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Brandenburg/Havel Musikalische Momente der Romantik
Lokales Brandenburg/Havel Musikalische Momente der Romantik
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16:34 08.08.2014
Axel Pless (v.l.), Christina Pless, Antje Lange und Christian Deichstetter in Lehnin. Quelle: Ann Brünink
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Lehnin

„Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus“, war das Konzertprogramm betitelt. Ob Franz Schuberts Lied von der Forelle oder Dvoraks „Ei wie mein Triangel“ – besonders beeindruckend waren die Darbietungen der Sänger als Trio. „Zugabe, Zugabe“ skandierte das Publikum lautstark am Schluss des Konzerts.

Auf dem Programm standen bekannte und beliebte Kunstlieder von Franz Schubert, Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms. Mit Naturbetrachtungen oder Liebessehnen berührt die romantische Poesie der Lieder die Seele.

Eine zweite, beunruhigende Ebene

Die Komponisten wollten mit ihrer Musik die Wirkung der Poesie mit ausdrucksstarkem Gesang und lebendiger Klavierbegleitung intensivieren. Doch immer ist da noch eine zweite, beunruhigende Ebene. So in dem Poem „Das erste Veilchen“, geschrieben von dem deutsch-böhmischen Dichter Karl Egon Ebert und vertont von Felix Mendelssohn Bartholdy. Welch ein Entzücken dieser erste Frühlingsbote auslöst. Doch in der Freude über diesen Frühlingsblüher sitzt schon der Stachel des baldigen Verlustes. Denn kaum ist es Sommer, da ist das Veilchen tot.

Der temperamentvollen Christina Pless, die mit ihrer wunderbaren, mächtigen Stimme weltweit Karriere gemacht hat, glaubt man die Trauer über den Tod des Veilchens sofort. Ihr Mann Alex hat eine strahlende Baritonstimme. Doch zu Beginn des Konzerts wirkt er noch etwas spröde. Im Laufe des Abends steigert er sich, bis er für seine Interpretation von Eichendorffs „Mondnacht“, vertont von Robert Schumann, begeisterten, rhythmisch geklatschten Applaus erhält. Für die Sopranistin Antje Lange war der Auftritt in Lehnin eine gelungene Premiere. Die Schülerin von Christina Pless stand zum ersten Mal als Solistin auf der Bühne. „Ich bin sehr aufgeregt gewesen“, gesteht die Sängerin mit dem klaren, schlanken Sopran.

Heimspiel für Familie Pless

Für Christina und Alex Pless war der Auftritt in Kloster Lehnin ein Heimspiel, denn seit ihrer Hochzeit vor 15 Jahren leben sie am Ort, gemeinsam mit ihren vier Katzen. Beim Vorsingen an der Deutschen Oper Berlin sind sie sich zum ersten Mal begegnet. 16 Jahre ist das her. Nach und nach habe man sich langsam kennen gelernt, berichten die beiden. Schließlich hätten sie es einem gemeinsamen Auftritt in New York und den dort restlos ausverkauften Hotels zu verdanken, dass sie sich in einem gemeinsamen Hotelzimmer richtig nahe gekommen seien, erinnern sich die beiden heute lachend.

Weil ihre internationalen Karrieren ein echtes Zusammenleben unmöglich machten, haben sie sich von den großen Bühnen der Welt verabschiedet und treten seit etwa sechs Jahren bei Liederabenden gemeinsam auf. Und als „Duo Sturmfeuer“ begeistern sie ihr Publikum mit einem breit gefächerten Unterhaltungsprogramm.

Von Ann Brünink

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