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Brandenburg/Havel Benefiz für die Orgel: Ludwig Güttler gibt Konzert in Katharinenkirche
Lokales Brandenburg/Havel Benefiz für die Orgel: Ludwig Güttler gibt Konzert in Katharinenkirche
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19:20 27.08.2018
Benefizkonzert für das Orgelprojekt in St. Katharinen mit dem Blechbläserensemble von Ludwig Güttler. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Festlich-pompös erklingen Trompeten und Posaunen mit Purcells „Trumpet Tune and Air“ für Blechbläser. Am Sonntagabend begeisterte Ludwig Güttler mit zehn Virtuosen seines Blechbläserensembles das Publikum in der Brandenburger Katharinenkirche mit einem Konzert der Extraklasse. 1978 von Güttler gegründet, gehören dem Ensemble hochkarätige Solisten der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Dresdner Philharmonie, des Gewandhausorchesters Leipzig und der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz an.

Güttler dirigiert im Sitzen

Mit sparsamen Gesten dirigierte Güttler als elftes Ensemblemitglied im Sitzen. Mit fünf Trompeten, vier Posaunen, davon eine Bassposaune, einem Waldhorn und einer Tuba bewiesen die Musiker ihre Virtuosität und Vielseitigkeit und spannten einen Bogen vom frühen Barock bis zur Romantik.

Indem die Musiker bei nahezu jedem Stück ihre Plätze wechselten, und einzelne Bläser Gruppen (Chöre) bildeten, entstanden immer neue, faszinierende Klangbilder.

Besonders strahlend gelang ihnen das Canzon XVI dreichörig von Giovanni Gabrieli (1557-1613). Indem die Bläser die einzelnen Klangfarben deutlich herausgearbeitet haben, entstand eine Leichtigkeit der Musik, die den typisch barocken Klang vermittelte.

Applaus im falschen Augenblick

„Während wir die Plätze wechseln, können Sie ruhig klatschen“, ermunterte Güttler das Publikum, das bisher nicht gewagt hatte, zu applaudieren. Aber wehe, es wurde verkehrt geklatscht. So geschehen bei der dreisätzigen Motette „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750). Da klatschten die Zuhörer schon nach dem ersten Satz. „Lassen sie uns das Werk fertig spielen“, bremste Güttler das Publikum. Doch nach dem zweiten Satz wurde wieder geklatscht. „Wenn Sie das Stück nicht kennen, halten sie sich zurück“, fauchte Güttler da erbost.

Vielfältige Blechmusik

Wie außerordentlich vielfältig Blasmusik klingen kann, bewiesen die Musiker mit der C-Dur-Suite aus der „Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel (1685-1759) für zwei hohe Trompeten, drei Trompeten, Waldhorn, vier Posaunen, Basstuba. Strahlende Trompetenklänge in der „Ouvertüre“ eröffnen den Reigen, im „Air“ lässt Güttler seine Trompete zärtlich singen, und in den Sätzen „Minuet“ und „Bourée“ tanzen die Posaunen – wunderschön.

Güttler ist Schirmherr des Orgelprojektes

Bach kam noch einmal zu Gehör mit der „Sarabande mit Variation nach BWV 990“ mit Fernchor. Dazu hat ein Teil der Bläser in der Sakristei Aufstellung genommen. Es entspann sich ein spannender Dialog zwischen den beiden Bläsergruppen, ein Wechselspiel zwischen den einzelnen Motiven. Die ganze Katharinenkirche schien nur noch aus Klang zu bestehen, war ein einziges Klanggewölbe. Ein fantastisches Hörerlebnis.

Mit diesem Konzert hat sich Ludwig Güttler für das Orgelprojekt der Katharinenkirchengemeinde engagiert. Er beglückwünschte den Freundeskreis, dass er dieses einzigartige Projekt in Angriff genommen hat. Geplant ist die notwendige Restaurierung der großen Orgel in der Katharinenkirche, sowie die Ergänzung durch einen Orgeltisch im Altarraum, von dem aus alle drei Orgeln gespielt werden können.

„Das wird das Klangerlebnis in dieser Kirche völlig verändern. Das ist einmalig“, so Güttler. „Ich kenne keine Kirche, die so etwas hat.“

Von Ann Brünink

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