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Brandenburg/Havel Bestseller-Autor gibt außergewöhnliche Lesung
Lokales Brandenburg/Havel Bestseller-Autor gibt außergewöhnliche Lesung
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20:22 13.11.2016
Peter Høeg signiert in Fohrde seine Romane. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Fohrde

Peter Høeg (59) kam nicht. Der Herr aus Kopenhagen mit dem Gespür für gute Küche war schon da. Nicht als Schriftsteller. Sondern im Gefolge der Dänischen Gesellschaft zur Förderung der Lebensweisheit von Kindern. Høeg gehört zu den Trainern eines Seminars in der Villa Fohrde, bei dem es um Beziehungskompetenz und Achtsamkeit geht. Bereits im vergangenen Jahr begleitete der Erfinder von „Fräulein Smilla“ einen ähnlichen Empathie-Kurs in der Heimbildungsstätte. Weil er von der allseits gerühmten und regional ausgerichteten Vollverpflegung so angetan war, versprach er dem Küchenpersonal sich mit einer Lesung zu revanchieren.

Peter Høeg in der Villa Fohrde: Ein Händedruck kann Wunder bewirken. Quelle: Frank Bürstenbinder

Aus dem Versprechen wurde eine vergnügliche und nachdenkliche Abendveranstaltung mit über 70 Gästen. Für sie musste Villa-Leiter Daniel Wunderer am Sonnabend alle Stuhlreserven des Hauses requirieren. Nur eine Lesung erlebten die Fans von Høeg nicht. Jedenfalls nicht auf klassische Art. „Eine Stunde vorlesen wäre zu langweilig“, meinte der Bestseller-Autor („Fräulein Smillas Gespür für Schnee“) augenzwinkernd. Der Gast aus dem Norden ließ die Besucher viel lieber einander die Hände schütteln. Eine auf der ganzen Welt verbreitete Form der Begrüßung, die durch das Herz geht. Høeg ist sicher, dass ein Händedruck mit Augenkontakt Spannungen abbauen und damit die Welt ein wenig besser machen kann.

Bestseller-Autor Peter Høeg. Quelle: Frank Bürstenbinder

Ruhm, Geld und Preise sind keine Kategorien, von denen sich der weltberühmte Schriftsteller beeindrucken lässt. Von allem hat er genug. Dafür warnte Høeg die Zuhörer vor gefährlicher Energie, sollte jemand alles für sich behalten, statt diese Energie an anderen Menschen weiterzugeben. Der in Gummizug-Jeans und einem kurzen T-Shirt bekleidete Däne redet nicht nur vom Teilen. Aus den Einnahmen seiner Bücher gründete der vierfache Vater eine Stiftung, die Frauen und Kinder in Afrika und in den tibetanischen Flüchtlingslagern Indiens unterstützt.

Nach seinen ersten Bucherfolgen verkroch sich der Autor an unbekannte Orte. Schrieb nur, wenn der Nachwuchs im Kindergarten war. Inzwischen hat Høeg über 20 Millionen Bücher verkauft. Zu Kopf gestiegen ist ihm der internationale Durchbruch nicht. Lieber erzählte er von einer schaurig-schönen Begegnung mit dem eigenen Ich auf einer Bank am Fohrder Havelufer. Die Bank gibt es wirklich. Und einen neuen Roman: „Der Susan-Effekt“. Daraus gelesen hat Peter Høeg ganz fünf Seiten.

Von Frank Bürstenbinder

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