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Brandenburg/Havel Besser und leiser durch Weseram
Lokales Brandenburg/Havel Besser und leiser durch Weseram
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13:29 06.12.2017
Bürgermeister Ulrich Pleßke gibt die sanierte Hauptstraße in Weseram für den Verkehr frei. Roskow soll in den nächsten drei Jahren folgen. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Weseram

Es ist kein Neubau. Doch wenigstens konnte die marode Verschleißschicht auf der Weseramer Hauptstraße ersetzt werden. Über eine Länge von rund 870 Meter hat der Landesbetrieb Straßenwesen die Ortsdurchfahrt für die nächsten Jahre auf Vordermann gebracht. Wie lange die 3,5 Zentimeter starke Bitumenschicht ihren Zweck erfüllen wird, konnte Mike Magaschütz bei der Übergabe am Mittwoch nicht mit Bestimmtheit sagen. „Sicher die nächsten zehn Jahre. Aber das hängt stark vom Unterbau ab“, sagte der Straßenmeister. Sein Budget für die Straßenunterhaltung reicht nicht für einen grundhaften Ausbau von Ortslagen, doch die Weseramer sind schon froh, dass sich die Fahrbahnverhältnisse nach langjährigen Bemühungen überhaupt spürbar verbessert haben.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass es endlich geklappt hat“, sagte Weserams ehemaliger Ortsvorsteher Peter Malpricht. Zusammen mit Anwohnern hatte er bereits 2012 eine Menschenkette quer über die Landesstraße 91 gebildet, um gegen Lärm und Raserei auf der verschlissenen Hauptstraße zu demonstrieren. Weseram leidet schon in den frühen Morgenstunden unter Lkw-Verkehr und sich aufschaukelnden Container-Fahrzeugen. Für die Häuser und die Anwohner wurden die Zustände unhaltbar. In Mauern traten Risse auf, in Schränken wackelte das Geschirr. In einem Schlafzimmer riss sogar der Spiegel, wie Brunhilde Mann berichtete. Mit einer Unterschriftensammlung hatten die Weseramer„verkehrslenkende Maßnahmen“ von der Verkehrsbehörde des Kreises gefordert. Eine durchgehende Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer wurde abgelehnt. Wenigstens eine stundenweise Absenkung im Bereich der Bushaltestellen genehmigte die Behörde. Die Einschränkung bleibt aus Gründen der Schulwegsicherung bestehen.

Straßenmeister Mike Magaschütz mit Frank Winterfeldt vom Amt Beetzsee, Roskows Bürgermeister Ulrich Pleßke und Weserams ehemaligen Ortsvorsteher Peter Malpricht (v.l.) Quelle: Frank Bürstenbinder

Die bauausführende Firma Matthäi aus Michendorf hatte vor dem Aufbringen der neuen Verschleißschicht bereits im Sommer in Weseram gebuddelt. Wo sich die tiefsten Straßenabsenkungen befanden, gab es Ausbesserungen am heiklen Unterbau, der teilweise aus Beton, Pflaster oder nur Sand besteht. Einige Tonnen Mischgut wurden dabei verarbeitet. Nicht angerührt hat der Landesbetrieb den Kurvenbereich am Ortseingang vor der Artzpraxis. Für Roskows Gemeindebürgermeister Ulrich Pleßke schwer nachvollziehbar. Doch Straßenmeister Magaschütz hat keine guten Nachrichten: „Der Unterbau in diesem Abschnitt ist noch viel schlechter. Im Rahmen von Unterhaltungssmaßnahmen lässt sich diese Arbeit nicht erledigen. Dort ist ein grundhafter Ausbau fällig, der aus finanziellen Gründen derzeit nicht möglich ist.“

Dennoch zeigte sich Bürgermeister Pleßke zufrieden mit der neuen Fahrbahndecke im übrigen Dorf: „Anderen füllt der Nikolaus die Stiefel, wir bekommen eine fast neue Straße. Dafür haben sich die vielen Gespräche und Briefe schon mal gelohnt.“ 1980/81 war die Weseramer Hauptstraße von Bürgern und der LPG verbreitert und anschließend mit einer Bitumendecke überzogen worden. Für damalige Verhältnisse ein Vorzeigeprojekt im Landkreis Brandenburg.

Von Frank Bürstenbinder

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