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Bauern und Fischwirte bangen weiter

Gewässerkonzept Plane-Buckau Bauern und Fischwirte bangen weiter

Das Gewässerentwicklungskonzept für den Südwesten des Kreises lässt auf sich warten. Es gibt zahlreiche Stellungnahmen aus dem Plane-Buckau-Land, die Behörde und Planungsbüro noch beachten müssen. Denn dort fürchten Land- und Fischwirte mit der empfohlenen Renaturierung um ihre Existenz. Selbst Naturschützer üben Kritik.

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Urige Plane – hier an der Wühlmühle bei Neschholz.

Quelle: Andreas Koska

Baitz. Zum Gewässerentwicklungskonzept „Plane-Buckau“ gibt es offenbar reichlich Stellungnahmen aus der Region. Deren Bearbeitung wird sich noch mindestens bis zum Ende des Jahres hinziehen. Erst dann kann die aktualisierte Fassung des Papiers vorgestellt werden. Das sagt Thomas Frey, Sprecher des Landesumweltamtes, auf MAZ-Nachfrage.

Betrachtet wird die Perspektive für ein 983 Quadratkilometer großes Areal mit 336,7 Kilometern Fließgewässern. Die wichtigsten sind Plane, Buckau, Temnitz und Verlorenwasserbach. Dort könnten bis zum Jahr 2027 womöglich Wehre und Stauanlagen abgebaut oder umgangen werden. Die Gewässer sollen zudem möglichst in ihr altes Bett zurück. Derweil Lachs und Forelle ungehindert bis zu den Oberläufen der Flüsse gelangen.

Das klingt in der Theorie zunächst gut. Für die Praxis haben allerdings vor allem Land- und Fischwirte erhebliche Bedenken angemeldet. Die Bauern befürchten die Vernässung ihrer Nutzflächen. Die Betreiber von Mühlen und Fischteichen sehen sich vor dem Ruin, denn vor allem die Plane soll teilweise an den Einrichtungen vorbeigeführt werden. Nicht zuletzt Naturschützer sehen angestammte Laich- und Brutplätze von Tieren, selbst Lebensräume von Otter und Biber gefährdet.

Inwieweit diese Anregungen in die Planung des Ingenieurbüros Ellmann und Schulze aus Sieversdorf aufgenommen werden, bleibt abzuwarten. Es erarbeitet die von der Europäischen Union geforderte Handlungsempfehlung, die es für die Nuthe-Nieplitz-Region schon seit einiger Zeit gibt. Die Unterlagen für Bad Belzig und Umgebung sollen auf der Bund-Länder-Informations- und Kommunikationsplattform „Wasserblick“ eingestellt werden. „Zugleich werden unter anderem die Ortsvorsteher von uns direkt benachrichtigt“, verspricht Frey.

Von Andreas Koska

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