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Brandenburg/Havel Bahnhofshalle komplett – letzter Laden ist vermietet
Lokales Brandenburg/Havel Bahnhofshalle komplett – letzter Laden ist vermietet
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00:34 31.03.2018
Michael Kiesewetter macht schon mal die Papiertüten klar: Brandenburg to go – also zum Mitnehmen. Quelle: Anica Kuyumdjan
Brandenburg/H

Es ist kurz vor zehn, Werner Schmidt hat es eilig, er ist auf der Durchreise. Mit seinem Koffer läuft er schnell durch die Bahnhofshalle und bremst vor einem Laden. „Ach ja, hier kann ich gleich noch was Schönes für meine Frau mitnehmen – das ist toll.“ Er zieht und rüttelt hektisch an der Glastür und bemerkt gar nicht, dass der Laden erst in fünf Minuten öffnet. Das Geschäft ist ihm gleich ins Auge gefallen. „Endlich gibt es hier mal ein Angebot und nicht nur Asia-Suppe und Döner Kebab.“ Ungeduldig schaut er schon durch die Fenster, um sich ein Bild vom Sortiment machen zu können. Es dauert nicht lange und Geschäftsinhaber Michael Kiesewetter öffnet die Tür. Schmidt hat nur noch wenig Zeit – sein Zug fährt gleich ein. Er hat sich für die dunkle Schokolade mit Cranberries entschieden. „Meine Frau liebt Schokolade mit außergewöhnlichen Geschmacksrichtungen. Die wird ihr bestimmt schmecken.“

Pünktlich zur Bundesgartenschau 2015 ist das neue Bahnhofsgebäude fertig – viele Geschäfte ziehen ein. Doch der zentrale Laden bleibt lange frei, weil die städtische Wohnungsgesellschaft Wobra als Vermieterin wählerisch ist und einen echten Anziehungspunkt für den Bahnhof will. Ein solcher scheint nun gefunden: Seit wenigen Tagen gibt es dort das Geschäft „Brandenburg to go“ – ein Laden, der einer gefüllten Reisetasche gleicht.

Schon am ersten Verkaufswochenende stellten sich die Lieblinge des Ladens deutlich heraus: „Das in der Stadt gebraute Bier ,Hebenbräu’, unser großes Loriot-Angebot und die Postkarten kommen bei den Gasten gut an. Viele lesen die lustigen Sprüche und lachen. Darauf werden dann andere wiederum aufmerksam und schauen vorbei“,resümiert Kiesewetter.

Fast täglich kommen neue Kleinigkeiten und schöne Geschenkideen hinzu, wie demnächst die vegane und palmölfreie Seife mit der Geschmacksrichtung Birne-Schokolade. „Es gibt so vieles, was es nicht gibt – und es nimmt kein Ende. Ich freue mich, so ein vielseitiges Angebot von regionalen Publikationen, über landestypische Spezialitäten bis hin zu unseren Klassikern wie Geschenkideen von Loriot anbieten zu können. Da ist immer etwas dabei für jeden einzelnen Kunden,“ sprudelt es aus dem Geschäftsinhaber heraus.

Der ehemalige RBB-Moderator Kiesewetter, der bereits den Domladen wiederbelebt hat , wählte auch das helle und moderne Ambiente des neuen Ladens im Hauptbahnhof aus. Das Mobiliar besteht aus Regalen, Tischen und einer Theke in Holzpalettenoptik und gibt den ländlichen Charme von Brandenburg wieder.

„Nebenan gibt es leckeren Kuchen bei Thonke und bei mir ausgefallene, regionale Geschenkideen. Das passt gut zusammen.“ schwärmt Kiesewetter. Mit der Idee „Brandenburg To Go“ haben jetzt Tagesbesucher, Kurzurlauber und Pendler die Möglichkeit, schnell und einfach regionale Produkte als kleines Geschenk oder Mitbringsel mitzunehmen.

Der umtriebige Geschäftsmann scheint das Prinzip „Versuch und Irrtum“ zu verfolgen. Deshalb hat er auch vermeintlich Unpassendes im Sortiment: Links hinten in der Ecke gibt es eine kleine Sitzecke, in der Wunder geschehen sollen: Vor einem Stuhl steht das Gerät Medica-Fuß-Behandlungsgerät „Perl“ am Boden, welches eine Wohltat für Füße und Körper verspricht. In nur fünf Minuten Anwendungszeit, erlebt der Kunde Mobilisierung, Entstauung und Durchblutung in Füßen, Unter- und Oberschenkeln. Das Interesse wäre da, ein Gerät sei sogar schon verkauft worden.

Geplant sind auch kleinere Kunst- und Fotoausstellungen. Mitte Mai macht die bekannte Malerin Maf Räderscheidt den Anfang mit ihren Gemälden.

Ostern steht vor der Tür – Eierbirne, Eierlikör mit Birnengeschmack, Keramikosterhäschen und Osterservietten helfen den Kunden bis auf die letzte Sekunde.

Von Anica Kuyumdjan

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