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Brandenburg/Havel Bei Züchter Reiner Heinz schlüpfen die Küken
Lokales Brandenburg/Havel Bei Züchter Reiner Heinz schlüpfen die Küken
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00:17 17.04.2017
Während der Brutzeit muss Hühnerzüchter Reiner Heinz die Eier regelmäßig drehen. Quelle: Silvia Zimmermann
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Köpernitz

Reiner Heinz ist über die Entscheidung zur Aufhebung der Stallpflicht für Geflügel überglücklich. „Endlich können wir unser Federvieh wieder im Freiland laufen lassen“, freute sich der Köpernitzer. Er ist seit Jahrzehnten Mitglied im 1935 gegründeten Rassegeflügelzuchtverein Ziesar. Er hat sich auf Hühnerrassen wie Australorps, Italiener und Orpington in verschiedenen Farbschlägen spezialisiert. Für die Tierhalter bedeutete die Stallpflicht vor allem mehr Arbeit.

Die Ställe mussten öfter gereinigt werden, der Futterverbrauch war erhöht, die Legeleistung verringerte sich. Die Hähne, die für die Nachzucht von Küken notwendig sind, hatten mit der auferlegten Stallpflicht auch so ihre Schwierigkeiten. Die Eier, die für die Nachzucht und zum Ausbrüten verwendet werden, waren schlechter befruchtet, wusste Heinz zu berichten. „Bei bestimmten Hühnerrassen lag die Befruchtung der Eier bei nicht einmal bei 50 Prozent. Das heißt aus 100 in die Brutmaschinen eingelegten Eiern schlüpfte nach 21 Tagen nicht einmal die Hälfte der Küken. Vorsorglich haben wir mehr Eier eingelegt, so dass die Zuchtfreunde ihre Anzahl an bestellter Küken bekamen“, sagte Heinz.

Bei Reiner Heinz sind die Osterküken los. Quelle: Silvia Zimmermann

Reiner Heinz brütet seit fast 25 Jahren mit großen Brutmaschinen die befruchteten Eier für seine Zuchtfreunde aus. Aus den Eiern schlüpfen dann Küken der Rassen Italiener, Australorps, Orpington gelb, New Hampshire und Wyandotten. Die Bruteier werden Anfang März in die Brutmaschinen gelegt und bei rund 39 Grad 21 Tage ausgebrütet. „Bis zum 15. Tag müssen die Eier zweimal am Tag gedreht werden. Das ist notwendig, weil sonst die kleinen Embryonen an der Eierschalenwand von innen ankleben. Wenn eine Klucke selbst ihre Eier ausbrütet, übernimmt sie diese Arbeit.

„Wichtig ist beim Brutvorgang auch, dass im Innenraum der Brutmaschine eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit vorherrscht“, gibt der erfahrene Geflügelzüchter kund. Im Durchschnitt bestückt er ab März zwei- bis dreimal die Brutmaschinen mit fast 300 Hühnereiern. Am 21. März schlüpfte die erste Nachzucht. Jetzt, kurz vor Ostern, kamen die nächsten flauschigen Küken zur Welt. Dann beginnt die eigentliche Arbeit der Züchter. Der kleine und flauschige Nachwuchs muss gut behütet und versorgt werden, so dass er im Herbst bei den Ausstellungen vor den Preisrichtern ein gutes Bild abgibt.

Jede Rasse hat ihre Merkmale, die durch eine gute Verpaarung der Elterntiere weiter vererbt werden müssen. „Dazu gehört es auch, dass die Züchter ihre Jungtiere während des Aufwachsens aufmerksam begutachten müssen und dass dafür einiges an Zeit aufgewendet werden muss. Es ist ein Hobby mit Herz“, ist der 59-jährige Reiner Heinz überzeugt.

Von Silvia Zimmermann

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