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Brandenburg/Havel Bei 16 Prozent schnappte die Schuldenfalle zu
Lokales Brandenburg/Havel Bei 16 Prozent schnappte die Schuldenfalle zu
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18:44 14.11.2017
Brandenburg/Havel liegt wie gehabt im roten Bereich. Im Umland sind weniger Menschen überschuldet. Quelle: quelle: MapChart.com, microm GmbH, Tom Tom Germany
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Brandenburg/H

Brandenburg/Havel bleibt ein roter Fleck auf der Landkarte des Unternehmens Creditreform, die Aufschluss darüber gibt, wie hoch der Anteil überschuldeter Menschen in den einzelnen Landstrichen der Bundesrepublik ist. Die Quote für die Stadt Brandenburg ist im Vergleich zu den beiden Vorjahre leicht gesunken: von 16,06 Prozent auf 15,91 Prozent. Das bedeutet deutschlandweit Rang 388 (von 401).

Vom Negativwert der Stadt Bremerhaven (20,8 Prozent) ist Brandenburg/Havel also noch weit entfernt. Doch in ganz Ostdeutschland gibt es nur eine Stadt, in der noch mehr überschuldete Frauen und Männer leben, die 18 Jahre und älter sind. Die anderen kreisfreien Städte im Land Brandenburg liegen mehr oder weniger weit unter der Verschuldungsquote von Brandenburg/Havel.

Cottbus weist nach den Daten der Wirtschaftsauskunftei Creditreform eine Quote von 11,65 Prozent auf, sie ist leicht gestiegen. In Frankfurt/Oder liegt der Anteil bei 12,64 Prozent, in Potsdam bei 8,99 Prozent. Die benachbarten Landkreise Potsdam-Mittelmark und Havelland stehen mit 7,7 Prozent und 10,4 Prozent überschuldeter Erwachsener deutlich günstiger da als die Stadt Brandenburg.

Einige Nachbarn liegen sogar im grünen Bereich auf der Creditreform-Landkarte. Die Beetzseegemeinden weisen mit 7,4 beziehungsweise 8 Prozent so wie etwa Wenzlow, Wollin und das Amt Wusterwitz nur etwa die Hälfte der Brandenburger Quote auf.

Auch in den Havelsee-Gemeinden (10,6 Prozent), in Groß Kreutz/Havel (8,3 Prozent), Kloster Lehnin (9 Prozent) und Görzke (8,9 Prozent) hat die Schuldenfalle längst nicht so oft zugeschnappt wie in der kreisfreien Stadt. Recht ungünstig sind die Werte für Ziesar und Gräben mit jeweils knapp 13 Prozent. Selbst innerhalb der Stadt Brandenburg gibt es ein Gefälle.

In den weiter entfernten Ortsteilen Kirchmöser, Plaue und Mahlenzien ist der Anteil der Überschuldung mit 9,2 Prozent verhältnismäßig gering. In der Neustadt und den übrigen Ortsteilen liegt er unterdurchschnittlich bei 13,7 Prozent, in der Altstadt, am Quenz und in der Klingenbergsiedlung bei 17,4 Prozent, auf dem Görden und in Hohenstücken sogar bei 19,5 Prozent.

Als häufige Gründe von Überschuldung geben die Creditreform-Experten eine unwirtschaftliche Haushaltsführung und den Eintritt von Arbeitslosigkeit an.

Der Bundesdurchschnitt liegt übrigens wie der Landesschnitt ganz knapp über der 10-Prozent-Marke.

Von Jürgen Lauterbach

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