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Brandenburg/Havel Bankräuber müssen hinter Gitter
Lokales Brandenburg/Havel Bankräuber müssen hinter Gitter
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00:18 26.05.2017
Justizzentrum in Potsdam. Quelle: dpa
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Potsdam/Görzke

Die 4. große Strafkammer des Landgerichts Potsdam hat am Dienstag die beiden Tschechen Pavel L. und Josef K. wegen des Banküberfalls auf die Sparkasse in Görzke vom 14. Juni 2012 für schuldig gesprochen. Sie legt ihnen besonders schwere räuberische Erpressung zur Last. Die Kammer unter Vorsitz von Richter Axel Gerlach verhängte gegen Pavel L. eine Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und vier Monaten. Dabei berücksichtigte sie auch die Freiheitsstrafe, die das Langericht am 25. Juni 2015 gegen L. wegen des Überfalls auf die VR-Bank Fläming in Bad Belzig ausgesprochen hatte. Der Bad Belziger Überfall ereignete sich nur rund fünf Wochen nach dem Görzker Verbrechen. Josef K. muss für zwei Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Das Urteil lautet auf besonders schwere räuberische Erpressung.

Pavel L. und Josef K. überfielen vor fast genau fünf Jahren die Görzker Sparkasse und erbeuteten 5400 Euro. L. schlug dabei mit einem Hammer auf den Schaltertresen, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen. Die beiden zum Tatzeitpunkt in der Bank anwesenden Angestellten sagten im Prozess als Zeugen aus. Noch immer von Ängsten geplagt zeigte sich dabei eine der beiden Frauen.

Intensivtäter mit 16 Einträgen im Strafregister

Pavel L. gilt als Intensivtäter. Er hat in den vergangenen Jahren diverse Diebstähle und andere Straftaten verübt. Auch eine Verurteilung wegen Kindesmissbrauchs ist dabei. Er bringt es auf 16 Einträge im Bundeszentralregister mit Urteilen in Tschechien, Österreich und Deutschland. Haftstrafen, neuerliche Straftaten, Haftstrafen, wieder Vergehen und Verbrechen – dieser Rhythmus zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben.

Maßregelvollzug in hochgesicherter Entzugsklinik

Der 31-Jährige sitzt seit mehr als einem Jahr im Maßregelvollzug in Eberswalde in einer hochgesicherten Entzugsklinik. Seit seiner Jugend ist L. drogenabhängig. Ein Gutachter hat am ersten der drei Verhandlungstage empfohlen, dass Pavel L. den Entzug fortsetzen solle. Dem schloss sich jetzt die Kammer an, sie ordnet die weitere Unterbringung in der Entziehungsanstalt an. Auf die Spur der Täter kam die Polizei durch das Abhören von Handys. Es soll auch der Verdacht im Raum gestanden haben, dass K. und L. einer Bande angehören, die in Tschechien, Deutschland und Österreich immer wieder Straftaten verübt. In Salzburg standen die beiden Angeklagten ebenfalls gemeinsam vor Gericht. Auch dieser Prozess endete damals mit Schuldsprüchen. Nach dem Überfall auf die Bad Belziger Bank setzte sich Pavel L. in seine Heimat ab. Tschechien lieferte ihn dann an Deutschland aus.

Oberstaatsanwalt fordert Entlassung des Verteidigers

Für Schlagzeilen sorgte der jetzige Prozess auch, weil der zuständige Oberstaatsanwalt die Entlassung des Anwalts von Pavel L. beantragt hatte, da er keine gesetzlich vorgeschriebene ordentliche Verteidigung des Angeklagten sah. Andere Prozessbeteiligte äußerten sich ähnlich. Die Kammer prüfte daraufhin die Zulassung des Anwaltes und lehnte dessen Entlassung mit der Begründung ab, das Vertrauensverhältnis zwischen dem Strafverteidiger und seinem Mandanten sei nicht nachhaltig erschüttert und der Prozess bereits weit fortgeschritten.

Von Marion von Imhoff

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