einzug von sogenannten Biberrohren in die Dämme. Diese sorgen weiterhin für einen Wasserabfluss, ohne vom Biber wahrgenommen zu werden.

Das Biberproblem gibt es nicht nur am Lietzenbach. Aktuell gibt es um die zehn Biber-Baustellen, die mit Verbandsgeldern immer wieder geöffnet werden müssen. So unter anderem im Bauerngraben bei Wollin. Aber auch rund um Bad Belzig und bei Lütte fühlen sich die Tiere längst wohl. Ziesars Amtsdirektor Norbert Bartels hat die Arbeit des Wasser- und Bodenverbandes verteidigt: „Damit bleibt die Funktion des Lietzenbaches als Entwässerungsgraben erhalten.“ Nach der Wende war der Bach renaturiert worden, um wieder als Laichgewässer für Forellen dienen zu können. Biberdämme würden an dieser Stelle der gewünschten Durchlässigkeit des Wassers im Interesse seltener Fischarten entgegenstehen, so Bartels.

Von Frank Bürstenbinder

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