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Bauhofstraße: Zeit der Provisorien ist vorbei

Brandenburg/Havel Bauhofstraße: Zeit der Provisorien ist vorbei

Sie waren vor zwei Jahren als Provisorium gedacht, um die triste Bauhofstraße zur Bundesgartenschau etwas mit Grün zu beleben – doich nun wird es dem Dutzend Hainbuchen zu eng in ihren hölzernen Pflanzkübeln. Die Verwaltung der Stadt Brandenburg und die Stadtverordnete haben nun ein Einsehen.

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Die „Alleebäume“ in der Bauhofstraße werden nun ausgewildert und dürfen ohne einengende Holzkübel sich entfalten.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Die Bäume in der Bauhofstraße werden erlöst – zumindest von ihren mittlerweile viel zu kleinen Pflanzgefäßen. Sie werden „ausgewildert“ und können an anderer Stelle getrost in den Himmel wachsen.

Zwölf Hainbuchen in Holzkübeln von jeweils einem Quadratmeter Grundfläche hatte die Stadtverwaltung kurz vor der Bundesgartenschau 2015 in der tristen Durchgangsstraße aufstellen lassen. Auslöser war eine Initiative des CDU-Stadtverordneten Peter Kaudasch, dem eine richtige Allee vorschwebte. Doch diese hätte rund 2,3 Millionen Euro gekostet, weil gleichzeitig Straße, Nebenanlagen und Tram-Gleisbett hätten erneuert werden müssen.

So gab es eine Notlösung für 12.000 Euro Investitions- und jährlich 500 Euro Folgekosten. Die Bäume durften auch nicht das Oberleitungsnetz der Straßenbahn gefährden, die schmalen Stämme wurden zudem kaschiert durch nachträgliches Bodendecker-Buschwerk.

Kaudasch und sein Fraktionskollege Hans-Jürgen Arndt hatten im vergangenen Oktober die ersten vier Kübel in Privatinitiative farbig gestrichen. Jetzt wollte die SPD nachziehen, ordnungsgemäß fragte Fraktionschefin Britta Kornmesser bei der Verwaltung um Erlaubnis. Lohnt nicht mehr, so der Bescheid. „In den nächsten vier Jahren wird es nach Haushaltslage keinen grundhaften Ausbau der Bauhofstraße geben. Demnach werden die Bäume in den Kübeln auch nicht an Ort und Stelle ihren endgültigen Standort bekommen können.

Ein weiterer Verbleib der Bäume in den Kübeln für die nächsten Jahre ist fachlich nicht zu empfehlen. Das Wachstum der Bäume, die Haltbarkeit und der zu erwartende Zustand der Kübel lassen Überlegungen aufkommen, den Bäumen einen dauerhaften Standort im Erdreich zu gönnen“, schreibt Straßenexperte Peter Reck. Die Verwaltung werde dies selbst prüfen, wenn es keinen entsprechenden Vorschlag von Stadtverordneten gebe. Den wird es geben, kündigen SPD und Grüne an, die im Vorjahr einen ähnlichen Vorstoß erfolglos unternommen hatten.

Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) sagt, dass sich die Verwaltung auf jeden Fall eine Empfehlung der Stadtverordneten abholen werde.

Von André Wirsing

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