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Belgier eröffnen die Meßdunker Konzertsaison

Saisoneröffnung in Kirche Belgier eröffnen die Meßdunker Konzertsaison

Die diesjährige Konzertsaion in der Kirche Meßdunk ist eröffnet. „Coffee or not“ heißt die Gruppe aus Belgien, die bereits zum zweiten Mal zu Gast war. Elektronische Klänge verschmelzen bei den Musikern mit dem süß-bitteren, melodischen Gesang von Sängerin Soho Grant am Keyboard und Sänger Renaud Versteegen, Gitarre und Schlagzeug.

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Die belgische Band Coffee or not spielt in der Meßdunker Kirche.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Meßdunk. Samstagabend. Was ist das für Musik, die da zum Auftakt der Saison 2016 gespielt wird? „Coffee or not“ heißt die Gruppe aus Belgien, die bereits zum zweiten Mal in Meßdunk auftritt. Elektronische Klänge verschmelzen mit dem süß-bitteren, melodischen Gesang von Sängerin Soho Grant am Keyboard und Sänger Renaud Versteegen, Gitarre und Schlagzeug. Die beiden Musiker aus Brüssel haben als dritten im Bunde Frédéric Renoun mit seiner Bassgitarre mitgebracht. Die Musik ist stark rhythmisiert, wirkt aber durch die loops gleichwohl in sich ruhend. Als universellen Techno-Rock-Folk könnte man sie vielleicht bezeichnen. Doch da ist noch mehr. Ein Hauch von Fragilität ab und an, auch Düsternis und Morbidität.

Es ist schwer die Stimmung beim Konzert mit der belgischen Gruppe „Coffee or not“ in Meßdunk in der kleinen, verwunschenen Kirche zu beschreiben. Gleich der erste Titel „City Burning“ vermittelt unterschwellige Kraft. Ziemlich unheimlich klingt „Winter Night“ mit entfesselten Elektronikklängen, die sich teilweise wie das Fauchen wilder Tiere anhören. Am Anfang vor sieben Jahren hat die Gruppe noch ausschließlich mit der Akustikgitarre gearbeitet. Warum jetzt so viel Elektronik? „Weil wir uns in den Jahren weiter entwickelt haben“, sagt Soho Grant.

Der Bandname ist Programm

Der Name der Gruppe „Coffee or not“ ist Programm sozusagen. Die belgischen Musiker aus Brüssel, Sängerin Soho Grant, Keyboard, und Sänger Renaud Versteegen, Gitarre und Schlagzeug, schreiben ihre Musik selbst. Soho schreibt die Texte und sie komponieren gemeinsam. Sie haben kein Studio, sondern machen alles privat zuhause. Damit fangen sie abends an und arbeiten bis tief in die Nacht. Irgendwann stellt sich dann die Frage, noch einen Kaffee trinken und weitermachen oder lieber nicht und schlafen gehen. Coffee or not?

Der Erfolg gibt ihnen Recht. „Mit Everything is Falling Down“ haben sie bereits ihr viertes Album gemacht, das sie am Samstagabend in Meßdunk vorgestellt haben. Die Musik wirkt ausgereifter, komplexer. Ansonsten hat sich nichts geändert. Das Duo hat das Album komponiert und die Texte hat Soho geschrieben. Auch ihren Themen – Euthanasie, Tod, Geister – ist sie treu geblieben. „Daran ist nichts morbid. Diese Phänomen sind Teil des Lebens“, sagt sie. Auch die Tracks haben sie wie gewohnt aufgenommen und in ihrem Zuhause in Brüssel gemischt.

Der Erfolg gibt ihnen Recht

„Coffee or not“ ist also nach wie vor eine reine „do it yourselve“-Gruppe. Warum? „Wir hatten keine Lust darauf zu warten, dass ein Plattenlabel oder ein Kollektiv sich für uns interessiert, um spielen zu können oder eine CD aufzunehmen“, sagt Soho Grant. „Das können wir selbst.“ Eigenproduktion bedeutet allerdings nicht nur das Einspielen und das Abmischen, sondern vor allem auch das Management wie Pressearbeit und Organisation der Tourneen. Ab kommenden Jahr hoffen sie, von ihrer Musik leben zu können.

Von Ann Brünink

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