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Bensdorf sorgt sich um den Weltfrieden

Resolution verabschiedet Bensdorf sorgt sich um den Weltfrieden

Normalerweise kümmern sich die Bensdorfer Gemeindevertreter um Kita, Straßen und den Friedhof. Doch wegen der vielen Krisenherde sorgen sich die Abgeordneten jetzt um den Weltfrieden. Über alle Fraktionen hinweg verabschiedeten sie eine Resolution zur atomaren Abrüstung. In Wusterwitz war ein ähnlicher Vorstoß der Linken weniger erfolgreich.

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In Bensdorf macht man sich Sorgen um den Weltfrieden.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Bensdorf. Als Spargelgemeinde mit mehreren Anbaubetrieben ist Bensdorf bekannt. Und wenn es um die kommunale Daseinsvorsorge geht, kümmern sich Gemeindevertreter normalerweise um Wasserversorgung, Kita, Straßen, Friedhof und Gehwege. Doch jetzt machen sich die Volksvertreter Sorgen um den Weltfrieden. Ohne Gegenstimme haben die Abgeordneten auf ihrer jüngsten Sitzung eine Resolution verabschiedet, in der eine weltweite atomare Abrüstung gefordert wird. Im Falle eines Nuklearkrieges sei eine Daseinsvorsorge nicht mehr machbar, wird argumentiert.

Eingebracht hatte das Papier Bärbel Marx (Die Linke). Mitgetragen wurde die Beschlussvorlage am Ende fraktionsübergreifend von den Freien Bauern und Bürgern, der Wählergruppe für Bensdorf und der Unabhängigen Wählergruppe Bensdorf. Barbara Mangelsdorf enthielt sich der Stimme. „Wir haben im Vorfeld über das Thema beraten. Nun bin ich froh, dass von Bensdorf ein deutliches Signal auch für andere Kommunen ausgeht“, sagte die Linken-Politikerin Marx der MAZ.

In der Resolution wird auf die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Russland verwiesen. Mit Sorge wird die Verlegung von Nato-Verbänden an die Westgrenze Russlands und die Modernisierung von US-Atomwaffen in Deutschland gesehen. Für die Bensdorfer ist die Gefahr eines neuen Weltkrieges in der aktuellen Weltlage sehr real geworden, wie es in der Resolution heißt. Bürgermeister Bernd König (Bauernverband) hat mit dem Exkurs seiner Gemeinde in die große Politik kein Problem: „Auch ich mache mir Sorgen über die Dinge, die sich gerade in der Welt abspielen.“

Hinter der Resolution steht die Linke in Potsdam-Mittelmark, die ausgehend von einem Friedensforum im März in Wusterwitz den Städte- und Gemeindebund aufgefordert hat, sich gegenüber der Bundesregierung für den Abzug amerikanischer Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen. Auch in der Gemeindevertretung von Wusterwitz war die Resolution schon auf der Tagesordnung. Dafür stimmten allerdings nur die Vertreter der Linken. SPD und CDU enthielten sich der Stimme.

Von Frank Bürstenbinder

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