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Brandenburg/Havel 20 Jahre gewartet: Baustart an der B 102
Lokales Brandenburg/Havel 20 Jahre gewartet: Baustart an der B 102
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00:20 15.01.2018
In Rotscherlinde werden Mittelinseln den Verkehr bremsen, ab dem Parkplatz beginnt der neue Radweg Richtung Autobahn. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Nach fast zehn Jahren des Planens gibt es am 23. Januar den ersten Spatenstich für den Ausbau der B 102 zwischen der A-2-Anschlussstelle Brandenburg und dem Ortsteil Schmerzke. Den Termin bestätigt der Sprecher des Infrastrukturministeriums Steffen Streu. „Der offizielle Akt erfolgt nördlich des kleinen Industriegebiets Schmerzke Am Piperfenn.“

Bauarbeiten beginnen in Rotscherlinde

Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen aber im Landkreis Potsdam-Mittelmark – in Rotscherlinde. Hier wird es an den Ortseingängen neue Verkehrsinseln geben, damit nicht alle durch den kleinen Ort rasen. Zudem wird ein Radweg vom Pendlerparkplatz zur Autobahn-Anschlussstelle angelegt. Dann erst beginnen die Arbeiten in dem 3,2 Kilometer langen Abschnitt bis Schmerzke. An der Anschlussstelle wird eine Ampelanlage eingerichtet.

Die vorhandene Straße wird auf drei Fahrstreifen erweitert, die ein wechselseitiges Überholen möglich machen. Parallel werden Wirtschaftswege für langsamfahrende Fahrzeuge gebaut und der Radweg weiter fortgeführt. Die Siedlung Paterdamm wird östlich umfahren. Hier entsteht ein vierarmiger Knoten mit den Abfahrten in Richtung Paterdamm und Kloster Lehnin.

Lärmschutzwall, Amphibiendurchlässe, Ottertunnel

„Es wird auch an den Umwelt- und Naturschutz gedacht. Es wird einen Lärmschutzwall bei Paterdamm geben, unter der Fahrbahn legen wir verschiedene Amphibiendurchlässe und einen Ottertunnel an“, sagt Streu. Bereits vor genau einem Jahr waren Hunderte Bäume für die neuen Trassen gefällt worden. Seit dieser Zeit gibt es auch den Planfeststellungsbeschluss sowie die Zustimmung aller grünen Verbände hieß es aus dem zuständigen Landesbetrieb Straßenwesen.

Die Trasse des aktuellen Bauabschnitts endet nach Umgehung von Paterdamm und Gewerbegebiet Schmerzke am Knoten Piperfenn, der danach ebenfalls massiv ausgebaut wird. Sieben Millionen Euro waren für diesen Abschnitt geplant.

Ortsumfahrung für Schmerzke: Baustart frühestens 2020

Mit der eigentlichen Ortsumfahrung für Schmerzke wird frühestens 2020 begonnen, weil es versäumt worden war, das Vorhaben rechtzeitig in den Bundesverkehrswegeplan zu hieven – das ist mittlerweile erfolgt. Die ebenfalls mehr als drei Kilometer lange Strecke soll elf Millionen Euro kosten, einschließlich der „Stichstraße“ in den Ortsteil in Verlängerung der Rietzer Straße. Danach kommen noch einmal mindestens 1,5 Millionen Euro Kosten hinzu, für den aufwendigen Ausbau des Neuschmerzke-Knotens B 102/B 1 in Richtung Wust und Potsdam.

Von André Wirsing

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