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Beetzsee-Radweg bringt mehr Gäste

Pension in Ketzür Beetzsee-Radweg bringt mehr Gäste

Seit 20 Jahren betreibt Christel Magnus eine Pension. Mit der Entwicklung der touristischen Infrastruktur kommen immer mehr Gäste nach Ketzür. Vor allem die Zahl der Radtouristen ist deutlich gestiegen.

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Christel Magnus vor ihrer Pension in Ketzür.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Ketzür. Vor genau 20 Jahren begrüßte Christel Magnus (53) die ersten Gäste in ihrer Pension. Die einstige Holzscheune an der Ketzürer Buswendestelle war da schon nicht mehr wieder zu erkennen. Eine Fassade wurde vorgesetzt. Beim Innenausbau konnten nach dem Einzug einer Zwischendecke Gästezimmer auf zwei Etagen eingebaut werden. Viel Eigenleistung hatte damals Ehemann Werner in das Zukunftsprojekt gesteckt, damit sich Christel Magnus auf dem eigenen Hof selbstständig machen konnte.

Bereut hat die Pensionsbetreiberin und gelernte Kellnerin ihren Schritt nicht. „Es läuft gut. Und ich habe eine Arbeit, die mich ausfüllt.“ Die Nachfrage nach Übernachtungen und Mittagstisch hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Stammgäste kommen immer wieder gerne nach Ketzür. Der Beetzsee-Radrundweg, der aufblühende Wassertourismus und sportliche Höhepunkte auf der Brandenburger Regattastrecke, wie der jüngste Kanu-Marathon, füllen das Haus auch mit internationalem Publikum. Das schätzt vor allem die Ruhe, die Nähe zum Wasser und die familiäre Atmosphäre in „Christels Pension“.

Allein könnte die Ketzürerin die Arbeit nicht mehr bewältigen. Eine Köchin und eine Zimmerfrau sind in der Pension angestellt. Christel Magnus ist nicht nur für ihre Hausgäste da. Mittagstisch und Café steht allen anderen Besuchern offen. Zum Frühstück melden sich Urlauber aus Ferienwohnungen in der nahen Umgebung an. Wer spontan mit mehreren Personen zum Essen nach Ketzür aufbrechen will, sollte besser reservieren. Auf den Tisch kommen viele regionale Produkte. Fisch gibt es nur aus dem Beetzsee vom Päwesiner Fischer. Das Wild kommt von örtlichen Jägern. In der Spargelzeit kauft die Chefin in Roskow ein. Kuchen wird grundsätzlich selbst gebacken.

Im Laufe der Jahre hat sich unter den touristischen Dienstleistern ein Netzwerk herausgebildet. Christel Magnus kann 13 Betten in fünf Zimmern vermieten: „Wenn die belegt sind, verweise ich auf andere Anbieter. So funktioniert es auch umgekehrt.“ Jährliche Höhepunkte vor der Haustür sind Himmelfahrt und das Hexenfeuer, wo die Dorfgemeinschaft und viele Gäste von Christel Magnus bewirtet werden.

Von Frank Bürstenbinder

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