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Brandenburg/Havel Benefizparty für Ela bringt 16.716 Euro Spenden
Lokales Brandenburg/Havel Benefizparty für Ela bringt 16.716 Euro Spenden
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09:18 28.02.2017
Ela Wagner starb mit nur 32 Jahren im Juli vorigen Jahres an Leukämie. Quelle: privat
Brandenburg/H

Die Bude ist voll. Die Stimmung ist ausgelassen. Ganz so, wie es Ela Wagner mochte. Eine gute Party ließ sie nie aus, sagen ihre Freunde. Am Samstagabend haben Brandenburger zur ihren Ehren in der Werft eine große Feier geschmissen. Die Bands Rubix, Patchwork und der DJ Fabi stehen auf der Bühne. Vor allem wollten ihre Freunde mit der Party eine Organisation unterstützen, die Menschen wie Ela hilft, ihnen häufig sogar das Leben rettet: Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Ela hatte Leukämie. Im Juli 2016 war die MAZ-Mitarbeiterin gestorben, mit 32 Jahren.

„Wir haben keine Trauerfeier organisiert“, sagt Andreas Griebel, ein Freund von Ela und einer der Organisatoren. „Wir wollen eine Party feiern, ganz in ihrem Sinne.“

Schöne Stimmung bei der Ela-Party in der Werft. Quelle: privat

Von ihrem Krankenbett hatte Ela dazu aufgerufen, für die Spenderdatei Speichelproben abzugeben und Geld an die DKMS zu spenden. Die Typisierung einer Speichelprobe kostet 40 Euro.

Elas Aufruf konnten die Brandenburger in der MAZ lesen. In der Folge kamen 24.000 Euro zusammen. Und auch für die Benefizparty am Samstag griffen Bürger, Vereine und Unternehmen der Stadt wieder tief in die Tasche. Bis zum Abend kamen 16.716 Euro zusammen. Unter anderem spendeten der FC Borussia Brandenburg und der Brandenburger Karnevals Club vierstellige Summen. Die Unkosten der Party wurden allesamt durch Sponsoren finanziert. So konnte jeder eingenommene Cent direkt auf das Spendenkonto fließen.

Mit dem Eintritt eine Typisierung bezahlt

Zwei, die mit ihrem Eintritt schon mal die Typisierung einer Speichelprobe bezahlen, sind Bernd (54) und Nannette Feuerherdt (49). Die Tickets kosteten pro Kopf 20 Euro. Sie kannten Ela nicht, finden aber die Bands des Abends toll und die Möglichkeit, einen guten Zweck zu unterstützen. Der Anlass der Party bringt Bernd Feuerherdt und seine Familie zum Nachdenken. „Über das Thema müssen wir zu Hause nicht diskutieren. Wir wissen, dass es wichtig ist“, sagt der Familienvater. „So eine Veranstaltung weckt das Bewusstsein darüber, dass man sich endlich mal typisieren lässt.“

Einer, der es vor Jahren gemacht hat, ist Martin Schulz. Der 32-jährige Werderaner steht an einem Info-Stand der DKMS und vertritt die Organisation auf der Party. Martin Schulz hatte 2013 sein Knochenmark gespendet. Seitdem steht er mit dem Empfänger in Kontakt. Der 60-Jährige lebt in den USA und lässt Schulz mit Fotos und Mails in gebrochenem Deutsch an seinem Leben teilhaben. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn er mir Bilder von seinem Geburtstag schickt und schreibt: ohne dich könnte ich das alles nicht erleben.“

„Es ist so simpel, Leben zu retten“

Schulz räumt mit einem Vorurteil auf: Spenden tue nicht weh. „Die Entnahme aus der Wirbelsäule gibt es nicht. Mir wurde das Knochenmark aus dem Blut gespült, nachdem ich ein paar Tage vorher ein Mittel bekommen hatte, das das Mark ins Blut schwemmt.“ Die Helfer hätten alles für ihn getan. „Ich hatte Fernsehen, durfte essen, was ich wollte. Ich hatte halt nur einen Schlauch in jeweils beiden Armen. Aus einem Arm raus, in den anderen wieder rein. Völlig schmerzfrei.“ Er würde es sofort wieder tun. „Ich kann nur sagen: macht es. Es ist so simpel, Leben zu retten.“

Von Annika Jensen

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