Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Bensdorf sorgt sich um den Weltfrieden
Lokales Brandenburg/Havel Bensdorf sorgt sich um den Weltfrieden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 23.04.2017
In Bensdorf macht man sich Sorgen um den Weltfrieden. Quelle: JACQUELINE STEINER
Anzeige
Bensdorf

Als Spargelgemeinde mit mehreren Anbaubetrieben ist Bensdorf bekannt. Und wenn es um die kommunale Daseinsvorsorge geht, kümmern sich Gemeindevertreter normalerweise um Wasserversorgung, Kita, Straßen, Friedhof und Gehwege. Doch jetzt machen sich die Volksvertreter Sorgen um den Weltfrieden. Ohne Gegenstimme haben die Abgeordneten auf ihrer jüngsten Sitzung eine Resolution verabschiedet, in der eine weltweite atomare Abrüstung gefordert wird. Im Falle eines Nuklearkrieges sei eine Daseinsvorsorge nicht mehr machbar, wird argumentiert.

Eingebracht hatte das Papier Bärbel Marx (Die Linke). Mitgetragen wurde die Beschlussvorlage am Ende fraktionsübergreifend von den Freien Bauern und Bürgern, der Wählergruppe für Bensdorf und der Unabhängigen Wählergruppe Bensdorf. Barbara Mangelsdorf enthielt sich der Stimme. „Wir haben im Vorfeld über das Thema beraten. Nun bin ich froh, dass von Bensdorf ein deutliches Signal auch für andere Kommunen ausgeht“, sagte die Linken-Politikerin Marx der MAZ.

In der Resolution wird auf die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Russland verwiesen. Mit Sorge wird die Verlegung von Nato-Verbänden an die Westgrenze Russlands und die Modernisierung von US-Atomwaffen in Deutschland gesehen. Für die Bensdorfer ist die Gefahr eines neuen Weltkrieges in der aktuellen Weltlage sehr real geworden, wie es in der Resolution heißt. Bürgermeister Bernd König (Bauernverband) hat mit dem Exkurs seiner Gemeinde in die große Politik kein Problem: „Auch ich mache mir Sorgen über die Dinge, die sich gerade in der Welt abspielen.“

Hinter der Resolution steht die Linke in Potsdam-Mittelmark, die ausgehend von einem Friedensforum im März in Wusterwitz den Städte- und Gemeindebund aufgefordert hat, sich gegenüber der Bundesregierung für den Abzug amerikanischer Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen. Auch in der Gemeindevertretung von Wusterwitz war die Resolution schon auf der Tagesordnung. Dafür stimmten allerdings nur die Vertreter der Linken. SPD und CDU enthielten sich der Stimme.

Von Frank Bürstenbinder

Vor zehn Jahren privatisierte das Land Brandenburg seine drei Landeskliniken. Zehn Jahre danach zieht der Asklepios-Konzern angesichts von Millionen-Investitionen eine positive Bilanz. Gemessen an den damals gesteckten Zielen nennt auch Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) die Privatisierung „erfolgreich“. Doch gibt es auch Grund zur Unzufriedenheit.

23.04.2017

Die vier 1988 errichteten Stahlkolosse mit den Flutlichtstrahlern im Stadion am Quenz in Brandenburg an der Havel werden in den Sommerferien gefällt. Man kann sie noch nicht einmal stückweise demontieren, weil dies zu gefährlich wäre. Die Stadt wendet dafür 70.000 Euro auf – und gibt noch einmal 21.000 Euro für ein Beleuchtungsprojekt an anderer Stelle.

22.04.2017

Die Lebenshilfe Werkstatt gGmbH bringt 215 Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen an vier Standorten in der Stadt Brandenburg in Arbeit. Da geht es unter anderem um einen Gebraucht-Buchhandel, um ein Grünarbeiten-Team und um einen Getränkemarkt mit besonderem Zusatzservice.

22.04.2017
Anzeige